• And the OSCAR goes to ...

    OSCARS

Auch Darsteller aus Blech und Benzin verdienen Auszeichnungen. Wir vergeben hier die Auto-OSCARS für die tollsten 28 Filmkarren.

Text: Franz J. Sauer

CHRISTINE

Mit einem Horror-Shocker-Grusel-Klassiker aus der Feder von Stephen King startet unsere Bilder-Schau. Christine, ein 1957-Plymouth Fury entwickelte ein bösartiges Eigenleben, terrorisierte seine Besitzer quasi als Dank dafür, dass sie sie zuerst liebevoll aufpäppelten. Am Schluss stirbt Christine übrigens den gerechten Schrott-Tod.

Bullit

Steve McQueen in der legendären Rolle des Polizisten Steve Bullit, der unkonventionelle Ermittlungsmethoden ebenso liebt wie schnelle Autofahrten in seinem Mustang GT. Regisseur Peter Yates ließ McQueen bei der Darstellung seiner Rolle viele Freiheiten, unter anderem jene, seine Stunts selber zu fahren. Das stellte der eitle Darsteller auch gerne unter Beweis – indem er in voller Fahrt seinen Kopf aus dem Fenster streckte etwa.

Le Mans

Weiters legendär: der Rennfilm „Le Mans“, ebenfalls mit Steve McQueen, diesfalls sogar von und mit. Für die Stuntfahrten mit den echten Rennautos auf dem echten Nürburgring zeichneten zum Teil übrigens die österreichischen Haudegen (und späteren Kawasaki-Importeure) Peter Huber und Erich Glavitza verantwortlich.

Rebels

Auch James Dean war bekanntlich ein großer Car-Guy. Zentrales Element eines seiner drei Filme „Denn sie wissen nicht was sie tun“ war ein illegales Autorennen mit einem Mercury V8, bei dem Natalie Woods sein persönliches Grid Girl gibt, das aber freilich tragisch ausgeht. Dean selbst starb bekanntl ich am Steuer seines privaten Porsche 550 Spyder. Berühmte letzte Worte: „Der Kerl muss uns gesehen haben …“.

To Catch a Thief

Dieser wunderbare Sunbeam Alpine, pilotiert von der nicht minder wunderbaren Grace Kelly .. hostet eine wunderbare Schlüsselszene im Streifen „Über den Dächern von Nizza“ mit der späteren Fürstin von Monaco und Cary Grant. Grazia Patrizia verunglückte übrigens 27 Jahre später nicht weit vom Drehort der wilden Autofahrt tödlich.

Goldfinger

Der bislang legendärste Bond-Streifen war nach vielfach übereinstimmender Meinung das 1964er-Abenteuer „Goldfinger„, wo ein entfesselter 007 Sean Connery den wunderbaren Gert Fröbe jagt. Sein Einsatzfahrzeug hierbei: ein Aston Martin DB 5. Selbiges Schmuckstück kommt übrigens im letzten James Bond-Abenteuer „Skyfall“ nochmal vor. Und wird leider völlig zerstört …

The Spy who loved me

In den Seventies – Roger Moore gab mittlerweile James Bond – wechselte 007 im Geheimdienst ihrer Majestät auf einen Lotus Esprit, der im Film „Der Spion der mich liebte“ zu Land wie zu Wasser eine gute Figur machte.

A View to a Kill

In seinem letzen Auftritt im Geheimdienst ihrer Majestät zerstörte Roger Moore gleich in der Anfangsszene einen armen, unschuldigen Renault 9, der Bond trotzdem noch rettet, seinem Frontantrieb sei Dank. Im Laufe des Streifens werden naturgemäß noch andere Fahrzeuge zerstört.

The World is not enough

Mitte der Neunziger wechselte Bond – längst inszeniert von Pierce Brosnan – gar zu BMW. Und ließ einen hochedlen Z8 einer bösen Riesen-Kreissäge zum Opfer fallen. Mit dem Film „Die Welt ist nicht genug“ lief der Deal mit BMW auch schon wieder aus, man kehrte wieder zu britischem zurück.

A Quantum Solace

Und schließlich Daniel Craig. Zurück bei Aston Martin (nachdem schon Pierce Brosnan in seinem letzten Streifen wieder zu den Briten zurückgekehrt war). Der ebenfalls gleich in der Anfangsszene tätig wird und einen schönen DBS vollständi vernichtet. Im neuesten Einsatz namens „Spectre“ ab Herbst fährt er wieder Aston. Und diesmal sogar ein ganz neues, eigenes Modell.

Knight Rider

Der Pontiac Trans Am von David Hasselhoff hat wohl das aufwändigste Interieur der Welt. Was in den 80ern alles möglich war, zeigten die Ingenieure von K.I.T.T., dem schnellsten, schönsten und überhaupt besten Auto der Welt. Turbo Boost, Raketenabwehr, Scanner noch und nöcher. Aus heutiger Sicht noch immer Kult, obwohl manche Technologien von damals mittlerweile Serie sind.

Le Corniaud

Eine Art Roadmovie veranstalten Komiker Louis DeFunes und seine Mitstreiter 1965 mit dem lustigen Streifen „Scharfe Sachen für Monsieur„, in dem ein Cadillac voller Diebesgut von Italien nach Frankreich geschmuggelt werden muss. Zwecks Initialzündung wird zunächst aber mal schnell eine Ente völlig geschrottet.

Trafic

Großkünstler Jacques Tati ließ in seinem letzten, großen Werk „Trafic“ seinen Antihelden Monsieur Hulot den Nachmittagsverkehr an einer vielbefahrerenen Kreuzung regeln. Eine programmierte Katastrophe ist das Resultat …

Thelma und Louise

Die Entdeckung von Geena Davis und Brad Pitt gab das wundervolle Roadmovie „Thelma und Louise“ über die Flucht-Fahrt zweier vom Schicksal zusammengeführter wie gebeutelter Ladies. Starbesetzt mit Größen wie Susan Sarandon, Harvey Keitel oder Michael Madsen

The Big Lebowski

Auch der Dude fährt Auto. Einen Ford Crown, der im Laufe des skurrilsten wie besten aller Coen-Streifen einiges an Blessuren abbekommt. Nicht nur, aber schon auch durch die regelmäßigen Auszucker des gottvollen John Goodman alias Walter Sobchak.

Herbie

Der süße „Volksie“ mit der Nummer 53 und dem schnuckeligen Namen „Herbie“ blieb Jahrzehntelang Kultauto. Für insgesamt sieben Disney-Streifen reichte die Thematik …

Der Partyschreck

Ein Morgan Threewheeler beherrscht die Titelsequenz eines der absoluten Kultstreifen der Sechziger-Jahre: Blake EdwardsDer Partyschreck“ mit dem wunderbaren Peter Sellers in der Hauptrolle des missverstandenen Schauspielers Hrundi V. Bagshi.

Gone in 60 Seconds

Zum Showdown von „Nur noch 60 Sekunden“ teilt sich ein Shelby-Mustang namens „Eleanor“ die Szenerie mit einem entfesselten Nicolas Cage. Der V8-Sound bleibt unvergessen.

Smokey and the Bandit

Das ur-amerikanische Country-Roadmovie liefert Burt Reynolds anno 1977 mit „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ und macht damit eine noch weitgehend unbekannte Sally Field zum „feuchten Traum“ aller Cowboy-Fans. Sein Auto: Ein Pontiac Firebird Trans Am.

Hardcastle and McCormick

Zu den Serien. Auch der Coyote gefiel in Bubenzimmern rund um den Erdball. Bis zum Ende der Serie um einen pensionierten Richter und einen Ex-Rennfahrer, der von der schiefen Bahn auf die Seite der Guten wechselt, war nicht endgültig zu klären, welches Auto genau hier stets über die Flimmerkiste raste. Wikipedia weiss Rat: es handelte sich um ein Kit-Car, zunächst auf Porsche 914-Basis, später auf dem Unterbau eines DeLorean.

The Persuaders

Neben den Seidenschals von Roger Moore und den Rennfahrer-Handschuhen von Tony Curtis waren vor allem die Autos der beiden Schwerenöter Danny Wilde und Brett Sinclair wichtige Hauptrollen der Serie „Die Zwei“: Dannys Ride war ein roter Ferrari Dino 246, Lord Sinclair fuhr einen Aston Martin DBS.

The Saint

Nochmals Roger Moore. Sehr zur Enttäuschung des britischen Publikums fuhr der noble Privatdetektiv Simon Templar keinen britischen Sportwagen, sondern einen Volvo P 1800. Dieser wurde zwar bis 1965 bei Jensen nahe London assembliert, blieb aber doch schwedisch. Und wurde nicht zuletzt der Serie wegen Kult.

Columbo

Als man Inspektor Columbo Mitte der Neunziger erstmals in Pension schickte, verscherbelte das Studio den zerlemperten Peugeot 403 Cabriolet des schrulligen Kieberers an einen Fan. Der wenig später einen Mords-Reibach machte, als die Produktion von Columbo neu aufgelegt wurde und ein anderes Verhikel für den zerknautschten Ermittler – dargestellt von Peter Falk –  von Fans vehement abgelehnt wurde.

Tatort – Schimanski

Götz George, der Schmuddel-Bulle von Duisburg, blieb ebenfalls seine ganze Karriere einer französischen Automarke treu und fährt bis heute im Einsatz ausschließlich Citroen CX.

Breaking Bad

Bei zahlreichen Auto-Contests gewann der Pontiac Aztec bereits die zweifelhafte Auszeichnung, das häßlichste Auto aller Zeiten zu sein. Echten Serien-Junkies ist der Aztec allerdings liebgewonnenes Kultobjekt: schließlich fährt Meth-Koch Walter White einen Aztec. Und das die ersten fünf Staffeln von „Breaking Bad“ lang.

 

The Sopranos

Ein Italo-Amerikaner-Familienvater-Mafiaboss mit Stolz und Heimatverbundenheit wie Tony Soprano muss einen Chevy Suburban fahren. Schon allein, um darin ungestört Zigarre rauchen zu können.

 

Californication

Zu Schriftsteller Hank Moody (David Duchovny) gehört das zerlemperte 964-Elfer Cabrio wie das schwarze T-Shirt und die blaue Jeanshose. Zumindest die ersten vier Staffeln lang.

 

Ehren-OSCAR

Den Ehren-OSCAR für besondere Verdienste für die Filmwelt bekommt, tadaaaaa: das US-amerikanische Polizei-Auto der Marke Ford, das, wenn man dem Kintop glauben mag, eigentlich ausschließlich dafür gabaut wurde, in irgendwelchen Verfolgungsjagden restlos zerstört zu werden. Hut ab dafür – und mach noch lang so weiter!

 

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