Das Rennen der Gebrüder Hunt

275 PS Maserati Levante vs. 1 Pferdestärke

Bei einem solch ungleichen Rennen geht es meist mehr um die Ehre als den Sieg, doch wenn dabei zwei Brüder gegeneinander antreten, dann schenkt wirklich keiner dem anderen auch nur einen Meter.

by Patrizia Zernatto

Car vs. Horse

Maserati wollte es wissen und schickte den ersten Ableger der SUV-Klasse ins Rennen. Levante gegen Dinnie O. hieß es am malerischen Grund des Chavenage House Estates in den Cotswolds. Dinnie O. ist allerdings kein neuer asiatischer Geländewagen, sondern ein Vollblut-Pferd mit erfolgreichem Stammbaum. Ungleiches Rennen, sollte man meinen, allerdings mussten sich die Italiener erstmals nicht auf dem Asphalt, sondern über Stock und Stein beweisen.

Doch hier nun endlich zum Rennen. Den Kampf um den schöneren Namen hat der Maserati schon vor dem Rennen gewonnen, denn “Levante” zergeht einem regelrecht auf der Zunge. Hinter das Steuer des geländegängigen Dreizacks ging niemand geringer als National Hunt Trainer, seines Zeichens Maserati Ambassador, Dan Skelton. Doch mit National Hunt Jockey Harry Skelton ging es auch hoch zu Ross nicht weniger rühmlich zu.

“We’ve always been ultra-competitive and of course I never like losing to my brother. The challenge was something very different to my usual day job, and I’m hoping Dan will lend me the keys to his Levante soon so I can get behind the wheel for a test drive.”, meint Harry Skelton.

Der langen Rede kurzer Sinn: Das Q4 All-Wheel-Drive System des 3 Liter V6-Diesels mit 275 PS verhalf dem SUV beim Point-to-Point Race trotz schwierigen Terrains zu einem knappen Sieg gegenüber dem 1 PS-igen “4×4” des Pferdes.

Obwohl der Levante mit über 85.000 Euro zu Buche schlägt, kann man annehmen, dass ein erfolgreiches Point-to-Pointer-Ross wie Dinnie O. wahrscheinlich noch mehr kostet als das Luxus-SUV.

Photo & Video Credit: Maserati GB