FordGTBox

Das Ford GT Musterköfferchen

Immer diese Entscheidungen!

Ford GT Musterkoffer



Weil der Ford GT halt nicht irgendein Auto ist, macht Ford bekanntlich um den Auswahlprozess geeigneter Besitzer für den Renner viel Wind. Potentielle Kunden wird die Auswahl dank eines eleganten Musterkoffers im Carbon-Look erleichtert.

by Patrizia Zernatto

Die meisten Automobilhersteller machen viel Wind um die Gustostücke in ihrem Stall, doch Ford macht daraus ein richtiges Spektakel. Nachdem der Andrang für den limitierten GT noch größer war als erwartet, hat sich Ford nach der heißen Bewerbungsphase dafür entschieden, den begehrten Supersportwagen zwei Jahre länger zu fertigen als geplant. Während Interessenten, die also in der ersten Runde durch die Finger schauten, jetzt auf eine erneute Chance hoffen können, sind die glücklichen Auserwählten bereits einen Schritt weiter – sie dürfen ihren GT jetzt in aller Ruhe zuhause zusammenstellen.

Die potenten Kunden bekamen dazu neben der Besitzer-Broschüre auch einen exklusiven Musterkoffer, das ganz spezielle Ford GT Order Kit. Schon allein dieses schmucke Köfferchen kann sich sehen lassen, den verpackt kommt das umfangreiche Muster-Kit in einer Carbon-Schachtel mit Schnellverschluss. Dort findet der GT-Fan neben den verschiedenen Lackfarben auch eine Auswahl an Felgen und kann das weiche Leder zart streicheln.

Daher sind wir eigentlich ganz dankbar, dass wir es nicht auf die Kundenliste schafften. Abgesehen von der knappen halben Million, die das Ford-Biest kostet, könnten wir uns bei all der Auswahl ohnehin nicht entscheiden.

Photo Credit: Ford Performance

Ferrari GTC4Lusso T_5

Sportler für alle Fälle: Ferrari GTC4 Lusso T

Ferrari GTC4 Lusso T

Sportler für alle Fälle

Nach dem Meeting im Büro zum kurzen Zwischenstopp am Strand mit Surfbrett. Und dann gleich weiter, um die Kids von der Schule abzuholen. Das alles in einem Ferrari. Das hat ordentlich Stil.

by Patrizia Zernatto

Nach dem großen Erfolg des viersitzigen GTC4 Lusso mit traditionellem V-12 Motor präsentiert Ferrari jetzt die sportliche V8-Turbomotor Variante, den GTC4 Lusso T.

Laut Ferrari “ist der Wagen für Fahrer gedacht, die ein Fahrzeug möchten, dass sportlich und vielseitig, gleichzeitig aber auch perfekt für die tägliche Verwendung geeignet ist.” Viel besser hätte das Marketingteam der italienischen Nobel-Sportwagenmarke das Werbevideo dazu nicht umsetzen können: spritzig geht es nach dem Meeting aus der Tiefgarage des Bürogebäudes und da die attraktive Familie zum Glück gleich zwei Exemplare des GTC4Lusso T ihr Eigen nennt, kann Mama noch schnell zum Surfen ans Meer, während Papa inzwischen die Kids von der Schule abholt. Gemeinsam geht es dann für die sportlichen Vorzeige-Eltern zum romantischen Sonnenuntergang. Was braucht man mehr?

Nun, wir brauchen nach all dem idyllischen Familienglück zumindest ein paar Daten und Fakten zum Fahrzeug. Wie bereits kurz angeschnitten, ist der neue GTC4Lusso T mit dem weiterentwickelten 3,9 Liter-V8-Turbo ausgestattet, der maximal 610 PS bei 7.500 U/min produziert. So bringt es der kompakte “International Engine of the Year 2016” auf 157 PS pro Liter Hubraum und verspricht dabei gleichzeitig im Vergleich zum 12-Zylinder auch einen verringerten Kraftstoffverbrauch.

Eine der Innovationen im GTC4 Lusso T ist das Variable Boost-Management. Es handelt sich dabei um eine Steuerungssoftware, die den Drehmomentverlauf so anpasst, dass er dem ausgewählten Gang entspricht um die kontinuierlich kraftvolle Steigerung bei immer höheren Drehzahlen garantiert. In Kombination mit dem leichteren Gesamtgewicht durch das gewählte Triebwerk samt Heckantrieb wurde die Reichweite des Wagens um beachtliche 30 Prozent verbessert.

Und wie fährt er sich, der V8 aus Maranello? Trotz der vier Sitze und der (nur) acht Zylinder verfügt selbst dieser Ferrari-Sprössling über ausgezeichnete Leistung und kraftvolle Beschleunigung über den gesamten Drehzahlbereich. Dank der Allradlenkung ist der Wagen noch agiler als bereits bekannt und glänzt durch rasiermesserscharfes Ansprechverhalten. Durch die Dual-Cockpit-Architektur wird das Fahrerlebnis sowohl für den Fahrer als auch für den Beifahrer zum Erlebnis. Der Fahrgastraum lässt, wie vom GTC4Lusso bereits bekannt, kaum Wünsche offen, doch wie gut es den Kids während rasanten Kurvenfahrten auf den “billigen” Plätzen wirklich ergeht, können wir nur erahnen. Vielleicht ist es ratsam, ein paar „Speibsackerln“ griffbereit zu halten.

Unser auserkorenes Motorblock Highlight ist allerdings -last but not least- der Sound. Der  GTC4Lusso T hat natürlich einen einzigartigen Sound erhalten, doch vor allem den unverwechselbaren V8-Klang kann der Italiener nicht abstreiten. Dafür sorgen neben der Flat-Plane-Kurbelwelle (zur Synchronisierung der Zündfolge im Motor) auch die gleich langen Auspuff-Endrohre (um die Druckwellen in der Turbine zu optimieren) und der Auspufftopf mit besonders großem Durchmesser. Auf der eigenen Website des Supersportlers kann man sich den Motorsound in den unterschiedlichsten Fahrsituationen anhören und dieses Auspuff-Konzert in Ruhe zuhause vorm PC genießen.

Photo & Video Credit: Ferrari

Lamborghini Winter 3

Stiere im Schnee

Stiere im Schnee

Drifts und Donuts Deluxe

Text: Maximilian Barcelli

Schnee kann etwas ganz Grässliches sein. In der Stadt verwandelt sich die weiße Pracht innerhalb weniger Stunden in einen Schuh vernichtenden Matsch. Nicht so cool. Der Gitta Oma mit alpinen Wohnsitz wird diese Barriere ebenfalls mehr Sorgenfalten als Freude bescheren. Auch nicht so cool. Dennoch, Schnee kann – abseits der eben genannten Beispiele – auch für eine Menge Spaß sorgen.

Schneeballschlachten, Schlitten fahren und das obligatorische Bauen eines Schneemannes erhellen sogar in Zeiten, in denen der wohlbehütete Nachwuchs nicht mehr weiß was es bedeutet ohne allwissende Mobiltelefone auszukommen, so manches Kindergemüt. Das auch Motorfreaks wie wir unseren Spaß im Schnee haben können, wissen wir schon seit dem BMW Winter Test Drive. Diesen Spaß mit Schnee und Fahrzeug kann man allerdings noch maximieren.



Man tausche einfach einen BMW X5 gegen einen Lamborghini Aventador und siehe da, der Fahrspaß wurde auf das absolute Maximum angehoben. Möglich gemacht hat dies der Konzern 2016 in Form einer Winter Akademie selbst. Auch 2017 soll uns ein weiterer Winter Drive erwarten. Wir freuen uns schon auf die Videos! Denn allein schon das Zusehen der Stiere, wie sie einen Drift nach dem anderen ins Weiße zaubern, lässt uns binnen Sekunden das matschige Schuhwerk vergessen und auch die Gitta Oma wird den meterhohen Schnee vor ihrer Haustür aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten.


fc82

Seilziehen mal anders

Seilziehen mal anders

Mustang vs. Corvette

Text: Maximilian Barcelli

Man nehme ein paar amerikanische Motorfreaks, eine Corvette Z06 C5, einen Ford Mustang GT und fügt dem ganzen noch eine Kamera hinzu. Hat man all diese Zutaten benötigen die Motorfreaks auf der anderen Seite des Atlantiks noch ein belastbares Seil und wenn sie auch dieses haben, dann kann der Spaß so richtig losgehen. Mehr als 800 Pferdestärken, relativ fair auf die beiden Kontrahenten aufgeteilt, kämpfen um jeden Zentimeter Asphalt. Klänge sind zu hören, die einem in Nullkommanichts eine Gänsehaut bescheren.



Seilziehen zwischen zwei Fahrzeugen ist kein neuer Trend, dennoch verlieren Videos dieser Art kaum an Beliebtheit. Ob dies nun an der Rivalität liegt, die selbst beim sowohl räumlich als auch zeitlich weit entfernten Zuseher noch zu spüren ist oder an den euphorisierenden Geräuschen der auf Hochtour laufenden Motoren ist nebensächlich. Ob solche Videos tatsächlich die Leistung eines Autos wiederspiegeln sei dahingestellt, es sieht halt einfach geil aus. Also: Augen auf und genießen!


13909389_885052631600227_1807584304181747111_o

cityKARTS

Noch keine Pläne fürs erste April Wochenende?

cityKARTS startet bald in die neue Saison

Text: Maximilian Barcelli

Es soll ja Menschen geben, die alles vorausplanen. Wirklich alles. Die wissen schon ganz genau, was sie in der zweiten November Woche 2018 vorhaben. Bewundernswert. Was ich am 1. April 2017 vorhabe, dass steht jetzt schon fest. Dann startet nämlich cityKARTS in die neue Saison.



cityKARTS ist ein Unternehmen – angesiedelt im 23. Wiener Gemeindebezirk – welches dem B-Führerscheinbesitzer die Möglichkeit bietet, ein GoKart durch die Straßen Wiens zu schleudern. Die Karts, die sich bis zu zwölf Stunden lang mieten lassen, haben eine stolze Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Damit lässt sich zwar in den endlosen 30er Zonen Wiens nicht viel anfangen, spaßig ist es trotzdem.



Der wahre Grund jedoch, weshalb man sich zu einer Unternehmung à la cityKART hinreißen lassen sollte, der hat nichts mit Spaß und Freude zu tun. Ganz im Gegenteil. Mit diesen GoKarts entkommt man einem Wiener Phänomen. Dem grantigen Autofahrer! Ihr glaubt das nicht? Seht selbst:


BentleyContinentalSupersports1

Brachialer denn je: Bentley Continental Supersports

Bentley extrem

Brachialer denn je: Bentley Continental Supersports



Der neue Bentley Continental Supersports übertrifft den Vorgänger der ersten Generation nicht nur in Geschwindigkeit und Power, sondern auch, was Performance und Handling betrifft – ganz abgesehen davon, dass er einfach extrem schnittig aussieht.

by Patrizia Zernatto

Einmalige Augenweide und reinrassige Bestie – der neue Continental Supersports vereint die pure Essenz der Marke Bentley in sich. In ihm schlägt noch immer ein 6-Liter-Zwölfzylinder Biturbo-Herz, allerdings liefert das satte 80 PS und 217 Nm mehr als im Vorgängermodell. Natürlich hat Bentley dafür ein wenig am Motor gespielt, die Ladeluftkühlung verbessert, einen neuen Drehmomentwandler verpflanzt und oben drauf gab es noch die perfekt abgestimmten Turbolader.

Beauty and the Beast

Die nun 710 PS starke Maschine katapultiert den heckbetonten Allrad-Luxus-Sportler in der Coupé-Variante mit einem maximalen Drehmoment von 1.017 Nm in 3,5 Sekunden von Null auf 100, aber das Cabrio ist dem hochgeschlossenen Bruder mit 3,9 Sekunden dicht auf den Fersen.





Damit ist der Continental Supersports das bei weitem leistungsstärkste Serienmodell der Briten und lässt sogar Bentley-unübliche Gegner wie Ferrari, Lamborghini oder Porsche problemlos stehen. Die Höchstgeschwindigkeit von 336 bzw. 330 (im Cabrio) km/h wird übrigens durch 420er-Carbon-Keramik-Bremsen gebändigt, die sich hinter den ultraleichten, neu geschmiedeten 21-Zoll- Leichtmetallrädern befinden. Diese Werte haben aber auch ihren Preis. Das Coupé startet bei knapp 265.000 Euro und das schnellste viersitzige Cabrio der Welt bringt es sogar auf über 290.000 Euro.





Auf “Extreme Bentley” kann man sich übrigens im Konfiguration seinen ganz persönlichen Supersports zusammenbauen. Dort kann man sich zum Beispiel auch einen der optional erhältlichen extra brachialen Heckspoiler (wie im Video zu sehen) hinten drauf packen. Gemeinsam mit neuen Seitenschwellern, getönten Scheinwerfern und Heckleuchten, glänzend schwarzen Titan-Endrohren, Lufteinlassschlitzen und neu geformten Stoßfängern hinten und vorne (alles aus Carbonfaser) kann man das Biest in ihm nicht verstecken. Als Extra könnte man sich dann dazu aber auch noch einen seitlich angebrachten “Supersports” Schriftzug leisten – nur um sicher zu gehen, dass auch wirklich alle wissen, womit sie sich da anlegen. Wer allerdings auf Understatement setzt, dem gefällt die hochglänzenden Carbonfaser-Motorabdeckung mit Supersports-Schriftzug vielleicht doch besser.


Photo & Video Credit: Bentley Motors

BarbieR8_Lifesize

Automobilhersteller und ihre Beziehung zu Frauen

Was Frauen wirklich wollen

Automobilhersteller und ihre Beziehung zu Frauen

Frauen werden als Käufergruppe von den Automobil-Herstellern aufwendig umworben, unter anderem mit intensiven Werbekampagnen und eigenen Internet-Plattformen. Und alles dreht sich um die Frage: Welche Farbe muss Barbies Auto haben?



by Patrizia Zernatto

Frauen kaufen immer mehr Autos, doch wird meist nicht nur der Wagen selbst, sondern auch die Werbung dafür von Männern gemacht. Kann Mann überhaupt wirklich wissen, was Frau fahren will? In vielen Fällen wird an der Zielgruppe Frau zielgenau vorbeigeschossen, denn Frauen haben andere Wünsche als Männer. Es gelingt vielen Herstellern nicht, die spezielle Beziehung zwischen Frau und Auto einzufangen und kommunikativ zu nutzen. Dadurch entstehen dann Fehlkäufe – zuerst geht scheinbar ein automobiler Traum in Erfüllung, das böse Erwachen folgt dann nach den ersten Ausfahrten.

Im Alltag machen sich Nachteile schnell bemerkbar: Frau, weil etwas kleiner, erkennt etwa die Anzeigen schwer, das Umklappen der Rücksitzlehnen kostet viel Kraft oder der Rückwärtsgang lässt sich nur mit ebenso hohem Kraftaufwand einlegen. Schwachstellen, die männliche Autofahrer als Kleinigkeiten empfinden, bereiten Autofahrerinnen oft erhebliche Probleme.

Die Marketingstrategen der Automobilhersteller sind sich daher ganz und gar nicht einig, was es braucht, um die Herzen der Autofahrerinnen zu erobern. Bei Audi sieht man Frauen als einen besonders zukunftsträchtigen Markt und folglich möchte man sich stärker um diese Zielgruppe bemühen. Allerdings heißt es vom Markensprecher, ”Wir entwickeln und designen unsere Autos mit dem Anspruch, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen begeistern. Wir sehen nicht, dass es klassische, von Frauen bevorzugte Modelle oder Ausstattungsvarianten gibt.” 

Barbie gehört nicht in den Audi R8? Mutti hat ja keine Ahnung!

Trotz des oben genannten Statements von Audi findet man vor allem vom R8 unterschiedlichste “Frauen-taugliche” Exemplare. Egal ob als Tretroller für die Kleinen oder in der metallic-pinken Lifesize Variante. Doch ob Rosa die Traumfarbe aller Frauen ist, sei dahingestellt.

Laut Studien des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen kaufen Mitteleuropäerinnen am ehesten Automarken aus Japan, Frankreich und Korea. Toyota, Renault, Hyundai, Peugeot und Suzuki stehen hoch im Kurs, doch am beliebtesten ist seit langem Mini, denn von der BMW-Tochter werden deutlich über 50 Prozent an Frauen verkauft.

Welcher Hersteller wird sich in der Zukunft als attraktivste Automobilmarke für Frauen herausstellen? Schönes Design, sinnliche Formen und der passende Stil sind für Frauen besonders wichtig. Emotionale und ästhetische Kriterien stehen im Vordergrund, denn das Auto soll als Lifestyle-Accessoire nicht zuletzt die eigene Persönlichkeit unterstreichen. Aber Befunde einer Studie des Instituts für Zielgruppenkommunikation zeigen ebenso deutlich, dass Frauen durch beträchtliches Detailwissen glänzen und meist gut informiert sind. Frauen weisen auch meist eine ausgeprägtere Sensibilität für aktuelle Themen wie Umwelt- und Klimaschutz auf und daher spielen bei der Kaufentscheidung Produkteigenschaften wie geringer Benzinverbrauch oder niedrige CO2-Werte eine übergeordnete Rolle. Mitarbeiter in Autohäusern sollen darauf geschult werden, dass sie gezielter auf diese Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Selbst mehr weibliches Verkaufspersonal könnte man in Zukunft im Verkaufsraum finden.

Obwohl sich das Image des Kleinwagens geändert hat, wollen viele Frauen kein niedliches Frauenauto mehr, sondern stehen auf maskuline Formen. Der Wagen soll ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und obwohl wuchtige SUVs, massige Off-Roader oder andere stromlinienförmige Macho-Autos eigentlich nicht zu den typischen Fahrzeugen für Frauen zählen, werden sie oftmals von Mädels gefahren, die auf “typisch” einfach pfeifen.

Die Frau von heute sitzt auch gerne mal hoch und erfreut sich dabei über genügend Platz und den idealen Überblick über das Verkehrsgeschehen, oder bevorzugt es besonders tief im Sportwagen samt ordentlich Bumms unter der Motorhaube.

Video & Photo Credit: Audi USA

VW-Tiguan-Allspace@Detroit-by-Thomas-Geiger

Volkswagen Tiguan Allspace: Länge läuft

Volkswagen Tiguan Allspace – Länge läuft

Bigger and Better in the USA

von Thomas Geiger



Länge läuft – was für Segler eine Selbstverständlichkeit ist, das muss VW erst schmerzhaft lernen. Denn eine Generation lang haben die Niedersachsen beim ihrem Tiguan eine „One Size Fits All“-Strategie gefahren und alle Bedürfnisse mit einem Format abgedeckt. Doch spätestens seit die ebenso praktische wie preiswerte Schwester Skoda für ihren großen Kodiak mit Vorschusslorbeeren nur so überhäuft wird, hat offenbar auch in Wolfsburg ein Umdenken eingesetzt und der Tiguan bekommt endlich einen großen Bruder. Nein, für den Import des mehr als fünf Meter langen und zwei Meter breiten Atlas aus den USA fehlt den Managern in Wolfsburg leider der Mut. Doch immerhin bringen sie im neuen Jahr den Tiguan Allspace und ziehen ihren Bestseller dafür um 21,5 Zentimeter in die Länge.

Mit elf Zentimetern mehr Radstand und weiteren zehn Zentimetern Überhang im Heck wächst der Allspace auf 4,70 Meter. Das reicht nicht nur für einen Kofferraum, der um 115 auf 730 bis 1 770 Liter wächst. Sondern genau wie den bärigen Tschechen und den amerikanischen Atlas kann man den Tiguan Allspace auch als Siebensitzer bestellen und eine dritte Reihe aus dem Kofferraumboden klappen. Während die Amerikaner ihr SUV allerdings tatsächlich in allen drei Reihen besetzen können, klappt das in Europa nur mit Kleinkindern. Und schon die müssen sich ziemlich dünne machen, bis sie durch die Tür und an der verschiebbaren zweiten Reihe vorbei in den Fond geklettert sind.

Während sich hinten also einiges ändert beim Allspae, bliebt vorne alles beim alten: Auch den Tiguan XL gibt es mit drei Benzinern von 150 bis 220 und drei Dieseln von 150 bis 240 PS. Es gibt di gleichen Ausstattungsvarianten und –optionen und die Designänderungen sind so marginal, dass selbst Entwicklungschef Frank Welsch dreimal hinschauen muss, wenn er einen Unterschied ausmachen will.

Zwar ist der neue Tiguan Allspace das praktischste SUV in der VW-Familie als vollwertige Familienpackung und zugleich eine ernsthafte Gefahr für die Siebensitzer von Caddy und Touran. Doch weil es ja gerade beim SUV nicht immer nur Praxistauglichkeit, sondern oft genug auch um Prestige geht, wollen es die Niedersachsen dabei nicht belassen. Als dritten im Tiguan-Bunde gibt es deshalb bald noch ein sportliches SUV-Coupé und für alle, die es wirklich groß wollen, kommt zum Ende des Jahres ein neuer Touareg. Nicht viel geräumiger, aber nochmal ein bisschen länger. Läuft!

LS3_Motor6

Ein LS3 Motor aus dem 3D-Drucker

Mini-Format Chevy Camaro V8 LS3

Ein LS3 Motor aus dem 3D-Drucker



by Patrizia Zernatto
Der beste Weg, um einen Motor wirklich zu verstehen? Man nimmt ihn Teil für Teil auseinander und baut ihn dann wieder zusammen. Das ist logischerweise nicht für jedermann so einfach zu bewerkstelligen. Die wenigsten von uns haben einen Motor zum Auseinandernehmen herumliegen, und noch weniger verfügen über die nötigen handwerklichen Fähigkeiten.





Eric Harrell hat sich des Problems angenommen. Seine Lösung hat die Form eines funktionsfähigen Chevy Camaro V8 LS3 (GM) Miniaturmotors aus dem 3D-Drucker. Vor allem für Lehrzwecke könnte ein solches Modell in Zukunft hergenommen werden.

Auf ThinigiVerse bietet er sogar die Pläne zum Download an. Wer sich allerdings die 200 Stunden Druckarbeit ersparen möchte, der kann ihn für ein fertiges Exemplar oder zumindest das Hardware Kit ganz einfach kontaktieren.

Photo & Video Credit: Eric Harrell

Dynamic photo 
Colour: Bombay blue

Audi Q8 Studie: Schluss mit verwechselbar

Audi Q8 Concept – Neue Wege bei Audi

Ende der Verwechselbarkeit



Text: Thomas Geiger

Bilder/Video: Audi

Die zweite Auflage des Audi Q7 wurde von Kritikern tüchtig gescholten: Zu groß, zu wenig unterschiedlich vom Vorgänger, zu patschert. Und so gut man den großen Geländewagen nach der ersten Testfahrt auch finden mag, bleibt er der Langweiler unter den Luxuslinern fürs Gemüse. Das haben sie jetzt offensichtlich endlich auch bei Audi begriffen und bereiten mit dem Q8 einen echten Befreiungsschlag vor. Weil es allerdings noch ein gutes Jahr dauert, bis für Schätzpreise jenseits der 70.000 Euro der wahre Leitbulle der Ingolstädter Q-Herde losläuft, stimmen die Herren der Ringe jetzt in Detroit schon einmal mit einer seriennahen Studie auf die neue Zeit ein.

Ende des Einheitsbreis

Der blau lackierte Viertürer macht dabei endlich Schluss mit dem Einerlei der Ingolstädter Designsprache. Deshalb ist der Q8 nicht nur kürzer, flacher und mit der angedeuteten Coupé-Linie natürlich hinten auch deutlich schnittiger gezeichnet als der Q8. Sondern er leistet sich mit seinem aggressiven Grill, den stark modellierten Flanken und dem charakteristischen Abschluss endlich auf jene Eigenständigkeit, die bis auf den Q2 alle anderen Audis vermissen lassen.

Nur unter dem Blech gehen Q8 und Q7 natürlich den gleichen Weg – schließlich nutzen sie auch den gleichen Baukasten. In der Serie dürfte die Palette deshalb vom drei Liter Diesel mit 218 PS bis zum SQ7 mit 435 PS reichen. Auf der Messe allerdings steht der Q8 wenn schon nicht als rein elektrischer Tesla-Fighter, dann zumindest als Plug-In-Hybrid mit 333 PS aus einem V6-Benziner und 100 kW Hilfsleistung des E-Motors. Im Team macht das 439 PS und maximal 700 Nm, mit denen Tempo 100 nach 5,4 Sekunden erreicht sind. Und weil der Stromer mit dem 17,9 kWh großen Akku unter dem 600 Liter fassenden Kofferraum bis zu 60 Kilometer weit alleine fährt, sinkt der Verbrauch zumindest nach der schöngefärbten Norm auf 2,3 Liter und der CO2-Ausstoß geht auf 53 g/km zurück.

Noch ein Jahr warten

Zwar müsste Audi den Q8 im Kampf gegen das angekratzte Image besser heute als morgen bringen und das Jahr bis zur Premiere wird noch eine lange Durststrecke. Doch werden die Bayern ihre Kunden für die lange Wartezeit ordentlich entschädigen und vor allem innen viele technischen Neuerungen des A8 übernehmen: Das virtuelle Cockpit wird deshalb wieder etwas größer und brillanter, das Head-Up-Display fügt sich dank Augmented Reality-Technik noch besser ins Blickfeld ein und statt endlos vieler Tasten setzt Audi künftig konsequent auf Touchscreens. Dann kann man den Fortschritt durch Technik nicht nur endlich wieder sehen, sondern sogar mit den Fingerspitzen fühlen.