Der Tesla-Leichenwagen

Elektrisch zur letzten Ruhestätte

Der Tesla-Leichenwagen



Es gibt allerhand Fahrzeugveredler auf diesem Planeten. Manche widmen sich roher Power, andere kümmern sich lieber um flashiges Auftreten, dritte wiederum haben sich dem Luxus im Überfluss verschrieben. Und dann gibt es da noch RemetzCar. Die machen aus einem Tesla Model S im Handumdrehen einen Tesla-Leichenwagen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: RemetzCar



Hmm…das schaut doch direkt so aus, als hätte da einer ein Model S in der Mitte glatt durchgeschnitten und ein neues Heck draufgepappt! Sehet euch das Video an und staunet, denn ganz genau so ist es tatsächlich vonstatten gegangen. Einmal mit der Flex durch und zack – schon wandert die Heckpartie zum Sperrmüll. Gar so einfach ist die Umsetzung natürlich nicht. Ich als Leiche wäre jedenfalls voll dafür, im Ludicrous Mode gen Friedhof zu brettern. Passieren kann mir dann ja eh nix mehr. Kollege Barcelli hat mich leider gerade darauf aufmerksam gemacht, dass der E-Leichenwagen durch die Umbauten einem Fiat Multipla verdächtig ähnlich sieht – da muss ich mir die Wahl meines letzten Gefährts vielleicht doch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Schließlich will man nicht im Auto des Teufels die letzte Ruhe antreten.

Jetzt aber genug gespottet, RemetzCar kann nämlich auch ganz anders! Denn zurzeit basteln die Niederländer an circa 20 Tesla Model S Shooting Brakes herum, die im kommenden März wohl enthüllt werden. Unten könnt ihr das zugehörige Teaserbild sehen. Da bin ich doch gleich wieder ganz Ohr…


Glickenhaus bringt einen Dreisitzer

Konkurrenz für den McLaren Bp23?

Glickenhaus bringt einen Dreisitzer



Lieber Jim Glickenhaus, wir warten immer noch auf deinen Rekordversuch auf der Nordschleife. Doch der SCG003S (Stradale) und der SCG003C (Competizione) sind offenbar bald nicht mehr die einzigen Boliden im Talon des amerikanischen Automobilenthusiasten. Denn auf Facebook hat Mr Glickenhaus nun verlautbaren lassen, dass seine Scuderia aktuell an einem Sportwagen mit drei Sitzen arbeitet und auch gleich ein paar Teaserbildchen geteilt.

Text: Jakob Stantejsky



Wie das heutzutage so ist, bekommen wir erst mal nur wenige Informationen zum Familienzuwachs im Hause Glickenhaus, abgesehen von den drei kryptischen Detailbildern. Daher bleibt einem nichts anderes übrig als wild zu mutmaßen, was die Scuderia Cameron Glickenhaus denn für einen Braten im Rohr haben könnte. Drei Sitze, das deutet auf einen ziemlich hochgezüchteten Sportwagen hin, schließlich ist diese Sitzkonfiguration sonst Legenden wie dem McLaren F1 vorbehalten. Dazu passen auch der angedeutete, hochdrehende 650 PS-Motor, der höchstwahrscheinlich mit einem manuellen Sechsganggetriebe gepaart werden wird – Glickenhaus geht hier also mehr in die Richtung klassischer Sportwagen. Ein Bisschen Neuerung darf jedoch natürlich sein, so lässt die Scuderia in ihrem Post auch die Stichwörter Karbonrahmen und -chassis fallen. Der Preis soll außerdem bei grob 400.000 Dollar liegen.



Für findige Auskenner gibt es aber noch ein Bisschen mehr zum Spekulieren. Denn das Design des namenlosen Fahrzeugs soll sich am Design eines über 25 Jahre alten Konzeptautos orientieren. Jim Glickenhaus hat 2014 den legendären Ferrari Modulo von Pininfarina erstanden (wie oben zu sehen), auf den diese Beschreibung passt. Das ist jetzt alles nur Gerüchteküchengebrodel, doch möglicherweise ersteht der Modulo bei der Scuderia Cameron Glickenhaus doch noch als vollwertiges Auto auf. Was auch immer Glickenhaus und Co. im Schilde führen, es wird garantiert ein Sportwagen der Extraklasse. Nicht umsonst gilt der SCG003C bereits als GT3-Schreck.

400 PS starker Golf R!

Holla, die Waldfee

400 PS starker Golf R!

Ein Golf R ist ja eigentlich schon von Haus aus kein Kind von Traurigkeit, sondern ein potenter Sportler, mit dem man jede Menge Spaß haben kann. Im PS-Kampf (Ja, Leistung ist nicht alles … ) gegen Focus RS, AMG A 45 oder RS 3 zieht der stärkste Serien-Golf aller Zeiten (Sondermodelle ausgeschlossen) dennoch den Kürzeren – außer man schärft ihn nach.



Text: Maximilian Barcelli

Und genau das bietet das Tuningunternehmen ABT nun an. Dabei pressen die VW-Veredler aus Kempten mittels neu entwickeltem Steuergerät ganze 90 PS mehr aus dem Golf, der Volkswagen lässt dann also 400 Pferden freien Lauf. Das Drehmoment wandert von, grundsätzlich eh schon stolzen, 400 Newtonmeter auf brachiale 500 Nm. Da die Profituner aber genau wissen, dass zu einem schnellen Auto nicht nur brachiale Leistung gehört, gönnen die weltweit führenden VW-Veredler den Golf R noch einige andere Upgrades:  Vom Gewindefahrwerk, welches das Auto tiefer liegen lässt und für mehr Stabilität in den Kurven sorgt bis hin zur Bremsanlage ist bei ABT fast alles möglich.



Auch optische lässt sich einiges verfeinern beziehungsweise anbringen: Hübsche 20-Zöller zum Beispiel, oder aber man gönnt sich neue Seitenschweller und einen Heckdiffusor. Oder einfach alles! Dann kann man sich aber gleich überlegen, ob man nicht zu einem Serien-M3 oder ähnlichem greift. Die Differenz wäre verkraftbar. Wer nicht ganz so viel Geld investieren will, kann sich ja zurückhalten und sich beispielsweise nur den leistungssteigernden Steuergeräten widmen: Die kriegt man schon ab 2.490 Euro, für die volle-400-PS-Dröhnung werden dann aber auch schon wieder 4.390 Euronen fällig.



Bilder: © ABT Sportsline 

Ken Blocks Gymkhana 10-Trailer ist da!

Das fünffache Gemetzel

Ken Blocks Gymkhana 10-Trailer ist da!



Ken Block ist sowas wie der Lionel Messi des Drifts und versorgt uns nun schon bald jahrzehntelang mit atemberaubenden Stunts. Nächstes Jahr soll also der zehnte Teil seiner Reihe Gymkhana erscheinen, in der der Amerikaner stets in hochgezüchteten Rennmaschinen am letzten Zacken Locations in diversen Großstädten unsicher macht. Das Besondere? In Gymkhana 10 geht es in gleich fünf Boliden an fünf verschiedene Orte!

Text: Jakob Stantejsky / Foto: TheHoonigans



Auch wenn Mr Block höchstselbst die Latte in den letzten Jahren verdammt hoch gelegt hat, bin ich mir relativ sicher, dass Nummer Zehn tatsächlich alle Erwartungen übertreffen kann. Denn bei dem Mann handelt es sich um einen Vollblutracer, der genau weiß, dass seine Fans sich nicht weniger als exzessives Spektakel erwarten. Dementprechend schießen seine Ideen stets weit über das hinaus, was sich ein Normalsterblicher zutrauen würde, wie man etwa bei Terrakhana beobachten konnte. Gymkhana 10 wird da keine Ausnahme sein, also macht euch schonmal auf haarsträubende Action vom Allerfeinsten gefasst – der obige Trailer unterstreicht das dreifach und fett.

Unter den erwähnten fünf Fahrzeugen wird sich auch ein komplett neues Gefährt finden und die Straßen von Detroit waren im Trailer ebenso zu erkennen. Doch Gymkhana 10 bringt noch eine große Neuerung mit sich: Amazon wird ebenfalls 2018 die sogenannten Gymkhana Files zeigen, eine Serie, die Ken Block und sein Team hinter den Kulissen bei der Entstehung vom zehnten Teil begleitet. Bis es endlich so weit ist, kann man sich ja in aller Ruhe nochmal das alte Zeug gönnen, wie etwa Gymkhana 9.


Der Porsche Pick-up

Schönstes Nutzfahrzeug Allerzeiten?

Der Porsche Pick-up

Die sportliche Tradition hat Porsche schon lange über Bord geworfen, was uns allerdings nicht stören soll. Immerhin sind Panamera, Cayenne und Co. feine Automobile und wenn wir uns mal ehrlich sind: Mehr Sportlichkeit findet man im jeweiligen Segment nur schwer.

Text: Maximilian Barcelli

SUVs, Limousinen und sogar Kombis: In Zuffenhausen hat man mittlerweile die verschiedensten Fahrzeugklassen im Repertoire. Fehlen tut eigentlich kaum noch was in der Palette, ein Kleinwagen muss ja auch nicht unbedingt sein. Bitte. Nicht. Oder noch verrückter: Ein Pick-up.

Dass ein Premium-Hersteller ein solches Nutzfahrzeug baut, hatten wir gerade erst mit der Mercedes X-Klasse. Unsere Meinung zu diesem Pick-up kennt ihr, dennoch lässt sich an der X-Klasse auch sinnvolles finden. Vielleicht will der Chef am Bau ja einfach nur zeigen, wer hier der Boss ist – und die anderen müssen halt Nissan Navara fahren.

Aber ein (eigentlicher) Sportwagenhersteller, der sich dem Thema Pick-up widmet? Das wäre mal eine spannende Sache. Und dass so ein Porsche Pick-up richtig gut aussehen könnte, zeigt der Designer X-Tomi. Wie nützlich, geschweige denn sportlich, so ein Drum wäre, ist dann wieder eine ganz andere Frage.



Bild: © X-Tomi Design

Der Zagato IsoRivolta wird Realität

Aus Spiel wird Ernst

Der Zagato IsoRivolta wird Realität



Für Gran Turismo Sport legen sich allerhand Autohersteller ganz schön ins Zeug. Doch wo der McLaren Ultimate Vision GT höchstens eine lose Wunschvorstellung ist und beim Peugeot L750 R Hybrid Vision GT schon gar keine Rede von einer möglichen Fertigung ist, will Zagato seinen IsoRivolta Vision GT tatsächlich auf die Straße – oder zumindest die Rennstrecke – bringen.

Text: Jakob Stantejsky



Ich gebe es ganz offen zu: Ich bin mehr als nur ein Bisschen in das Design des IsoRivolta verliebt. Die dynamische Rundungen der Radkästen und des Cockpits erinnern an eine Zeit, in der Autos noch wahre Kunstwerke waren, ohne aufgesetzt nostalgisch rüberzukommen. Doch die aggressive, zerfurchte Front und das spacige Heck sorgen für den richtigen Punch dank einer fetten Portion Fetzigkeit. Auch die Seitenansicht bewegt sich irgendwo zwischen Oldtimer und Hypercar, was der Zagato IsoRivolta Vision GT schlussendlich zweifellos auch ist.

Wer’s nicht glaubt, liest folgende Zeilen: Unter den ausnehmend feschen Kleidern des Boliden schlummert ein Corvetta Callaway-Aggregat, das es in sich hat. Aus gigantischen 6,2 Litern Hubraum schöpft der biturbogeladene V8 unfassbare 997 PS, die ausschließlich an die Hinterachse – besser gesagt Hinterwalze – gehen. Somit zählt der IsoRivolta trotz des Verzichts auf moderne Hybrid-, Elektro und sogar Allradtechnik unzweifelhaft zur Kategorie der Hypercars, denn ein normaler Sportwagen ist das sicher nicht mehr. Bei knapp 1000 Pferden auf den Hinterreifen und nur 1129 Kilo auf den Rippen stellt sich mir eher die Frage, wie man dieses Monster ohne permanente Schweißausbrüche bändigen soll – soweit das überhaupt möglich ist. Denn in 2,7 Sekunden steht die Tachonadel schon auf 100 und dann ist es kein weiter Weg mehr zur Höchstgeschwindigkeit von 365 km/h. Da können viele andere Supersportwagen nur traurig hinterherschauen. Schalten muss man bei all der Action nicht selbst, (ist vielleicht auch gesünder) da der Zagato mit einer sequentiellen Zehngangautomatik ausgerüstet ist.

Momentan könnt ihr all diese Glorie natürlich nur in Gran Turismo Sport bewundern, beziehungsweise sogar selbst Hand anlegen. Doch Zagato’s Vizepräsident höchstpersönlich hat verkündet, dass die Italiener die rasende Schönheit auf den realen Asphalt bringen wollen: “Our next wish is that this car, which was born in Gran Turismo, will take to the road in real life.” Oh, er spricht mir aus der Seele!

Yamahas Motobot 2 vs. Valentino Rossi

Mensch gegen Maschine

Yamahas Motobot 2 vs. Valentino Rossi



Mensch gegen Maschine, dieses Duell liegt der Popkultur irgendwie sehr am Herzen. Doch es muss ja nicht immer gleich um die Vernichtung der Menschheit gehen, sondern kann sich auch auf Rundenzeiten beschränken. Denn auch ohne Explosionen und Arnold Schwarzenegger ist das Duell zwischen Yamahas Motobot 2 und Valentino Rossi richtig spannend.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Nieuwsmotor NL



Ein ausgewachsener Terminator ist der Motobot 2 zurzeit noch nicht, schließlich bleibt er doch über dreißig Sekunden hinter der Zeit des Doktors zurück. So bewältigt Rossi den Rundkurs in schlanken 1:25,740, während der Blechmann mit seinen 1:57,504 schon an der zwei Minuten-Marke kratzt. Da hilft ihm selbst seine äußerst aerodynamische Figur nicht weiter, gegen die der zierliche MotoGP-Star fast schon untersetzt wirkt. Fest steht jedenfalls, dass der Motobot 2 große Fortschritte macht, hat er doch dieses Jahr erst die 200 km/h-Marke durchbrochen. Wenn das so weitergeht, dann dauert es sicher nicht mehr lange bis der erste Motorradroboter in die Sphären von Rossi, Marquez und Co. vorstößt. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass sich der Motobot 2 nicht zu Blechsalat verarbeitet.

Der neue Porsche Cayenne im Inselfieber


P.S. Hunter bei den alten Griechen

Der neue Porsche Cayenne im Inselfieber



Ein SUV fühlt sich bekanntlich abseits der Straßen am wohlsten, sollte genügend Platz und Komfort für einen ausgedehnten Roadtrip bieten und im Idealfall lässt bereits das Starten des Motors das Herz ein wenig schneller schlagen. Ob der neue Porsche Cayenne all das wirklich bietet, konnte auf Kreta ausgiebig getestet werden.



Aus ist es mit der Ruhe

Im Sommer tummeln sich die Touristen regelrecht in Scharen auf der größten griechischen Insel, doch ist die warme Jahreszeit erstmal vorüber, wird es ruhig auf Kreta. Zu ruhig, dachte sich Porsche und verschiffte schnurstracks eine kleine Armada an brandneuen Cayenne-Modellen auf das idyllische Inselparadies, um dem Luxus-SUVs zwischen Olivenbäumen und Weinreben ein wenig Auslauf zu bieten. Es sei der beste Cayenne, den Porsche jemals gebaut hat – so heißt es aus dem Presseteam und Schlagworte wie intelligenter Leichtbau, leistungsstarke Antriebe, überragende Fahrdynamik und konsequente Fahrerunterstützung klingen zwar schön und gut, aber rechtfertigt das auch die stolzen Preise der High Performance-Sportler aus Stuttgart? Wir wollten es genau wissen.



…der beste Cayenne den Porsche jemals gebaut hat!



Der sportliche Allrounder begeistert seine Fans mit über 770.000 verkauften Modellen bereits seit 2002 durch stetig steigende Performance und bekannten Porsche-Komfort. Die komplett neu entwickelte 3. Generation tritt nun mit einem deutlich erweiterten Leistungsspektrum an. Gestartet wird mit drei Modellen: Cayenne, Cayenne S und Cayenne Turbo, wobei der mit seinen 404 kW (550 PS) aus dem Biturbo 8-Zylinder Motor zweifellos die Truppe mit starker Hand anführt.
Besonders aktive Systeme wie die Hinterachslenkung oder die Dreikammer-Luftfederung helfen dabei, dass das neu entwickelte Fahrwerk dem Fahrer Fahrdynamik auf Sportwagen-Niveau bietet, ohne an Fahrkomfort einzubüßen. Sportlich orientierte Fahrer dürfen sich noch dazu über die Einführung der Mischbereifung für eine stärkere Performance-Orientierung freien. Cayenne-typisch kombiniert mit souveränem Fahrverhalten auf jedem Terrain, gesteigertem Komfort und erweiterter Alltagstauglichkeit. Durch das von den Sportwagen bekannte Leichtbau-Prinzip konnten bis zu 135 Kilogramm Rohbaugewicht eingespart werden und das bringt in puncto Leistungsgewicht Spitzenwerte von 5,8 kg/PS beim Cayenne, 4,6 kg/PS beim Cayenne S und 3,9 kg/PS beim Cayenne Turbo zustande.

Test Location
auf Kreta, Griechenland

An der Spitze der neuen Cayenne-Generation steht daher unangefochten der Turbo, der es auch in nur 3,9 Sekunden mit dem Sport Chrono-Paket auf Marke 100 schafft. Über 100 PS weniger, allerdings nicht weniger Agilität bringt der Cayenne S mit an den Start. Der 2,9 Liter große V6-Motor mit Biturboaufladung bietet 324 kW (440 PS) und legt den 100 Meter Sprint innerhalb von 5,2 Sekunden zurück. Gönnt man sich allerdings das optionale Sport Chrono-Paket, dann verkürzt sich die Zeit auf 4,9 Sekunden. Wer zuerst im Turbo oder S sitzt, der vermisst im 250 kW (340 PS) Basis Modell mit Sechszylinder-Turbomotor und drei Litern Hubraum ein wenig die Kraft, denn hier dauert es schon 6,2 Sekunden (bzw. mit Sport Chrono-Paket 5,9 Sekunden) um auf Marke 100 zu preschen. Für ein zwei Tonnen schweres SUV sind diese Werte allerdings immer noch sehr ansehnlich.


Von den kurvenreichen Straßen direkt ab ins Gelände – für den Cayenne kein Problem.

Obwohl das Exterieur-Design sportlich gestrafft wurde, ist die neue Generation immer noch unverwechselbar als Cayenne zu erkennen. Das SUV gewann 63 Millimeter mehr Außenlänge bei unverändertem Radstand (2. 895 Millimeter), verlor beinahe einen ganzen Zentimeter Dachhöhe und auch die Seitenscheibengrafik ist nun schmaler. So wirkt der gestreckte Cayenne mit seinen neuen Proportionen gleich auf den ersten Blick sportlicher und dynamischer als sein Vorgänger. Auf der Motorhaube thront ein markanter Powerdome, der bereits vermuten lässt, dass sich Porsche auch bei der Motorstärke keine Blöße gibt. Die großen Lufteinlässe am Bugteil sind bei Cayenne und Cayenne S durch silberfarben verkleidete Lamellen für eine optimale Kühlung der Turbomotoren geprägt, wobei die vergrößerten Lufteinlässe beim Cayenne Turbo durch die Kombination von matten und hochglänzenden schwarzen Flächen wie ein einziger durchgängiger Lufteinlass wirken.
Neu ist bei der Heckansicht nicht nur die Glasoptik im dreiteiligen Leuchtenband, denn darunter befindet sich ein dreidimensional gestalteter „PORSCHE“-Schriftzug, sondern auch der geradlinig verlaufende Dachspoiler, der beim Cayenne Turbo ein besonders Highlight darstellt. Das Top Modell wurde nämlich als erstes Fahrzeug im SUV-Segment mit einem adaptiven Dachspoiler ausgerüstet. Um das Gesamtbild abzurunden, wuchsen auch die bereits wuchtig wirkenden Leichtmetallräder um einen Zoll an.



… ein paar weitere Highlights

und gewöhnungsbedürftige Neuheiten…



x) Mit dem Generationswechsel schlägt der Cayenne ein neues Kapitel der Verbindung von Fahrer und Fahrzeug auf, denn das SUV ist bereits in der Serienausstattung vollständig vernetzt. Hat man einmal alle Knöpfchen durchgedrückt (oder am Touchpad berührt), dann ist das Infotainment-System über die Mittelkonsole mit Direct Touch Control und 12,3-Zoll-Touchdisplay des Porsche Communication Management ganz intuitiv zu bedienen und die Einstellungen samt Fahrprogrammen und Assistenzsystemen sind leicht zu individualisieren. Besonders spannend war das Austesten der Sprachbedienung. Nach einigen kleinen Anfangsschwierigkeiten wurde auch der Befehl (oder das Jammern) “Mir ist kalt” mit einem “Es wird gleich wärmer” und zwei Grad plus erhört.

x) Mit dem neuen Cayenne führt Porsche auch eine neue Innovation in der Bremsentechnologie ein. Die Porsche Surface Coated Brake hat Scheiben mit einer extrem harten Beschichtung aus Wolframcarbid, kombiniert mit speziell entwickelten Belägen. Im Vergleich zu herkömmlichen Grauguss-Bremsen bietet das neue System durchweg bessere Eigenschaften, vor allem eine um bis zu 30 Prozent längere Lebensdauer.

x) Erstmals steht für den Cayenne als Option eine Hinterachslenkung zur Wahl. Durch das System lenkt der neue Cayenne verzögerungsfrei ein und baut an der Hinterachse deutlich früher Querbeschleunigung auf. Praktischerweise reduziert sich der Wendekreis von 12,1 Metern damit auf 11,5 Meter.

x) Die weiterentwickelte Auto-Start-Stopp-Funktion schaltet den Motor bereits beim Heranrollen an eine Ampel ab und obwohl das den Verbraucht sinkt, ist diese Neuerung definitiv gewöhnungsbedürftig. In den zügigen Fahrmodi Sport und Sport Plus ist die Funktion allerdings ohnehin automatisch deaktiviert.

x) Porsche hat die Luftfederung des Cayenne zu einem Dreikammer-System weiterentwickelt. Das bedeutet mehr Komfort und mehr Dynamik, da das Luftfederfahrwerk damit in der Lage ist, unterschiedliche Federraten mit einer sehr weiten Spreizung abzubilden und das kann man auch wirklich fühlen.

x) Jedes Modell verfügt serienmäßig über eine Wärmeschutzverglasung, die das Aufheizen des Innenraums reduziert und somit auch zu einem niedrigeren Geräuschpegel führt. Vor allem im Turbo heißt das für Auspuffgeräusch-Fans allerdings auf die Fenster, sonst hat man vom Soundkonzernt nämlich recht wenig.



Get social guys… ich bin da ja flexibel

// Facebook  // Instagram // Twitter

or mail to: pshunter@motorblock.at

Greetings from Greece,
Pacey

BMW M5 wird neues Safety-Car!

Münchner Power-Limousine

BMW M5 wird neues Safety-Car!

Was Mercedes in der Königsklasse des vierrädrigen Motorsports ist, ist BMW in der MotoGP. So stellen die Münchner schon auch jahrelang das Safety-Car in der Königsklasse der Zweiradler zur Verfügung – und diese Tradition wird 2018 fortgesetzt!



Text: Maximilian Barcelli

Abgelöst wird der M2, der derzeit die Safety-Car-Flotte in der MotoGP anführt, vom brandneuen BMW M5. Und auch der wurde, wie es für Safety-Cars nicht nur üblich, sondern auch notwendig ist, noch einmal ordentlich überarbeitet. So lassen sich viele neue Elemente am M5 finden, die zur Verbesserung der Aerodynamik dienen. Seitenschweller und ein Heckdiffusor sorgen für einen höheren Abtrieb. Dass viele Komponenten aus Karbon sind, schraubt das Gewicht des M5 hinunter und macht diesen renntauglich. Auch bei der Kühlung wurde nachgebessert.



Nebst Prototypen, die nur für das M5-Safety-Car entwickelt wurden (der Frontsplitter zum Beispiel), übernahmen die Münchner auch einiges direkt aus dem Rennsport. Stichwort: Motorhaubenverschlüsse. Weiters sitzt man in Schalensitzen, die aus dem BMW M4 GTS kommen.

Das optische Design kommt auch nicht von irgendwo, sondern ist an den BMW M8 GTE angelehnt. Dieser bayrische Bolide geht nächstes Jahr übrigens in Le Mans an den Start, der BMW M5 hat seinen großen Auftakt schon etwas früher: Beim Saisonfinale der MotoGP in Valencia vom 10. – 12. November debütiert das neue Safety-Car der Münchner!


Ferrari FXX K Evo: Am brutalsten!

Ferrari auf Steroiden

Brutal, brutaler, FXX K Evo



Schon der Ferrari LaFerrari ist ein waschechtes Hypercar und gehört zum Schnellsten, was die Straße befahren darf. Damit sind wir auch schon beim großen Unterschied zu seinen Brüdern: Denn sowohl der FXX K als auch der FXX K Evo kriegen wohl so schnell keine Straßenzulassung auf diesem Planeten. Letzterer setzt ab sofort dem Wahnsinn die Krone auf.

Text: Jakob Stantejsky



Die Herren aus Maranello schicken ihre Boliden in zahlreichen Rennserien an den Start und sammeln dabei Woche für Woche Unmengen an Daten, die sie dazu benutzen, ihr Racing Know-How zu vertiefen und ihre Fahrzeuge immer weiter zu verbessern. All diese Erkenntnisse fließen mit in den Ferraro FXX K Evo ein, der so etwas wie die fleischgewordene Essenz des Rennsports ist. Mehr Racingherzblut kann man sich als Ferrarifan gar nicht zulegen. Dabei verzichten die Italiener auf zusätzliches Aufbohren des 1050 PS-Hybridantriebs, der 860 Pferde aus seinem 6,3 Liter-V12-Benziner holt und die restlich 190 Huftiere per Elektromotor zur Arbeit bittet. Bei einem Drehmoment von 900 Newtonmetern geht es da recht munter zur Sache, wenn man sich in schamloser Untertreibung üben möchte. Ganz ehrlich, wer muss so ein Monster auch noch aufmotzen? Doch jetzt kommen wir zu den Neuerungen, die den FXX K Evo zum König der Rennstrecke machen sollen.



Da wären einerseits einmal allerhand aerodynamische Feinheiten wie der fette Heckspoiler, – der zugegebenermaßen gar nicht sooo fein, sondern ziemlich brachial ist – Vortexgeneratoren und diverse Lufteinlässe, die den Abtrieb nocheinmal deutlich erhöhen und somit für einen Anpressdruck von 640 Kilogramm bei 200 km/h sorgen, während bei Höchstgeschwindigkeit satte 830 Kilo aufs Auto drücken. Natürlich wurde auch das Fahrwerk angepasst, um mit den neuen Anforderungen zurechtzukommen. Bei allem Fokus auf die Rennstrecke darf jedoch auch im FXX K Evo das Infotainment nicht zu kurz kommen, auch wenn es sich in diesem Fall hauptsächlich mit Strecken- und Fahrzeugdaten beschäftigt. Für bessere Lesbarkeit haben die Italiener den Bildschirm also auf 6,5 Zoll vergrößert. Hightech pur gibt es auch beim Lenkrad, das nun in Richtung Formel 1-Steuer marschiert und auch die Bedienung für das KERS enthält.

Falls ihr euch gerade grün und blau ärgert, weil euer Ferrari FXX K jetzt nicht mehr top of the food chain ist, kann ich euch beruhigen. Denn in Maranello kann man nicht nur einen der knapp 40 Boliden erstehen, sondern auch seinen FXX K zum Evo aufrüsten lassen. Ich hoffe damit könnt ihr jetzt alle wieder ruhig schlummern, denn im FXX K Evo fährt euch garantiert keiner davon. Oder habt ihr etwa noch keinen?! Unverständlich, wo doch der „normale“ FXX K schon nur lachhafte 2,5 Millionen Euro kostet…