Restauration deluxe

Brabus motzt zwei Mercedes 300 SL auf

Brabus kennen wir alle von diversen Raketen und sonstigen Rennsemmeln. Doch die deutschen Tuner können auch ältere Saiten aufziehen, wie man an diesem Mercedes 300 SL und seinem Roadster-Gegenstück erkennen kann.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: BRABUS Germany

Starten wir mit dem Coupé, das von Brabus eine herrlich nostalgische Lackierung verpasst bekommen hat. Die Mischung aus lindgrün und türkis erinnert zumindest mich stark an das goldene Zeitalter der amerikanischen Straßenkreuzer – was stilmäßig definitiv nichts Schlechtes ist. Auch das cremefarbene Lederinterieur strahlt Eleganz und Leichtigkeit aus. So wie das Leben eben in den 50ern war, aus denen der 300 SL stammt, denn früher war ja bekanntermaßen alles besser… Auch den Motor haben die Herren aus Bottrop komplett restauriert, ob sie denn auch ein paar Pferdchen der standardmäßigen 215-köpfigen Herde hinzugefügt haben, wissen wir leider nicht. So oder so stecken rund 4.000 Arbeitsstunden in dem Mercedes 300 SL Coupé, um Qualitätsarbeit handelt es sich hierbei also zweifellos. Billig ist der Spaß auch garantiert nicht, aber wer so einen atemberaubenden Oldtimer hat, muss ihm ja auch hin und wieder was gönnen.

Der Roadster hingegen hat eine satt dunkelblaue Behandlung erwischt, die ihn besonders vornehm dastehen lässt. Passende Räder und ein Innenraum – Gibt es sowas bei einem Cabrio überhaupt? Hähähä… – in edlen hellen Ledertönen vervollkommnen das zeitlose Meisterwerk. Auch bei diesem Exemplar wurde kein Schräubchen übersehen, so dass man quasi vor einem Neuwagen steht, der allerdings dennoch ein echter Klassiker ist. Beide Oldtimer machen jedenfalls einen ganz besonderen Eindruck, denn ein so betagtes Modell so taufrisch und makellos zu sehen, weckt durchaus Frühlingsgefühle. Vielleicht sollte ich mich im Alter auch von Brabus generalüberholen lassen…