Audi R8 Spyder

Frischwindzufuhr

Der Audi R8 Spyder ist schnell: Von Null auf 100 in 3,6 Sekunden, von Zu auf Auf in 20 Sekunden! Ab Sommer geht’s los.

Von Thomas Geiger

Dach runter, Mundwinkel rauf – nach diesem Motto bringt Audi den R8 im Sommer auch wieder als Spyder an den Start: „Mit spontaner Gasannahme, schnellem Hochdrehen und unnachahmlichem Klang sorgt sein Saugmotor für pure Emotion“, sagt Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch zur Premiere auf der Motorshow in New York und kitzelt schon mal am Trommelfell der erlauchten Kundschaft: „Denn im Vergleich zum Coupé ist der Motorsound im offenen Hochleistungssportwagen jetzt noch intensiver zu erleben.“ Allerdings werden die sonnenhungrigen Schnellfahrer auf dieses Erlebnis noch ein wenig warten müssen. Denn vor den Sommerferien dürfte es mit der Auslieferung zu geschätzten Preisen ab 180.000 Euro knapp werden.

Schärfer gezeichnet als der Vorgänger, noch präziser angestimmt und viel konsequenter auf den Fahrer zugeschnitten als bisher, baut Audi einmal mehr auf ein klassisches Stoffverdeck und eine separate Heckscheibe, die bei offenem Dach als zweites Windschott dient und bei geschlossener Haube eine Liveschaltung zum Konzert im Heck ermöglicht.

Dann hört man noch besser jenes faszinierende Orchester mit zehn Zylindern, das seine Kraft aus 5,2 Litern Hubraum schöpft, willig bis knapp an die 8.000er-Marke dreht, sich mit 540 PS und 540 Nm ordentlich Gehör verschafft und jede Menge frischen Wind auf die Überholspur bringt. Nicht umsonst schießt der natürlich serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattete Spyder in 3,6 Sekunden auf Tempo 100, fährt nach 11,8 Sekunden schon 200 km/h und jagt bei Vollgas mit bis zu 318 km/h der Sonne entgegen.

So schnell das Auto ist, so langsam wirkt allerdings das gerade einmal 44 Kilo schwere Verdeck, für das Audi geschlossen eine besser Dämmung und offen weniger Verwirbelungen reklamiert. Denn zumindest für quälend lange 20 Sekunden müssen sich die Kunden mäßigen und das Tempo unter 50 km/h halten, wenn sie danach den frischen Wind auf der Überholspur genießen wollen.