Smart Highway - dynamic paint - Studio Roosegaarde

Light in the Streets – Straßenlaternen sind out

Light in the Streets


Straßenlaternen sind out!




Der niederländische Designer Daan Roosegaarde hat in Kooperation mit dem Infrastruktur-Spezialisten Heijmans Infrastructure einen neuen Weg der Straßenbeleuchtung gefunden. Smart Highways nennen sie ihr Produkt, welches bereits in Kürze starten soll.

Von Karl Jereb

Ständig rennt man gegen Mülleimer, Zeitungsständer und Straßenlaternen wenn man sich, auf das Smartphone starrend, zum nächsten Billa navigieren lässt. Doch nun soll sich zumindest das Problem mit den Straßenlaternen ändern, denn die „Smart Highways“ aus dem holländischen Designstudio Roosegaarde sollen auf niederländischen Autobahnen für die nötige Beleuchtung sorgen. Und das, ohne erwähnenswerte Nebenwirkungen ökologischer Natur.

Es werde Licht

“Smart Highways are interactive and sustainable roads of tomorrow”, lässt die Kooperation verlautbaren. Ziel des Projekts ist es, die nötige Beleuchtung in die Fahrbahn zu integrieren und dies auch noch zukunftsträchtig, sprich ressourcenarm. Der Designer und Künstler Daan Roosegaarde entwickelte eine Reihe von Projekten, die immer in Zusammenhang mit Umweltschonung und Licht stehen. Zum Beispiel den nachhaltigen Diskoboden und den patentierten Smog-Staubsauger. Mit den „Smart Highways“ schaffte er den Sprung bis in die höchsten Kreise, denn sogar die ehemalige EU-Kommissionsvizepräsidentin Neelie Kroes unterstützt die Idee des jungen Niederländers.

Spektakulär

Die Testphase der leuchtenden Autobahn begann schon vor einiger Zeit auf der Niederländischen N329. Die „Glowing Lines“ sind jeweils am Fahrbahnrand angebracht und laden sich am Tag mithilfe von Sonnenenergie auf. Wenn es dunkel wird, beginnen sie zu leuchten und tun dies für rund acht Stunden. Das erstaunliche Spektakel soll zukünftig noch interaktiver werden, wie Roosegaarde verkündet. So sollen dynamische Wechsel des Lichts auf die Fahrbahnsituation schließen lassen und so für mehr Sicherheit auf der Autobahn sorgen. Die innovative Idee wurde mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt. Darunter der Dutch Design Award, Accenture Innovation Award und der INDEX Award 2013. Endlich scheint eine Möglichkeit zu bestehen, die hässlichen Metallkonstruktionen auf den Straßenrändern zu entfernen. Und das auch noch ressourcenschonend.

Das Video dazu gibt es hier

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Malen nach Zahlen – Hyperrealistischer Art

Malen nach Zahlen


Hyperrealistischer Art




Ob Ferrari, Porsche oder Aston Martin, Marcello Petisci hat sie alle…gemalt. Der belgische Künstler weiß auf verschiedensten Wegen die Schönheit unserer vierrädrigen Musen darzustellen.

Von Karl Jereb

Als Sohn italienischer Eltern vereint man die Liebe zum Automobil mit der der schönen Künste. Was hier salopp als unbewiesenes Vorurteil formuliert ist, bewahrheitet sich zumindest im Beispiel von Marcello Petisci. Der in Belgien aufgewachsene Fahrzeugliebhaber hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, allerlei Fahrzeugklassiker auf dem Papier zu verewigen. Und dies nicht einfach wie unsereins es täte, mithilfe der „Malen nach Zahlen-Schablone“, sondern freihändig, kreativ und derartig realistisch, dass es schon zweifacher Begutachtung bedarf, die Bilder als gezeichnet zu identifizieren.

Ich male mir die Welt, so wie sie mir gefällt!

Denn als ob es nicht schon schwierig genug wäre, einen Klassiker erkennbar auf die Leinwand zu pinseln, malt Marcello die Autos in unterschiedlichen Situationen und Destinationen. So gehen Porsche Carrera und Fiat 500 baden, während sich ein Käfer im Süßigkeitenglas verirrt. Ein Ford GT wird auf den Schießstand verfrachtet und eine Shelby Cobra erlebt einen Tag am Strand. Bevor er ein neues Kunstwerk beginnt, so Marcello zu den Jungs von Petrolicious, überlegt er penibelst, mit welchen Hintergründen und Objekten das Fahrzeug kombiniert werden kann.

Die Sache mit den Swimming Pools

Das „Swimming-Pool-Thema“ ist sein neuestes Projekt, wie er im Interview mit Petrolicious kundtut. Er malt hierzu Fahrzeuge im Wasser, denn er liebt es, wie sich das kühle Nass bewegt und die Form der Autos verändert. Dabei war ihm der Weg des Künstlers eigentlich nicht immer eigen, denn vor seiner Selbstständigkeit malte Marcello Illustrationen für Werbeagenturen. Doch eines Tages machte er eine längere Pause und entdeckte dabei seine Leidenschaft für Oldtimer. Gleichzeitig kam ihm die Technik für hyperrealistisches Malen in den Sinn und so ward ein neuer Fahrzeugkünstler erwacht. Sein liebstes Auto wäre ein Lamborghini Miura, doch davon wird er noch lange träumen müssen, meint er.