Mit dem 6er GT im Schnee spielen!

BMW Winter Technic Drive 2017

Mit dem 6er GT im Schnee spielen!

Ein Ende des SUV-Booms ist nicht in Sicht, auch BMW legt in diesem Segment gewaltig zu. Doch neben dem frischen X3 und die Ergänzung der SUV-Palette mit den brandneuen X2 und X7, geht man in München ein Wagnis ein, welches den Namen 6er Gran Turismo trägt. Wir haben den gedopten 5er auf etwas unkonventionelle Art auf Herz und Nieren getestet und waren mit dem BMW 6er GT im Schnee spielen.



Text: Maximilian Barcelli

Einen Schönheitswettbewerb hätte er wohl nicht gewonnen, der alte 5er GT. Bitte nicht falsch verstehen: Ein höchst sinnvolles Auto (für Menschen, die sich’s halt leisten können) mit tollen Platzverhältnissen, aber edles Auftreten geht nun mal anders. Das Heck war zu bullig, die Proportionen nicht stimmig. Doch in München hielt das niemanden ab, mit dem 6er GT einen weiteren Gran Turismo auf den Markt zu bringen. Wieso auch? Immerhin verkauften sich 3er und 5er GT sehr respektabel.



Und schon beim ersten Lokalaugenschein zeigt sich, dass BMW optisch ordentlich nachgebessert hat. Der neue 6er GT ist länger und flacher, was die Proportionen zurechtrückt, den Popsch etwas entschärft und dem Münchner ein dynamisches Auftreten verleiht. Ja, der 6er GT ist nicht nur schöner als sein Vorgänger, er ist einfach schön. Und am grundsätzlichen Sinn eines Gran Turismo wurde auch nicht gerüttelt: Die Platzverhältnisse im Innenraum sind ein Traum, der Kofferraum der zweitgrößte den man momentan bei BMW finden kann (nach X5) und die Sitzposition ist angenehm hoch.



Ja, im Grunde nimmt sich so ein Gran Turismo das Beste aus zwei Welten heraus: Platz, wie in einem SUV und die Dynamik einer Limousine – dass der neue BMW 6er GT dann auch noch fesch ist, ist die Kirsche auf dem Eisbecher. Diese Attribute machen ihn zum perfekten Reisebegleiter, doch wie schaut’s eigentlich im kurvigen Terrain aus? Immerhin werben die Münchner mit „Freude am Fahren“, doch ein zwei Tonnen schweres Fahrzeug spricht nicht wirklich für Dynamik. Denn obwohl uns der Motor, den wir in Sölden vor uns her bewegten, ein sattes Drehmoment (620 Nm) zur Verfügung stellt und es auch an Leistung (265 PS) nicht mangelt, fehlt es dem 6er GT durch den langen Radstand und dem hohen Gewicht einfach an Spritzigkeit – dachten wir.



Doch kommen wir zuerst zum eigentlichen Sinn des Fahrzeuges. Gran Turismo bedeutet große Reise – und wir stellen uns so eine lange Fahrt in den Urlaub mit dem 6er GT eigentlich ziemlich smooth vor. Das Interieur ist vom 5er übernommen und lässt uns wieder mal verwundert zurück. Wie man es schaffen kann, derart viele Knöpfe an der Mittelkonsole anzubringen und dennoch so ein aufgeräumtes Cockpit vorzuweise, ist uns wirklich ein Rätsel. Ansonsten sind die Sitze vom allerfeinsten und alles andere sowieso. Wie man komfortabel unterwegs ist, weiß man in München.



Und wie man sportlich unterwegs ist, eigentlich auch (Wir erinnern uns freudig an den M240i xDrive, der uns in Wien zwei Wochen begleitet). Doch stellen wir uns nun der Frage, ob so ein Trumm von einem Auto tatsächlich dynamisch zu fahren ist. Und getrost können wir sagen: Ja. Im Schnee, ja. Der Allradantrieb fügt der Hinterachse mehr Kraft zu, was unseren 630d xDrive zu einer kleinen Heckschleuder mutieren lässt, die uns einen Drift nach den anderen liefert und uns dabei ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wobei, kleine Heckschleuder? Mehr als fünf Meter misst der 6er GT in der Länge, der Radstand beträgt stolze 3060 Millimeter. Doch was im Innenraum für ein üppiges Platzangebot sorgt, macht der Sportlichkeit eigentlich den Garaus. Dachten wir (wieder einmal), doch BMW sorgt mit allerlei Gegenmittel für eine tolle Dynamik. Zum Beispiel sorgt die Integral-Aktivlenkung für einen kleineren Wendekreis und ein sportlicheres Fahrverhalten in Kurven, ebenso wie die Wankstabilisierung. Klar, auf Schneefahrbahn fühlt sich ein Auto mal schnell dynamisch an, doch auch die, von Serpentinen und Kurven gespickte, Passstraße meisterte der 6er GT tadellos. Unfassbar ist es auch, und dieses Lob dürfen gerne auch andere Hersteller mitnehmen, wie die Elektrik einen heutzutage rausreißt.



Gut, auf Schneefahrbahn wird das alles verstärkt, aber trotzdem: In der letzten Zeit mal ein flott bergab-fahrendes Fahrzeug ohne ABS runtergebremst? Auf Schnee ganz schön hart, da trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Und auch wenn das Spielen auf der Piste mit den diversen Stabilitätskontrollen nur halb so lustig ist, überwindeten wir uns nicht nur einmal die Helferlein anzulassen und ließen uns von den feinen Eingriffen der Elektronik begeistern. Hut ab. Auch mit dem Mini Countryman haben wir (wie die Fotos zeigen) eine Menge Spaß gehabt, sollten die Bilder euer Interesse zum Fahrzeug geweckt haben, leiten wir euch hier (Countryman S E), hier (Mini Roadtrip) und hier (erste Fahrvorstellung) zu unsren Artikeln weiter.


Nordschleifenrekord für den Jaguar XE SV Project 8!

Die schnellste Limousine

Nordschleifenrekord für den Jaguar XE SV Project 8



Es hat sich angekündigt, dass der Jaguar XE SV Project 8 in Bälde die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio vom Thron stoßen würde. Doch die Zeit von 7:21,23 stellt eine Verbesserung des Nordschleifenrekordes für Serienlimousinen von über zehn Sekunden dar – eine gigantische Welt im Rennsport.

Text: Jakob Stantejsky



Die 510 Pferde starke Italienerin hat den Titel mit 7:31,92 auch nicht irgendwem abgeluchst, sondern dem Porsche Panamera. Insofern ist es umso erstaunlicher, dass der Jaguar sie nochmals so deutlich auf Distanz halten konnte. Andererseits spuckt das britische 5,0 Liter-Achtzylinder-Aggregat auch 600 PS aus, was doch eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Giulia darstellt. So ist es dem Project 8 schlussendlich möglich, die Runde in die Grüne Hölle zu knallen, die ihr im Video unten bewundern könnt. Da muss schon gesagt sein: Egal was für ein Monster der auf 300 Exemplare limitierte (ja, das zählt als Serie) Jaguar XE SV Project 8 auch sein mag, die Künste des Fahrers sind mindestens ebenso erstaunlich. Hier sind beide waschechte Raubkatzen, Mensch sowie Maschine.


Jeep Wrangler: Ein Dino am Weg in die Zukunft

Ein Dino am Weg in die Zukunft

Der neue Jeep Wrangler



Er fuhr schon durchs Gelände, als die Anderen noch gar nicht wussten, dass 4×4 keine Rechenaufgabe ist. Und er war schon ein Lifestyle-Auto, als man SUV noch nicht buchstabieren konnte – kein Allradler hat eine derart lange Tradition wie der Jeep Wrangler. Schließlich reichen seine Wurzeln zurück bis zum Willy’s Jeep von 1942 und selbst in einem halben Dutzend Generationen hat sich nicht einmal am Design viel geändert. Wenn Jeep deshalb jetzt auf der Autoshow in Los Angeles das Tuch von der nächsten Auflage zieht, ist das auch kein Retro-Auto und keine Kopie, sondern einfach nur das nächste Kapitel einer ziemlich langen Geschichte – und es spricht vieles dafür, dass es ein gutes wird. Denn auch bei der neuen Generation halten die Amerikaner ihren alten Tugenden die Treue.

Von Thomas Geiger



Der nächste Wrangler sieht deshalb trotz der neuen optischen Größe, die mit dem Zollstock nur bedingt nachzuvollziehen ist, trotz des kleinen Knicks im Grill, der LED-Scheinwerfer und der etwas stärker geneigten Frontscheibe nicht nur aus wie früher, sondern er ist auch genauso gestrickt. Es bleibt beim obligatorischen Allradantrieb, beim Untersetzungsgetriebe und bei Geländeeigenschaften, bei denen sich ein Tiguan oder ein RAV-4 beschämt im Straßenstaub wälzen. Der legendäre Rubicon-Trail in der Wüste von Moab jedenfalls ist für den Wrangler wieder nur ein besserer Spaziergang, versprechen die Entwickler.



Angeboten wird der Klassiker wie bisher als kurzer Drei- oder als langer Fünftürer und natürlich gibt es wieder ein halbes Dutzend Aufbauvarianten: Beide Modelle kann man mit Hard- oder Softtop bestellen, kann sie zum Cabrio umbauen oder die Türen herausnehmen und wie eh und je kann man auch wieder die Frontscheibe umklappen. „Das macht zwar kein Kunde, aber es sieht cool aus und ist bei keinem anderen Auto möglich“; rechtfertigt Chefdesigner Mark Allen den Aufwand.



Währen der Wrangler von außen aussieht wie immer, weht innen ein neuer Wind. Zwar mühen sich die Amerikaner tapfer um einen rustikalen Look von Freiheit und Abenteuer – aber ohne großen Touchscreen und ein riesiges Display zwischen den Rundinstrumenten geht es offenbar nicht. Dafür wirken die Bedienelemente drum herum so wunderbar analog, als wären damit auch die GIs im Kalten Krieg schon zurechtgekommen.



Auch unter der Haube ist alles neu und bleibt trotzdem beim Alten. Denn von der angekündigten Hybrid- oder Elektrovariante ist aktuell erst einmal keine Rede, sondern es gibt nur konventionelle Vier- oder Sechszylinder: Für die Ottofraktion sind das ein weiterentwickelter V6 mit 3,7 Litern Hubraum und 285 PS oder ein nagelneuer 2,0-Liter-Turbo mit 270 PS und für den Weltmarkt kommt noch ein 2,2 Liter großer Diesel mit 197 PS.



Zwar wird für den neuen Wrangler niemand ein modernes SUV stehen lassen, so dass der Wagen für Tiguan & Co kaum eine Gefahr ist. Aber dafür erhöht Jeep den Druck auf Land Rover und holt für diese Mission auch noch Mercedes ins Boot. Schließlich bringen die Schwaben im Januar nach bald 40 Jahren eine neue G-Klasse und schreiben so ebenfalls weiter an der Geschichte einer Legende – und vom neuen Defender, der als dritter im Bunde der SUV-Saurier gilt, ist noch immer nichts zu hören.

Infiniti Q30: Schaurig schön

Schaurig schön

Unterwegs im Infiniti Q30



Im nebelverhangenen Ottakringer Wald pirscht sich eine anthrazitgraue Erscheinung an. Die Augen bedrohlich leuchtend, das Maul weit aufgerissen, baut sich der Infiniti Q30 bullig vor seiner Beute auf. 211 Pferdestärken brüllen auf und das Auto prescht unhaltbar los…

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Eryk Kępski



Zugegeben: Der Alltag, den ich die letzten zwei Wochen im Infiniti Q30 verbringen durfte, stellt sich dann doch nicht so dramatisch dar, wie ich ihn soeben skizziert habe. Doch irgendwie muss ich diese schaurig schönen Fotos ja würdigen, die unser lieber Eryk geschossen hat. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um unsere schönsten Testautobilder des Jahres 2017. Das liegt aber keineswegs nur an der herrlich düsteren Stimmung an jenem nebeligen Novembertag, sondern vor allem am Q30 höchstselbst. Denn wie sein langbeiniger Bruder QX30 macht auch er eine ausgezeichnete Figur, egal, wo er steht. Schnittig und energisch, ohne jedoch in jenes Sicken-Kanten-und-Spoiler-Fieber vieler japanischer Kollegen zu verfallen, macht er auf lässige Art und Weise auf sich aufmerksam. Dennoch bleibt eine gewisse Erhabenheit, nennen wir sie Coolness, gewahrt, schließlich gehört auch der kleinste Infiniti – als Nobelmarke von Nissan – in die Oberklasse.



Dieser Anspruch besteht natürlich auch deshalb, weil der Q30 auf der Mercedes A-Klasse basiert, die ja mit ihrem neuesten Update zum Luxusflitzer werden wird. Doch in Japan ruht man sich wahrlich nicht auf den Lorbeeren des Kooperationspartners aus und verlegt im Innenraum gerne noch eine zusätzliche Portion dunkelgraues Alcantara mit violetten Ziernähten. Viele Schalter und Bedienelemente kennt man genau so und/oder ähnlich aus dem Stuttgarter Kompaktwagen – für manche mag das ein ideologischer Kritikpunkt sein, doch für die Insassen kann Mercedes-Technik nie von Nachteil sein. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich in „meinem“ Q30, der alle typischen Komfortstückerln spielt, sehr wohl und habe ihn im Laufe der letzten Wochen absolut lieb gewonnen. Die ebenfalls Alcantarabezogenen Sitze bieten Fauteuilkomfort, alles ist sehr wertig und gut verarbeitet. Einzig das Display könnte noch ein Bisschen moderner wirken, ebenso wie die Aufmachung des Infotainments. Aber die nächste Generation kommt bestimmt!



Außen fesch, innen gemütlich, das klingt doch schon mal vielversprechend. Doch wie schaut es mit den Fahrleistungen und dem entsprechenden Feeling aus? Wie eingangs schon erwähnt, ist der Infiniti Q30 tatsächlich sehr spritzig unterwegs und immer darum bemüht, den Fahrer möglichst sportlich unterwegs sein zu lassen, sofern dieser das wünscht. Im Sportmodus dreht die Automatik sowieso aus Prinzip mal bis zum bitteren Ende aus, doch auch im Ecomodus sind hohe Drehzahlen drin, wenn man beherzt aufs Gaspedal latscht. Per Schaltpaddles sortiert man außerdem die Gänge selbst, wenn einem danach ist. All das soll aber nicht heißen, dass der Q30 nur rotzen kann. Denn wenn ich mal entspannt dahingleiten wollte, hat der Nobelkompakte ebenso mitgespielt. Dann schaltet er schön früh und wir flowen so dahin. Kaum trete ich wieder durch, röhren die 211 Pferde des 2,0 Liter-Turbobenziners auf unprätentiöse Weise auf und das Sportfahrwerk spannt die Muskeln an. Sowohl in der Stadt als auch am Land ist man so für alle Lebenslagen gerüstet und hat auch noch eine nette Portion Spaß.

Einen Kritikpunkt gibt es jedoch beim Thema Autobahn. Zwar ist der Q30 auch hier cool und entspannt unterwegs, in dieser Hinsicht kann und würde ich mich nie beklagen. Doch der Wählhebel für den Tempomaten wurde augenscheinlich von einem ganz besonders talentierten Spezialagenten eingebaut. Er sitzt nämlich exakt hinter der linken Lenkradstrebe, wodurch man ihn original gar nicht sieht. Sofern man sich vor der Fahrt also nicht mit den Features auswendig vertraut gemacht hat, bleibt einem nur die liebe Probiererei übrig. Bei Autobahntempo nicht gerade sinnvoll. Nach ein paar Tagen hat man sich eh so weit eingearbeitet, dass der Tempomat blind zu bedienen ist, rein prinzipiell ist das Konzept aber zweifelhaft.



Unzweifelhaft ist jedoch, dass ich den Infiniti Q30 jederzeit wieder mit Vergnügen fahren würde. Der Motor macht Freude, ohne aufdringlich zu sein, das Interieur lädt zum Wohlfühlen ein und jedes Mal, wenn ich auf das geparkte Auto zugehe, erfreue ich mich von Neuem an seinem Sexappeal. Und genau so soll es doch gerade bei einem Alltagsfahrzeug sein, schließlich will ich nicht nur fortbewegt werden, sondern auch bewegt werden. Und genau das tut der Infiniti Q30 mit Bravour – mir laufen bei all der Freude fast schon Schauer über die Haut. Man könnte also beinahe sagen: Der Infiniti Q30 ist schaurig schön, im besten Sinne.

Drag Race: Schneemobil vs. Ferrari 458 und F430 Spider

Drag Race-Spezial

Schneemobil vs. Ferrari 458 und F430 Spider



Schneemobile sind eine ziemlich coole Art, sich fortzubewegen. Die Mischung aus Motorradfeeling und Panzerkettenantrieb macht aus erwachsenen Männern schlagartig Lausbuben im weißen Pulvertraum. Doch der Spaß kann auch auf der Straße weitergehen, zumindest in einer geraden Linie. Denn im Video zeigt sich, so ein Schneemobil ist verdammt schnell. Die Ferraris kommen ganz schön ins Schwitzen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: NM2255 Car HD Videos



So schaut es also aus. Der Ferrari 458 Spider kann sich mit Müh und Not gerade noch des Schneemobilangriffs erwehren, der F430 Spider muss sich sogar geschlagen geben. Was auf den ersten Blick vielleicht bizarr erscheint – schließlich ist so ein Schneemobil doch gar nicht für den Asphalteinsatz gedacht?! – macht nach einer Runde Grübelei deutlich mehr Sinn. Denn wo im 458 und im F430 zwar 570, beziehungsweise 490, Pferde aus einem fetten V8 zu Werke gehen, da bringen die stärksten Winterschlitten maximal knapp 300 PS auf den Untergrund. Der Clou liegt jedoch (offensichtlich) im Gewicht. Hier steht es nämlich eineinhalb Tonnen zu ungefähr 200 bis 300 Kilogramm – für das Schneemobil, versteht sich. In Punkto Leistungsgewicht walzt die entlaufene Pistensau also die Konkurrenten aus dem warmen Italien brutal nieder.

Die Traktion stimmt bei dem Raupenantrieb natürlich auch, zumindest wenn es um das ruckartige Beschleunigen geht. In der Kurve würde das Schneemobil bei dem Tempo sicher ordentlich abschmieren, allerdings könnten die Ferraris sicher auch keine flotte Sohle auf die Piste legen. Wie auch immer, die Sicherheitskleidung des Schneemobilpiloten weiß zu gefallen und macht ihre Sache im Ernstfall zweifellos ausgezeichnet. Aber das ist ja seine Entscheidung, vielleicht steht der Typ auch einfach auf Ganzkörperschürfwunden.

Blinder Passagier: Ein Luchs im Kühlergrill

Hoppala …

Blinder Passagier: Ein Luchs im Kühlergrill

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wem ist das noch nicht passiert? Gemütlich fährt man zur Mama aufs Land, weil Weihnachten, Geburtstag oder einfach gutes Kind, doch die Ankunft fällt alles andere als erfreulich aus.



Text: Maximilian Barcelli

Fragend guckt man aus der Windschutzscheibe die Mama an, die kreischend auf den Kühlergrill blickt. Wieso? Weil ihr gerade 50 Meilen einen edlen Luchs mitgeschleppt habt! Wobei bei uns in Österreich ja eher Kühe in Frage kommen würden.

Genau dies passierte einer Dame aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die am Weg in die Arbeit einen Luchs rammte. Mit dem blinden Passagier, der im Kühlergrill des Toyota Prius verweilte, fuhr sie dann noch ganze 50 Meilen (etwa 80 Kilometer). Was sich jetzt ganz lustig liest, schaut auf den Bildern eigentlich ziemlich traurig aus. Doch wir können Entwarnung geben, der Luchs ist gesund und munter. Ende gut, alles gut.


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Foto: © WTVR.com, Screenshot Video

Ein ausgebrannter Ferrari 512 um … 40.000 Dollar!?

Ein echtes Schnäppchen?

Ein ausgebrannter Ferrari 512 um 40.000 Dollar



Gebrauchtwagenhandel ist sowieso eine Wissenschaft für sich. Doch wenn man ins Detail geht und Autos kauft, um sie auszuschlachten und dann die Teile gewinnbringend weiterzuverkaufen, dann muss man sich seiner Sache schon ganz sicher sein. Umso mehr überrascht es mich, dass dieser komplett ausgebrannte Ferrari 512 aus 1983 tatsächlich um circa 40.000 Dollar den Besitzer gewechselt hat.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: copart.com



Ferrari-Ersatzteile sind schweineteuer, das mag schon stimmen. Aber welche Stücke man aus diesem Wrack noch retten will, erschließt sich mir nicht ganz. Die Felgen gehen vielleicht größtenteils in Ordnung, auch Teile der Front mögen zumutbar sein. Der Motor schaut zwar äußerlich okay aus, doch ob seine Einzelteile die lodernde Hitze wirklich unbeschadet überstanden haben, wage ich zu bezweifeln. Vom Getriebe (laut Anzeige ist es automatisch, auf den Bildern kann man jedoch eindeutig einen manuellen Schalthebel erkennen) ist nicht allzu viel zu erkennen, allerdings dürfte es auch nicht gerade unberührt geblieben sein – doch wer weiß, vielleicht täusche ich mich ja. Das gesamte Interieur ist jedenfalls zu hundert Prozent unrettbar über den Jordan, da kann kein Bastler mehr etwas daran drehen.



Die Versteigerung ist mittlerweile zu Ende, jemand hat sich den Schrotthaufen also tatsächlich gegönnt. Ein paar Stunden vor dem Verkauf lagen die Gebote bei über 39.000 Dollar, daher unsere endgültige Preisschätzung. Wegen einiger tausend Dollar mehr oder weniger muss man hier aber nicht ins Grübeln verfallen, schließlich kann man sich um diesen Betrag so oder so zahllose Autos als Neu- oder Gebrauchtwagen anschaffen. Die fahren dann sogar. Großer Pluspunkt. Ich hoffe nur der Käufer weiß, was er da tut und beißt sich nicht demnächst in seinen Allerwertesten…

Das BMW X2 Cabrio

Oben-ohne im Gatsch

Das BMW X2 Cabrio

Als wäre der BMW X2 nicht schon genug extrovertiert, gönnt der Designer X-Tomi dem unkonventionellem SUV aus München noch eine Cabrio-Version, die uns zwiegespalten zurücklässt.

Text: Maximilian Barcelli

Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die SUV-Coupés nicht zu ihrer Lieblingsgattung Fahrzeuge zählen. Eigentlich unverständlich, kombinieren SUV-Coupés das schlechteste aus zwei Welten … äh, was?

Naja, egal. Nebst dieser bereits etablierten Variante des Sport Utility Vehicle hat der SUV-Boom sogar noch verrücktere Kreationen gefordert: Das SUV-Cabrio. Wobei wir ehrlich zugeben müssen, dass wir uns das Evoque Cabrio alles andere als unnütz vorstellen. Immerhin punktet der Range Rover mit Geländetauglichkeit, Komfort und dem Gefühl der Freiheit. Zwar brilliert er in den einzelnen Punkten nicht wie etwa ein Land Rover Defender, eine S-Klasse oder ein MX-5, dafür ist er eben ein starker Allrounder.

Ein neues Mitglied in der SUV-Coupé-Familie ist der BMW X2. Dass die Münchner dieses Segment begründet haben, macht den Wagen ganz besonders interessant. Und wie ein BMW X2 Cabrio aussehen könnte, zeigt uns der Designer x-Tomi!


James Mays Kandidat für The Grand Tour: Ein Autodieb

Ein Autodieb solls richten

James Mays Kandidat für The Grand Tour



Clarkson hat es mit Weltstar Mark Webber probiert, Hammond ging die alternative Route mit einem unbekannten Stuntdriver. Beide mussten schlussendlich einsehen, dass es jeweils ein Schlag ins Wasser war. James May hat nun einen besonders guten (?) Einfall: Ein Autodieb solls richten! Frei nach dem Motto: Drive it like you stole it – wie die Engländer eben so sagen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: The Grand Tour



Mays Logik ist ja eigentlich durchaus einleuchtend: Ein geläuterter Autodieb als Fahrer bedeutet Action und Leidenschaft. Schließlich ist Spektakel in einer Show wichtiger als Rundenzeiten, oder? Clarkson und Hammond sind zuerst – erwartetermaßen – anderer Meinung, müssen dann jedoch zugeben, dass der Mann am Steuer eine wirklich ansehnliche Sohle auf den Asphalt legt. Doch gerade als die Beiden anfangen, Mays Kandidaten ernst zu nehmen, geschieht das Unausweichliche. Denn wenn Webber sich nicht aus seiner Rolle aus Porsche-Botschafter befreien konnte und auch der Stuntdriver seiner Berufskrankheit nachgeben musste, was tut dann wohl ein ehemaliger Autodieb, wenn man ihn in einen BMW M4 CS setzt?

Soundvergleich: Alt vs. Neu

Radetzky-Marsch

Soundvergleich: Alt vs. Neu

Der Klang ist ein elementarer Bestandteil eines Vehikels und trägt viel dazu bei, wie dies oder jenes Auto aufgenommen wird. So machte uns der rotzfreche Sound des Fünfenders im Audi RS3 ein wenig süchtig, während wir vom Reihensechser, der im BMW M240i seine Arbeit verrichtet etwas enttäuscht waren.



Text: Maximilian Barcelli

Vergleichen kann man verschiedene Motorenklänge quer durch die Bank. Italienische Supersportwagen zum Beispiel, deutsche Power-Kombis oder amerikanische Fahrzeuge mit asiatischen. Auch die diversen Sounds von Autos aus den unterschiedlichsten Epochen lassen sich fein vergleichen – und genau dem ging der YouTube-Kanal Car vs Car nach.

So tummeln sich alte Ford Mustangs sowie neue im Video und lassen bei uns eine Gänsehaut zurück. Einen Auftritt in diesem Musikstück der Sonderklasse haben auch eine Viper, ein Audi R8, ein Nissan Skyline sowie sein modernes Pendant der Nissan GT-R – und viele andere Autos die eins gemein haben: Einen unglaublich schönen Sound. Weil man Klänge nur schwer beschreiben kann, seht ihr euch das Gesamtkunstwerk von Car vs Car am besten selber an. Viel Spaß!