BMW M2 mit 370 PS: Mit reichlich Verspätung knallen die Bayern eine Antwort an  Audi RS3 und Mercedes A 45 AMG auf den Tisch. Oder besser: an die Piste.

Text: Thomas Geiger

Darauf haben die Fans der Freude am Fahren sehnlichst gewartet: BMW lässt sich von Audi RS3 und Mercedes A 45 nicht weiter verlachen und schlägt mit einem nicht nur von Bayern-Fans sehnlich erwarteten M2 zurück: Mit 370 PS reicht es dem neuen Ballermann aus Bayern zwar auf dem Papier nicht für die Pole Position, weil die A-Klasse seit dem Facelift auf 381 PS kommt. Doch als einziger Sechszylinder in dieser Klasse und vor allem als einziger Kraftmeier mit Heckantrieb dürfte er in der Spaßwertung trotzdem ganz vorne fahren. Und was den Showeffekt angeht, macht dem Coupé mit der flachen Silhouette und den dicken Backen ohnehin keiner etwas vor. Nicht umsonst wölben sie die Kotflügel vorn fünf und hinten sogar acht Zentimeter weiter über die 19-Zöller

Hinter den riesigen Nüstern im stolzen Bug steckt der bekannte Reihen-Sechszylinder, dem ein Twinpower-Turbo gehörig Druck macht: Mit Drehzahlen jenseits der 6 000er-Marke und einem Sound, den die M GmbH mit elektronischen Klappen in den vier Endrohren anpowert, bläst er bis zu 465 Nm aus dem Motor und erlaubt im Overboost kurzfristig sogar 500 Nm.

Die Chancen für den M2 könnten besser kaum sein. Schon allein, weil er an die Erfolgsgeschichten von 2002ti und dem Einser M Coupé anknüpft.

Das reicht für einen Sprint von 0 auf 100 in 4,5 Sekunden, und wer sich den Luxus des Doppelkupplungsgetriebes leistet, macht sogar noch einmal zwei Zehntel gut. Auch die Endgeschwindigkeit ist wie immer bei der M GmbH eine Frage des Preises: Standard sind mühelose 250 Sachen, 20 km/h extra gibts wie üblich bei M-BMWs gegen Mehrpreis.

Der BMW M2 … ein Bestseller?

Die Chancen für den M2 könnten besser kaum sein. Nicht nur, weil er an die Erfolgsgeschichten von 2002ti und dem Einser M Coupé anknüpfen möchte. Sondern vor allem, weil in der aktuellen Baureihe schon der M235i als vielleicht authentischstes Modell im BMW-Programm für Furore gesorgt und zuletzt ein Drittel aller Zweier-Bestellungen ausgemacht hat . Dass der Preis jetzt noch einmal um 12 000 Euro klettert und künftig bei 56 700 Euro in Deutschland beginnt, dürfte der Begeisterung keinen Abbruch tun. Schließlich kann man den Preissprung auch in der Gegenrichtung sehen: Denn gemessen am M3 wird der Spaß mit dem M-Modellen damit auf einen Schlag 15 000 Euro billiger.

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