Die Underdogs aus den Staaten

6 Muscle Cars abseits des Mainstreams

Dodge Charger, Pontiac GTO oder Ford Mustang (auch wenn das eher ein Pony Car ist) sind die Klassiker, wenn es um Muscle Cars geht. Jeder kennt sie, jeder will sie. Doch es muss nicht immer altbekanntes sein. Auch andere Mütter haben schöne Karren, oder so.

Text: Tizian Ballweber

Um die Liste zu verstehen, klären wir zuerst einmal, was ein Muscle Car ist. Laut dem „Muscle Car Club“ definiert sich ein Muscle Car so: „Ein Muscle Car ist ein Fahrzeug mittlerer Klasse das performanceorientiert ist, von einem großen V8 angetrieben wird und einen erschwinglichen Preis hat.“ Sie stellten also das Top Modell einer Baureihe dar. Die billige Einstiegsversion eines zweitürigen Powercoupés mag zwar aussehen wie der „Real-Deal“, aber wenn es eben nicht die Topversion war, war es eben auch keim Muskelprotz.

Ford Torino

Der große Bruder des Mustangs. Die zweitürige Version des Ford Fairlane bekam in der obersten Ausstattungsvariante den Namen Torino verpasst. Später dann auch als Gran Torino bekannt. Etwas Bekanntheit erlangte er als Auto von Starsky und Hutch und natürlich als Namensgeber für den Film von Clint Eastwood.

Plymouth Road Runner

Den kennt ihr. Ganz sicher. Denn im Prinzip ist das nicht anderes als ein Dodge Charger in einem leicht veränderten Blechkleid. Auf der B-Plattform wurden alle Mid-Size Autos von Chrysler gebaut. Der Road Runner wurde nach der legendären Cartoonfigur benannt. Die verlieh dem Plymouth sogar die Stimme: bei Betätigung der Hupe ertönte ein „Miep-Miep“ anstatt des gewohnten Hupens.

Chrysler 300

Wenn man es ganz genau nimmt, war der Chrysler 300 das erste Muscle Car. 1955 kam der 300 als das stärkste US-amerikanische Serienfahrzeug auf den Markt. Der Hemi-V8-Motor mit 5,7 Liter Hubraum produzierte eine Leistung von 300 PS. Doch damals war der Begriff Muscle Car noch nicht bekannt und der 300er wurde eher von reichen Gentlemen als von High-School-Jungs gefahren. Erst 1970 kam mit dem Hurst 300 ein richtiger Performance 300er auf die Straßen der USA.

Oldsmobile 442

Nach dem Baukastensystem bauen nicht nur heutzutage Hersteller ihre Autos. Auch in den 60ern und 70ern war das nicht anders. Auf der Basis der Chevrolet Chevelle basierte nämlich auch der 442 von Oldsmobile. Die Zahl steht für den 4-fach-Vergaser, das 4-Gang-Getriebe und die 2-Rohr-Auspuffanlage.

Buick Gran Sport

Ebenso wie das Oldsmobile, baute auch der Buick Gran Sport auf einer Plattform aus dem Regal von GM auf. 350 PS waren nicht nur damals eine Menge, sondern sind es auch heute noch.

Mercury Cyclone

Bisher waren sicher Autos dabei, von denen die meisten schon mal was gehört. Anders bei dem hier. Die Marke Mercury gehörte zu Ford, bis 2011 dann Schluss war. Positioniert war die Marke über Ford. Auf den Fahrzeugen des Mutterkonzerns bauten aber dennoch alle Modelle auf. Der Ford Fairlane stand zum Beispiel von 1966 bis 1969 Pate für den Cyclone.