Car-Toons aus den 50ern

Goofy und Susie

Car-Toons aus den 50ern

Jeder kennt den Animationsfilm Cars und seine beiden Nachfolger. Den Autos in diesen Filmen wird Leben eingehaucht und aus Windschutzscheibe und Kühlergill werden Augen und Mund. Doch was Disney-Pixar seit 2006 macht, ist nichts Neues: das gab es schon in den 50ern!

Text: Tizian Ballweber



1950 setzte sich Goofy alias Mr. Walker hinters Steuer eines gelben Cabrios und verwandelte sich aus einem kleinen, einfachen und netten Mann in den Motor Maniac, den man heute in Menschenform gerne in Audis und BMWs fahren sieht.



Etwas süßer geht es in diesem Kurzfilm her: Susie ist ein kleines und niedliches Coupé, auch wenn das beige Dach eher auf ein Cabrio schließen lässt. Die Geschichte erzählt die Geschichte dieses kleinen Autos. Vom Kauf beim Händler über das erste Mal auf der Straße bis hin zum Schrottplatz. Am Ende… ach, seht selbst:


Citroen C4 Cactus: Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Fliegender Teppich

Citroen C4 Cactus: Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Citroen macht Schluss mit der Provokation in der Kompaktklasse: Wenn die Franzosen im April zu Preisen ab 17.490 Euro den aktualisierten C4 Cactus an den Start bringen, wird aus dem stacheligen Grenzgänger an der Nahtstelle zum SUV ein Kompakter zum Kuscheln, der einen deutlich breiteren Kundenkreis ansprechen soll. Aus gutem Grund: Schließlich soll der Cactus auch den konventionellen C4 ersetzen, der im Sommer ausläuft und fürs erste keinen Nachfolger bekommt.



Von Thomas Geiger

Von außen erkennt man den neuen Anspruch an ein paar deutlichen Abstrichen beim rustikalen Auftritt. Ohne dass sich das Format geändert hätte, ist der 4,17 Meter kurze Cactus ein wenig runder und weicher geworden, trägt nicht mehr ganz so dicke Anbauteile und vor allem weniger Airbumps an den Flanken.



Innen dagegen wirkt der Kompakte nach wie vor eher wie ein Schmuckkästchen als ein Auto und überrascht noch immer mit Details wie aus der Ledermanufaktur: Das Handschuhfach erinnert an eine Schatztruhe und die Türgriffe sind geformt wie die Schlaufen an edlem Handgepäck. Dazu ein schlichtes Digitalcockpit mit wenigen, dafür umso klareren Anzeigen, einen schmucken Touchscreen daneben und nur noch ein Mindestmaß an Schaltern – et voilà, fertig ist ein Innenraum, der leer und zugleich luxuriös aussieht.



Was allerdings wirklich den Unterschied zum Vorgänger ausmacht, das ist der neue, von uns schon angesprochene Kuschelkurs, den die Franzosen mit dem Facelift einschlagen. Denn sie haben nicht nur die Scheiben und den Motorraum besser gedämmt und so für Ruhe an Bord gesorgt, sondern bei Sitzen und Fahrwerk auch eine Komfortoffensive gestartet: So bügeln spezielle Hydraulikelemente im Geist der legendären DS die Fahrbahn glatt und ein 15 Millimeter dickerer Spezialschaum auf den voluminösen Sitzen sorgt für ein Wohlbefinden wie daheim im Wohnzimmer. So kann man stundenlang fahren, ohne dass einem die Knochen schmerzen.



Dem tragen die Entwickler gleich doppelt Rechnung: Zum einen, indem sie das Motorprogramm zaghaft aktualisieren und zum Start neben einem 100 PS-Diesel ihren 1,2 Liter großen Dreizylinder-Turbo nun mit 110 und 130 PS anbieten, so Spitzengeschwindigkeiten von 193 km/h ermöglichen und den Cactus damit zum Langstreckenläufer machen. Und zum anderen mit einer entsprechenden Ergänzung bei den Assistenzsystemen. Denn wer sich vom Komfort im Kuschel-Cactus zu sehr einlullen lässt, dem ruft künftig ein Aufmerksamkeitsassistent zur Wachsamkeit und wer länger als zwei Stunden am Stück fährt, den mahnt die Elektronik zur Pause.


Baby testet den Porsche 918 Spyder

Ansel Elgort & Lars Kern

Baby testet den Porsche 918 Spyder



Er ist aus dem Film „Baby Driver“ bekannt, nun testet Ansel Elgort in der Porsche Top 5 Serie den 918 Spyder.

by Patrizia Zernatto

Porsche Top 5

In “Baby Driver” spielt der 23-jährigen Schauspieler einen waghalsigen Fluchtfaher und manövrierte sich damit in die Top Liga der Hollywood Stars.

Gemeinsam mit Lars Kern durchleuchtet er den Porsche 918 Spyder vom Design über die Karosserie bis hin zur Hybrid-Technologie auf einem verlassenen Industriegelände in New York. Natürlich wollte der Movie-Held auch hinters Steuer des Supersportlers und legte dazu noch eine musikalische Gesangseinlage aufs Parkett.

Photo & Video Credit: Porsche

Wie sicher sind die US Speed Limits?

Schneller = Sicherer?

Wie sicher sind die US Speed Limits?



Donut Media geht nicht nur der Frage auf den Grund, ob die amerikanischen Speed Limits zu tief angesetzt sind, sondern gibt auch ein wenig Geschichtsunterricht zum Thema Geschwindigkeitsbeschränkungen.

by Patrizia Zernatto

Zu langsam oder doch zu schnell?

Seit wann gibt es eigentlich Speed Limits, wer entscheidet, wie schnell wir fahren dürfen und wer hat den ersten Strafzettel verpasst bekommen? Geschwindigkeitsbeschränkungen sind beinahe so alt wie das Automobil selbst, allerdings hat sich im Laufe der Jahre so einiges verändert. Vor allem in den USA ist dieses Thema interessant und deshalb hat sich Donut Media dieser Fragen angenommen.

Video Credit: Donut Media

Der Audi RS4 Avant im Schnee

So muss Quattro

Der Audi RS4 Avant im Schnee



Ganze 450PS und 600Nm liefert der V6 BiTurbo im Audi RS4 Avant, doch ohne den richtigen Antrieb hilft das im Tiefschnee nicht viel. Ein Quattro-Test auf Herz und Nieren.

by Patrizia Zernatto

Bleibt er stecken oder nicht?

Offiziell schafft es der RS4 Avant in 4,1 Sekunden von Null auf 100, doch das natürlich nur bei den besten Staßenverhältnissen. Aber selbst wenn man das Audi Top-Modell in den Schnee zum Spielen schickt, braucht sich dieses Navarra-blaue 4×4 Beast nicht zu verstecken. Aber seht selbst…

Video Credit: Auditography

Österreicher tunen VW T-Roc

Kein Offroader mehr

Österreicher tunen VW T-Roc

Nicht selten geraten Fahrzeuge von VW unter das Messer von Tunern – Stichwort Golf. Dass sich ein Kompakt-SUV auf den Chirurgentisch einfindet, ist dann doch eher selten.  



Text: Maximilian Barcelli

Lange hat’s nicht gedauert: Seit ein paar Monaten erst ist der VW T-Roc, das SUV-Pendant des Golf, am Markt, schon hat sich der erste Tuner den Volkswagen zur Brust genommen. Das österreichische Tuning-Unternehmen Lowrider e.U. hat auf Wunsch des Steirers Philipp Mitteregger, welcher der stolze Besitzer des Kompakt-SUV ist, dem T-Roc ein neues Fahrwerk verpasst. Und das bringt den VW, gelinde gesagt, etwas näher an den Erdboden.



Aber damit nicht genug: Weil der T-Roc so richtig viel Aufmerksamkeit erregen soll, wurde auch eine Teilfolierung, die den Namen „Satin Sheer Luck Green“ trägt, angebracht. Die Felgen im feschen Fünfspeichen-Style kommen von Dotz.



Wie man auch zu dieser Umbaut stehen mag, der VW T-Roc von Philipp Mitteregger fällt auf. Und das ist im Segment der Kompakt-SUVs, die es ja wie Sand am Meer gibt, auf jeden Fall etwas Wert. Stellt sich nur noch die Frage, wie der glückliche Besitzer in seinem T-Roc jetzt „offroaden“ will …


Bilder: © DOTZ

So brutal kann S-Klasse: Der IMSA S720

Eiliger Vorstandsvorsitzender

So brutal kann S-Klasse

Mit einer S-Klasse fährt man nicht sondern wird gefahren? Von wegen! Schon der S63 aus Affalterbach giert nach einer harten, lenkenden Hand und einem rechten Fuß aus Blei. Nein, mit 612 PS ist die Business-Limousine alles andere als ein Kind von Traurigkeit. Doch Leistung kann man ja nie genug haben, oder?



Text: Maximilian Barcelli

Irgendetwas ähnliches muss sich wohl das deutsche Tuningunternehmen IMSA gedacht haben. Die Veredler ließen zuletzt mit einem bestialischen Mercedes-AMG GT, den sie auf 860 Pferdestärken hochzüchteten und auf den Namen IMSA RXR ONE tauften, aufhorchen. Nun nahmen sie sich die AMG S-Klasse zur Brust und machten den ohnehin nicht zurückhaltenden Luxusliner zu einem pechschwarzen Monster Namens IMSA S720.



Und der hat ordentlich Dampf unter der Haube: IMSA überarbeitete den V8-Biturbo so, dass das Aggregat nun die namensgebenden 720 PS schöpft. Das Drehmoment kraxelt von eh schon wuchtigen 900 NM auf 990.



An der Karosserie wurde auch ordentlich rumgeschraubt. Die neue Frontschürze, die Seitenschweller sowie der Heckdiffusor und die Spoilerlippe sorgen für verbesserte Aerodynamik und einen standesgemäßen Auftritt. Dass all diese Teile aus Karbon sind, versteht sich wohl von selbst.



Auch die Auspuffanlage blieb nicht unverschont. Aus den vier Endrohren sind zwei geworden, die wissen dafür doppelt zu gefallen. Die neuen Felgen können sich auch sehen lassen, ebenso wie das, was sich hinter diesen befindet: Mächtige Bremssättel, die Gold angestrichen wurden. Unser persönliches, optisches Highlight.


Bilder: © IMSA

Citroen Berlingo: Familienfreund

Der Familienfreund

Der neue Citroen Berlingo



Ein Van zu groß, ein SUV zu teuer und trotzdem erhöhter Platzbedarf? Das ist die Lücke, in der sich seit rund 20 Jahren die Hochdach-Kombis tummeln. Ursprünglich mal als praktische Kleintransporter für Handel, Handwerk und Gewerbe entwickelt, sind sie so mit etwas mehr Charme und Komfort längst zu Freunden der Familie geworden. Zu den Wegbereitern dieses Trends zählt der Citroen Berlingo, der jetzt in die dritte Generation geht und für die Franzosen wichtiger denn je wird. Schließlich soll er jene Kunden bei der Marke bedienen, die all den vielen Vans hinterher trauern, die mittlerweile den ganzen SUV geopfert worden sind.

Von Thomas Geiger



Deshalb haben die Franzosen das kleine Raumwunder nicht nur sehr viel attraktiver gezeichnet und mit einer bulligen Front sowie den typischen Airbumps optisch in die Nähe eines Geländewagen gerückt. Sondern vor allem haben sie den Berlingo innen gründlich aufgemöbelt und ihn besser ausgestattet denn je. Aufgebaut auf der jüngsten Konzernplattform EMP2 bietet er deshalb fast alle Gimmicks, die man auch aus den klassischen Pkw-Baureihen kennt – von der automatischen Abstandsregelung über die Spurführung mit Lenkeingriff bis hin zum Head-Up-Display sind insgesamt knapp zwei Dutzend Assistenzsysteme an Bord, melden die Franzosen voller Stolz. Und auch der Sehnsucht nach Connectivity tragen sie mit großen Touchscreens, Apple Carplay und induktiven Ladeschalen Rechnung.


Doch bei aller Liebe zu Komfort und Technik haben die Ingenieure die wahren Wurzeln des Berlingo nicht vergessen und auch die Nehmerqualitäten verbessert. Angeboten als Berlingo M auf 4,40 Metern mit fünf Sitzen oder als 4,75 Meter langer XL mit sieben Sitzen, wächst der Laderaum um 100 auf bis zu 775 Liter im Berlngo M und auf 1.050 Liter in der XL-Variante. Es gibt bis zu 28 Ablagen mit noch einmal 186 Litern Stauraum, und man kann die drei Einzelsitze im Fond nicht nur umlegen und in der XL-Version auch verschieben, sondern mit einem Handgriff ausbauen. Der Ladeboden ist dann bis vorne hin topfeben und wenn man auch den Beifahrersitz umklappt, wächst die Ladelänge auf bis zu 2,70 bzw. 3,05 Meter.



Hinter dem markanten Bug mit den charakteristischen Doppel-Scheinwerfern arbeiten die bekannten Motoren aus den anderen PSA-Modellen: Ein 1,2-Liter-Benziner mit 110 oder 130 PS und ein Diesel, der aus 1,5 Litern Hubraum 100 oder 130 PS schöpft. Zwar gibt es trotz des robusten Looks keinen Allrad, doch genau wie bei den SUV-Modellen soll eine speziell optimierte Traktionskontrolle den Aktionsradius erweitern. Und für mehr Komfort gibt es erstmals eine Automatik mit acht Gängen.


Zwar rühmt Citroen den Berlingo als Wegbereiter des Segments und freut sich über Spitzenplätze in der europäischen Zulassungsstatistik. Doch machen die Franzosen der dritten Auflage das Leben schwerer denn je. Denn nahezu zeitglich mit dem Berlingo kommt diesmal nicht nur der neue Peugeot Partner, sondern erstmals wird es den Meister der Möglichkeiten als Nachfolger des Combo auch mit Opel-Logo geben.

Was ist der Audi Meisterbock?

Die Experten erklären

Was ist der Audi Meisterbock?



Für den Autofan ist der Begriff Meisterbock wahrscheinlich nichts Neues, doch ein wenig Auffrischung schadet trotzdem nie. Die Audi-Qualitätssicherung erklärt:

by Patrizia Zernatto

Qualität bis ins kleinste Detail

Kurz gesagt ist der Meisterbock das zentrale Prüfwerkzeug eines jeden neues Fahrzeugs, um alle Bauteile eines neuen Modells vor Serienstart bis ins kleinste Detail zu vermessen und zu prüfen.

Die Audi-Qualitätssicherung nutzt das traditionelle Instrumentarium auch im neuen Zeitalter. „Der sogenannte digitale Meisterbock erlaubt es heute, uns bis zu zweieinhalb Jahre vor Fertigungsbeginn mit unserer Expertise am Produktentstehungsprozess zu beteiligen“, erklärt Marcus Hoffmann, der Leiter für Meisterböcke und Messtechnik. Für die Messtechnik bietet die voranschreitende Digitalisierung vollkommen neue Möglichkeiten, denn dabei arbeiten hochpräzise Messscanner mit einer Messgenauigkeit von unter 0,1 Millimetern Varianz daran, höchste Qualität zu liefern.





Die Arbeit der Qualitätsexperten umfasst neben der Beurteilung von Passung und Anmutung auch vielfältige Funktionsthemen. Durch taktile und optische Messungen entstehen exakte Datensätze einzelner Bauteile, die sich durch virtuelles Fügen jederzeit miteinander abgleichen lassen und in Zukunft werden unterschiedlich wirkende Kräfte, beispielsweise beim Öffnen oder Schließen der Motorhaube, in digitale Datensätze übertragen und anschließend für aufwendige Simulationen genutzt.

Photo & Video Credit: Audi Germany

Arteon vs. T-Roc vs. Golf R auf Schnee

VW-Dreikampf

Arteon vs. T-Roc vs. Golf R auf Schnee



Vergleichstests können zwar wahnsinnig informativ sein, aber die unbändige Lebenslust vesprühen sie meist nicht gerade. Deshalb sind wir die Sache mithilfe der VW Driving Experience ein Bisschen anders angegangen und haben drei Autos verglichen, die eigentlich gar nichts gemein haben: Die Limousine Arteon gegen den Klein-SUV T-Roc gegen den Kompaktsportler Golf R. Damit das Ganze noch interessanter wird, haben wir auf Asphalt gepfiffen – Schnee und Eis dienen als Tanzparkett!

Text: Jakob Stantejsky



Okay, eine Sache haben die drei VWs doch noch gemein: Sie alle sind mit dem Allradantrieb 4MOTION ausgestattet und machen meinen Job so ein ganzes Stück leichter. Klar, wenn man bei 15 km/h unweigerlich in den Drift übergeht und gefühlt kilometerweit über das blanke Eis schlittert, helfen vier machtlose Reifen genausowenig wie zwei. Aber eigentlich handelt es sich hierbei eh schon eher um einen Untergrund, der nach Spikes schreit. Das war uns aber wurscht und deshalb kann ich nach einem querdynamiklastigen Tag schlussendlich festhalten, dass sowohl Arteon wie auch T-Roc und Golf R selbst auf widrigsten Bedingungen ordentlich zupacken und vor allem richtig viel Spaß machen. Egal ob langgezogene Drifts, schnelle Haken oder ein loipenartiger Rundkurs – das Grinsen vergeht erst, wenn man aussteigen muss. Dabei ist es egal, dass der Wechsel zwischen Tiefschnee und Eislaufplatz alle paar Meter unvermittelt statt findet, denn mit ein wenig Übung und Vertrauen in die Fahrzeuge laviert man sich gekonnt aus jeder Misere.



Wer von den drei Wintersportlern macht denn nun die beste Figur beim Eisballett? Wie ihr euch anhand der Fahrzeugauswahl wohl bereits denken konntet, spielt das Trio seine jeweiligen Stärken in unterschiedlichen Aspekten aus. Der Golf R lädt mit seinen 310 PS natürlich bei jedem Gasstoß dazu ein – nein, er provoziert einen geradezu – alle Vernunft in den Wind zu schlagen und volles Karacho quer zu gehen. Das kann er auch verdammt gut und dank seiner kompakten Maße bleibt er auch stets leicht beherrschbar. Der T-Roc hingegen müsste ja eigentlich der Offroadexperte unter den dreien sein und dementsprechend unbeeindruckt zu Werke gehen. Tatsächlich gibt sich der SUV am gutmütigsten und stoischsten. Klar, bei den extremen Bedingungen bricht auch ein Geländespezialist aus, doch dank des kurzen Radstandes sind solche Eskapaden schnell im Keim zu ersticken, vorausgesetzt man möchte das… Ich möchte nicht und habe daher auch mit dem 190 PS-Benziner, den es unverständlicherweise in Österreich nicht gibt, meine Gaudi. Ein bisschen zahmer geht es jedoch zweifelsfrei zu. Und die große Premiumlimousine, was macht die so? Der Arteon mutet zwar erst sehr stabil an und lässt lange auf sich warten, bis endlich das Heck um die Ecke kommt. Aber dann kommt es so richtig! Die Übergröße – im Vergleich zu den Konkurrenten – sorgt für einen peitschenhaften Effekt, der Dreher vielfach schwieriger zu kontrollieren macht. Allerdings liegt auch in der Herausforderung ein gewisser Reiz.



Mit aktivem ESC kann man übrigens ziemlich viel Schindluder treiben, ohne das Auto wirklich ins Trudeln zu bringen. Da wird hier ein Bissl Kraft abgezwackt und da ein Wenig Schwung rausgenommen – schon sind alle drei Modelle relativ unspektakulär unterwegs. Dafür aber eben umso sicherer! So muss ich es schon extra drauf anlegen, falls ich mich mit allen Stabilitätsprogrammen auf der Hut dennoch in die nächste Schneewehe verabschieden will. Dreht man bei Golf R und T-Roc das ESC jedoch ganz ab (beim Arteon geht das nur teilweise), verwandeln sich beide in waschechte Spaßschleudern, die sich dank Allradantrieb dennoch jederzeit wieder einfangen lassen. Wenn es mit Kindern doch nur auch so einfach wäre… Beim Arteon ist es wahrscheinlich weise, immer ein letztes Bisschen Assistenz in der Hinterhand zu haben, da der lange Radstand doch für ungleich heftigere Ausschläge sorgt. Trotzdem wäre es schon lustig, die Businesslimousine mal richtig herumzuprügeln.

Das Ergebnis des Dreikampfes sieht im Endeffekt so aus, wie man es sich erwartet: Der Golf R gibt seinen Spaßvorsprung dank Leistung und Abstimmung nicht her, doch sowohl T-Roc als auch Arteon beweisen eindrucksvoll, dass sie selbst jederzeit bereit für (fast) alle Schandtaten sind. Den Drehwurm kann man sich mit allen Kandidaten im Winter Wonderland einfangen, doch das ist im Sinne der Freude eindeutig ein Kompliment! Es ist schon beeindruckend, wie aus den Schelmen per Knopfdruck sofort ernste Karossen werden, die vor allem um die Sicherheit ihrer Insassen besorgt sind. Noch imposanter ist allerdings, wie unglaublich viel Gaudium sie in der richtigen Umgebung ermöglichen – und man lernt dabei noch richtig viel. Zum Beispiel dass ich beim nächsten Skiurlaub die Ski daheim lassen sollte und stattdessen direkt im Golf R auf die Piste fetze. Oder im Arteon. Oder im T-Roc. Egal, hauptsache die anderen Pistenbenutzer freuen sich genauso sehr wie ich.