Sie haben sich die Woche um anderen Dinge gekümmert, als um den Automarkt und wollen jetzt ein schnelles Update? Na dann sind Sie hier genau richtig! Hier kommt Behouneks Wochenschau KW 15.

von Rainer Behounek, Titelbild: Maximilian Lottmann

Aufreger der Woche

Ferdinand Piëch distanziert sich von Martin Winterkorn. Das ist doppel, dreifach und weißgottwievielfach wild. Zum einen, weil der eine, Piëch, der Aufsichtsratchef bei VW ist und der andere, Winterkorn, Konzernchef. Im „Spiegel“ sagt er wörtlich: „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn.“ Diese sechs Wörter schlagen ein, wie eine Bombe. Und er legt noch eines drauf: „Ich strebe an, dass an die Spitze des Aufsichtsrats und des Vorstands die Richtigen kommen.“ Das Duo Winterkorn/Piëch war bisher ein fester Richtungsgeber, wobei Piëch als eine Art Patriach stets das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen hat. Die Stimme des Machtzentrums Familie Piëch hat Gewicht, nicht nur was die Stimmenmehrheit bei Volkswagen angeht, die sie sich mit der Familie Porsche teilen. Da können noch so große und einflussreiche Personen (VW-Betriebsratchef Bernd Osterloh steht voll hinter Winterkorn) hinter dem Manager stehen, wenn der Papa sagt: „Komm Junge, oba vom Gas“, na dann kann man fasst nicht aus.

Gerücht der Woche

Didi Mateschitz möchte sein Formel 1-Spielzeug Red Bull Racing umtauschen, weil es ein wenig kaputt ist. Spaß beiseite: Der gebürtige Steirer ist ein eiskalter Kosten/Nutzen-Rechner. Wäre er das nicht, wären er und seine unzähligen Projekte jetzt nicht da, wo sie sind. Gut, gewinnen die Burschen gerade nicht, weil die Renault-Motoren schlecht sind, das Aerodynamik-Konzept schlecht ist, der Boxencrew das Kantinenessen den Magen ruiniert und sie deshalb nur halb bei der Sache sind, das Renn-Team vor ihnen in der Boxengasse die Boxenstopp-Crew immer mit kleinen Handspiegeln blendet und und und. Nach jedem Sturm kommt Sonnenschein. Und: Die Nacht ist am dunkelsten vor der Dämmerung. Kopf hoch Didi, das wird wieder!

Kopf der Woche

Robert De Niro! Der Schauspieler/Jazzliebhaber/obercoole Typ wird Enzo Ferrari im Film „Ferrari“ spielen, der 2016 rauskommt. Gedreht wird natürlich an original Schauplätzen in Italien. Ein Regisseur steht auch schon fest, auch wenn er noch nicht zugesagt hat: Clint Eastwood will das Drehbuch abwarten.

Auto der Woche

Rolls Royce-Erlkönig. Ein Erlkönig ist spannend und sagenumwoben. Das wollte Goethe so und das wollen doch auch wir. Ein Erlkönig ist geheimnisvoll, beklebt und lässt die Leute rätseln. Die Hersteller wissen um die Strahlkraft der Psychofolien-Autos und nutzen sie immer mehr für ihre eigenen Marketing-Zwecke. Und dann schießt Rolls Royce den Bock ab. Was ist das denn bitte? Das ist kein Erlkönig, das ist ein Tuning-Kit, das sich ein neureiches chinesisches Kind mit den Worten: „Kumm, schau – damit kannst auf einen Berg fahren und einen Heckspoiler gibt’s auch, das ist derzeit richtig angesagt in Europa“ einreden hat lassen. Bitte nicht. Und vor allem bitte nicht glauben, dass das Lust auf mehr macht. Tut es nämlich nicht.

Video der Woche

Ein Mann läuft beim Formel 1-GP in China über die Rennstrecke. Warum? Bitte Vorschläge! Ich denke ja, die Toilette unter der Zuschauer-Tribüne war zu und der musste so stark pullern, dass er sich für den direkten Weg entschied, weil er gehört hat, die Ferrari-Box hat ein super Klo mit beheizter Brille (noch vom Alonso). Schnell ansehen, bevor das Eccle-Imperium das Video löscht!

Motorblock-Schmankerl

Zum einen war unser Mann Philipp „Wenn ich jetzt nochmal Sand in meiner Unterhose finde, dann zuck‘ ich aus“ Stalzer in Dubai! Videos, Bilder und Texte auf motorblock und facebook!

Zum anderen hat Bosko zehn herrlich treffende Punkte zum Toyota Aygo zusammengetragen. Das Wort Goscherl hab ich nebenbei bemerkt richtig vermisst.

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