Audi A3 Limousine

Audi A3 Limousine – Ich packe meinen Rucksack …

Audi A3 Limousine

Ich packe meinen Rucksack …

Hauptsächlich für den asiatischen Markt gedacht, macht die neue A3 Limousine auch bei uns Sinn. In gewisser Weise.

Europa im allgemeinen und Österreich im Speziellen sind ja nicht gerade Limousinen-Nährboden No.1 auf der Welt. Viele Hersteller bieten spezielle Limo-Varianten hauptsächlich für den asiatischen Raum, allen voran für den chinesischen Markt, an, um sich dort auch in den kleineren Klassen ein Stück vom Chauffeurs- und Limousinenkuchen zu holen. Audi geht mit der neue A3 Limousine hier andere Wege und bietet das Modell auch in Europa an. Und die kompakte Limousine überzeugt auf voller Linie! Wirkt die A3 Limo in der Brot- und Butter-Variante vielleicht etwas konservativ, so protzt die getestete Variante mit opulenter Außenoptik. Die hat man dem optionalen S-Line Exterieur-Paket zu verdanken.

S-Line

Die hat man dem optionalen S-Line Exterieur-Paket zu verdanken. Um gar nicht mal besonders teure 2.042 € stattet Audi die A3 Limousine dann zusätzlich mit Stoßfängern vorn und hinten, seitlichen Schwellerleisten und Diffusoreinsätzen in sportlich-markantem Design, Kühlergrill in hochglänzendem Schwarz, Einstiegsleisten mit Aluminiumeinlage und S line- Schriftzug, S line- Schriftzügen auf den vorderen Kotflügeln, S line-Dachkantenspoiler, Nebelscheinwerfern oder verchromten Blenden für die Abgasendrohre aus – eine gediegene Portion Sportlichkeit also, die der Limousine das gewisse Etwas verleiht und sie zu einem echten Hingucker macht. Unterm Strich bedient sich die A3 Limo den optischen Assets des größeren Bruders A4, wenn auch bei näherem Betrachten die deutlichen Unterschiede ins Auge stechen. Speziell mit dem S line- Paket wirkt die A3 Limousine zwar kompakt, aber durchaus bullig.



Platz

Der knappe Viertelmeter, den sie dem A4 gegenüber einbüßt, ist äußerlich fast nicht erkennbar. Man mag nun also davon ausgehen, dass der Komfort und der Platz im Inneren unter der geringeren Länge zu leiden hat. Doch weit gefehlt, denn hier schlägt das modulare Querbaukasten-Konzept zu Buche, bei dem der Motor quer statt längs verbaut wurde und somit wesentlich mehr Platz im Inneren zur Verfügung steht, als man das zunächst vermuten möchte. Wenn man schon vom Platzangebot spricht: Ziemlich beeindruckend ist jedenfalls nicht nur der Komfort für Fahrer und Passagiere; vor allem das Gepäcksabteil der A3 Limousine ist erstaunlich. Mit 425 l bietet die Limousine satte 45 l mehr Platz als der A3 Sportback und sogar 60 l mehr als der Dreitürer. Klar: Das Ikea-Kastl passt nicht durch die Öffnung, doch zwei große Outdoor-Reisetaschen, ein paar Rucksäcke und zwei kleine Taschen schluckt das Gepäcksabteil völlig problemlos und auch, ohne die Hinterradfederung in die Knie zu zwingen. Generell ist der Innenraum typisch Audi: funktionell, sportlich und übersichtlich. Nettes Detail: Das Display des optionalen MMIInfotainment- Systems lässt sich komplett versenken, übrig bleiben schöne, freie Oberflächen. Angetrieben wird der Testwagen vom 150 PS starken Turbodiesel, der mittels manuellem Sechsgang- Getriebe die Kraft an die Antriebsachse abgibt. Mit 320Nm Drehmoment zieht der Zweiliter-Diesel ab Leerlaufdrehzahl ordentlich an – ob sportlich oder gemütlich, dieser Motor macht alles mit und steht der A3 Limousine wie angegossen. Auch in Sachen Verbrauch, der mit rund 6,2 l durchaus moderat ausfiel.