Teuerster Wagen der Welt?

1957er Ferrari 335 S

Teuerster Wagen der Welt

Ein 1957er Ferrari 335 Sport Scaglietti soll der teuerste Wagen der Welt sein. Er wurde letzten Freitag in Paris für schlappe 35.7 Millionen Dollar versteigert, was zwar eine Menge Moos ist, keine Frage, allerdings nicht so viel, dass es für ebendiesen Titel reichen würde!

Von Karl Jereb

35,7 Millionen Dollar sind rund 32,1 Millionen Euro. Dieser Patzen an Geld reicht locker für mehrere Generationen sorglos geführter Leben aus. Oder eben für einen Ferrari 335 Sport Scaglietti aus dem Jahre 1957. Für Zweiteres entschied sich ein unbekannter Wohlhabender, dessen Geld wohl immer noch ausreicht, um einige Generationen durchzufüttern. Bekannt ist nur, dass der Wagen nach Amerika geht, was nun nicht bedeuten muss, dass der jetzige Besitzer aus den USA kommt. Ist aber auch nicht wirklich essentiell. Wichtig ist, dass die italienische Schönheit im Auktionshaus Artcurial in Paris versteigert wurde und mit 32.075.200 Euro den zweithöchsten Preis überhaupt für einen Wagen erzielte. Ja, genau, den zweithöchsten Preis!

Teuerster Wagen der Welt!

Der Titel „Teuerster Wagen der Welt“ geht ebenfalls an einen Wagen mit Cavallo Rampante am Heck, allerdings an einen etwas jüngeren. Der Ferrari 250 GTO aus dem Jahre 1962 ist und bleibt der teuerste vierrädrige Gefährte am Planeten. Mit 38,1 Millionen Dollar erzielte er diesen Rekord 2014 bei Bonhams während des Concours d’Elegance in Pebble Beach. Insofern wäre die Behauptung, der 335S sei teurer, entkräftet. Was allerdings stimmt, ist, dass der Oben-Ohne-Sportler mit rund 400 PS unter der Haube, der teuerste „Sammelwagen“ gemessen in Stirling oder Euros ist, da die Wechselkurse und die Inflation das so vorschreiben. Doch Äpfel mit Birnen vergleichen, geht recht schwer, was der regelmäßige Fleck im Mathe-Zeugnis immer wieder zu beweisen wusste. Ziel der Presseleute aus Paris war es natürlich eine Menge Aufsehen zu erregen um damit den Titel „Teuerster Wagen der Welt“ nach Frankreich zu holen. Gelungen ist es ihnen bei den meisten, jedoch nicht bei allen!

Bilder: Artcurial