Detailfragen zur Verbesserung

Alfa Romeo Giulietta nuova

Man hat nachgebessert an der Giulietta. Was aus einem guten Auto ein noch besseres machte. Wäre aber auch nicht nötig gewesen.

von Franz J. Sauer

Viel grundlegender war da schon das letzte Facelifting, welches etwa das Interieur massiv veredelte. Dass wir nun mit einer neuen Schnauze, neuen Logos und neuen Schriftzügen verwöhnt werden, freut uns zwar, wird aber erst bei den Gebrauchtwagen-Suchern auf willhaben.at in 10, 15 Jahren bedeutung haben: „Und, was hast gefunden?“ „Giulietta, dritte Serie.“ „Ah! Mit der Grinseschnauze?“ „Genau die.“

Doppelkupplungs-Diesel

Weiters kommt mit der frischen Überarbeitung eine neue Motor-Getriebe-Kombi über uns: der 1,6 JTDm 120 PS Selbstzünder findet ab sofort mit dme Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe TCT statt. Das soll, ein paar elektronische Nachjustierungen vorweggenommen, jenen Durchzug bringen, der sonst nur den stärkeren Dieseln vorbehalten bleibt. Die Kennzahlen: 120 PS, 320 Nm Drehmoment bei 1750 U/min, 10 Sekunden auf 100, 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch. Ein rundes Paket, das.

Wirklich fett präsentiert sich die Giulietta im Veloce-Paket, mit dem kraftvollen 241 PS 1,8 TBi Benziner, den man aus dem 4c kennt. Auch hier mit Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet wird echtes Limousinen-Feeling im sportlichen Gewand präsentiert, einige Design-Akzente streichen hier die Optikretuschen insofern hervor, dass man unterbewußt bemerkt, eine neue Giulietta vor sich zu haben. Das Modell wird in Österreich aber eher Nischenprodukt bleiben, vom neuen 1,6er Diesel mit TCT erhofft man sich da weit mehr Absatz.

Vorhut auf die Giulia

Im Mailänder Marketingsprech wird die neueste Giulietta als „Roter Teppich zur neuen Markenwelt von Alfa Romeo“ angepriesen, was man als Zuckerl für die Wartezeit auf die famose Giulia eindeutschen kann, für die es noch immer keinen Erscheinungstermin gibt. Tröstlich hierbei: bei unseren ersten Testfahrten am heiligen Asphalt von Balocco wieselte gelegentlich eine Test-Giulia durchs Geläuf, es gibt sie also wirklich. Und nicht minder erfreulich für Sportfreaks wie uns: die Giulietta wird wohl bis auf weiteres der letzter Fronttriebler bei Alfa sein.

Die überarbeitete Alfa Romeo Giulietta startet in Österreich ab 22.950 Euro.