Bildschirmfoto 2017-06-08 um 15.02.33

Eine Fahrt im NASA-Marsrover

Ab in die Zukunft!

Eine Fahrt im NASA-Marsrover



Dass die NASA unbemannte Vehikel auf unseren knallroten Nachbarn schießt, ist ja fast schon ein alter Hut. Mittlerweile sind es derer schon sechs an der Zahl, da haben die Amerikaner also schon ganz ordentlich Erfahrung gesammelt. Nun präsentieren sie das Konzept für einen Marsrover mit Besatzung und wir können alle eine Runde mitfahren.

Text: Jakob Stantejsky



In Cape Canaveral, Florida, durfte CBS This Morning in die Marsauto-Studie der NASA einsteigen und das ganze Ding in Ruhe aus allen Winkeln beäugen. Wer gedacht hat, bei so einem Fahrzeug ginge es ausschließlich um Praxistauglichkeit, hat sich getäuscht. Denn designt haben den Marsrover die Parker Brothers, aus deren Federn unter anderem auch schon die Tron-Motorräder aus dem gleichnamigen Film stammen. Dementsprechend schaut das Gefährt nicht nur erwartet spacig, sondern auch wirklich lässig aus. Die Maße muten mit über sieben Metern Länge, knapp vier Metern Breite und mehr als drei Metern Höhe ziemlich gigantisch an für ein Fahrzeug, das quer durchs Weltall transportiert und sicher gelandet werden soll.

Wär’s nicht sinnvoller, einfach einen Rolls-Royce raufzuschießen? Da käme man dann auch gleich standesgemäß an am roten Planeten. Ein Labor brächte man in dem nämlich sicher auch unter und eigentlich sollte man bei der ersten Begegnung doch lieber auf Eleganz anstatt Aggressivität setzen. Schließlich wollen wir doch gute Beziehungen mit den Marsmännchen!

Bildschirmfoto 2017-06-06 um 15.13.30

Was die Welt nicht braucht: Die Rallye-Limo

Heute bei „Was die Welt nicht braucht“:

Die Rallye-Limousine



Die Gambler 500 Rallye hat es sich zum Ziel gesetzt, alten, zurückgelassenen Fahrzeugen nocheinmal eine Bühne zu bieten, auf der sie überzeugen können. Logischerweise finden sich daher alle möglichen und unmöglichen Gefährte im Starterfeld, wie etwa eine zum Rallye-Fighter aufgemotzte Strech-Limousine. Gestatten: die Sketch Limo!

Text: Jakob Stantejsky



Die Rallye-Limo ist in der Disziplin „navigation challenge“ an den Start gegangen. Da die Gambler 500 doch relativ unbekannt ist, finden sich leider nicht allzu viele Infos zu Ergebnissen etc. Aber wenn wir ehrlich sind, ist uns das auch relativ egal. Denn schaut euch mal dieses Monstrum an, dass da durch den Dreck fetzt! Absurde Autos sind einfach immer noch die besten Autos – vor allem, wenn sie auch noch ordentlich Power mit im Gepäck haben.

Außerdem würden wir mit dem Ding schon liebend gern mal vor irgendeinem sündteuren Nachtklub auftauchen – oder eben den Bauernhof unsicher machen. In der Sketch Limo ginge beides perfekt, blöde Blicke wären da wie dort sicher. Ein rundum gelungenes Fahrzeug eben!

The Gambler 500 was born from a dream. A dream of giving forgotten, tossed aside and abandoned autos new life. A chance to become legendary.

Bildschirmfoto 2017-06-06 um 13.53.20

Dieser Dodge Ram kann Bäume ausreißen!

Unglaublicher Kraftakt!

Dieser Dodge Ram kann Bäume ausreißen!



Als ihr einen Blick auf das Titelbild geworfen habt, war euer erster Gedanke garantiert sowas wie: „Das kann gar nicht gehen, das ist völlig unmöglich!“ Tja, Irrtum, denn der Dodge Ram macht mit dem Baum kurzen Prozess. Wenn ihr uns nicht glaubt, schaut euch halt das Video an!



Hähähähä…da haben wir euch ja ganz schön erwischt ;)! Wir hoffen, dass ihr genauso lachen musstet wie wir, als wir dem Filmchen auf den Leim gegangen sind!

Amarok Tischer

VW Freizeitmobile – Camper & Glamper

VW Freizeitmobile – Camper & Glamper


Reisen ohne festen Wohnsitz





Die VW Nutzfahrzeugsparte offeriert auf Basis von T6, Caddy und Amarok – demnächst auch Crafter – eine breite Palette an Konfektions-Freizeitfahrzeugen. Die können zur luxuriösen mobilen Bleibe weiter aufgepeppt werden.

Text: Beatrix Keckeis-Hiller
Fotos: Hersteller

Jeder reist auf seine Weise. Manche kommen mit einer Kreditkarte als Gepäck aus. Andere peilen keinerlei festen Urlaubswohnsitz à la Hotel und Pension an. Die wollen individuell wegfahren, örtlich beweglich bleiben und trotzdem einen möglichst kompletten Haushalt dabeihaben. Das kann man sich – abgesehen von der Möglichkeit des Zeltens (was aber gepäcktechnisch einigermaßen einschränkt) – mit einem Wohnwagen einhandeln. Wer aber so ein recht unhandliches Anhängsel nicht mitziehen mag, der ist möglicherweise mit einem Reisemobil besser bedient. Vor allem wenn man es vorzieht, nicht dorthin zu fahren – und zu verweilen – wo schon viele andere sind, sondern vorhat, abgeschiedene Plätze (aufzu)suchen.

California Dreaming

Campingmobile liegen im Trend. Tendenz steigend. Dementsprechend nimmt die Zahl der Anbieter zu. Die Volkswagen Nutzfahrzeugsparte ist mit einer Reihe von Modellen vertreten, teils mit Fahrgestellen, teils mit Basis-, teils mit kompletten Aufbauten. Der Transporter, mittlerweile bei T6 angelangt, ist eine fixe Größe, als konfektioniertes Freizeit-Mobil namens „California“. Als Nachfahre des legendären „Bulli“, den frühen VW-Bus-Umbauten fürs Reisen, ist er jetzt ein Objekt der Träume jener, die im Urlaub von festen Wohnsitzen unabhängig sein wollen.





Die Grundversionen heißen „Beach“, „Coast“ sowie „Ocean“ und sind je nachdem rudimentär oder bereits recht elitär grundausgestattet: mindestens mit Ausstelldach, Bett und Campingmöbeln. Zusammengebaut werden sie in Handarbeit, in einem Zweigwerk der VW Nfz-Zentrale in Hannover, im Manufaktur-Werk Limmer, wo man den Tischlern, Installateuren, Elektrikern etc. gegebenenfalls beim Kücheneinbau, der Verkabelung und weiteren Montageschritten zuschauen kann.

Auch klein ist campingfein

Aber auch mit den kleineren Nützlingen wie dem Caddy kann man campen. Die entsprechende Sonder-Version heißt ebenfalls „Beach“, sie wird in der Standard- und in der Langvariante offeriert, mit serienmäßig beidseitigen Schiebetüren, wahlweise als Benziner, Diesel oder Erdgas-Trieblig und optional mit Allradantrieb. Zur Aufpreis-Mitgift gehören Kühlfach, Outdoor-Möbel, flexible, ausbaubare Sitze, Vorzelte und Zusatzheizung.




Erst recht tauglich für individuelle Abwege, vor allem in weniger wegsames Gelände, ist der Amarok. Harte Naturen kommen vielleicht mit der Ladefläche als Schlafplatz aus. Addiert man das Hardtop bleibt’s auch dann halbwegs gemütlich, wenn das Wetter nicht ganz freundlich ist. Ist eine Cargo-Box an Bord, ist auch das Gepäck geordnet verstaubar.

Unabhängigkeit im Unwegsamen

Doch das ist alles, selbst wenn – wie im Falle des Top-California – topausgestattet erst einmal eine Basis, eine Grundlage für weitere Aus- und Umbauten. Volkswagen kooperiert dafür mit zertifizierten Umbau-Spezialisten unterschiedlicher Größenordnungen. Alle, ob Groß- oder Kleinunternehmen, fertigen individuelle Lösungen für das Reisen ohne festen Wohnsitz an. Dabei ist vieles, fast alles, möglich. Nicht alleine auf der am häufigsten gewählten Basis, der des Transporters, die zu einem steigenden Prozentsatz mit Allradantrieb und zumindest basaler Offroad-Tauglichkeit ausgestattet ist.





Besonders eindrucksvoll ist etwa ein Anbau für den Amarok, realisiert von Geho-Cab, zum Verkauf, aber auch zur Vermietung. Mit Anleihen aus dem Bootsbau wiegt die leere Aufsatz-Kabine aus Carbon, samt Türe, Fenster und Luken gerade einmal 210 Kilo. Die mögliche Einrichtung kann von geräumigem Schlaf- sowie Sitzbereich, Stauräumen, Küche, WC, Dusche alle erdenklichen Stückeln spielen, inklusive Weinkeller in einem Bodenfach. Mit 130-Liter-Frischwassertank und Solaranlage auf dem Dach ist der Pick Up wirklich tauglich für ein paar Tage Einsamkeit, ob in der marokkanischen Wüste oder im isländischen Hochland.





Andere Anbieter, wie etwa bimobil und Tischer, haben eine isolierte, robuste und offroadtaugliche Aufbauvariante in Sandwich-Bauweise realisiert, die auch für sich alleine stehen kann – mit unkompliziertem Abkoppelungs- und Andockverfahren (auch das Ab- sowie Wiederaufbauen der Pritsche ist so simpel wie möglich ausgedacht und machbar). Das Innenraum-Konzept der Wohnkabine mit bis zu fünf unterschiedlichen Grundrissen ist auf Wunsch mit Holzmöbeln ausgestattet und bietet dabei immer noch Platz genug, einen schmalen Scooter einzuladen oder ein, zwei Fahrräder.

T6, Caddy, Amarok, Crafter

Eine Reihe weiterer Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit Volkswagen Nutzfahrzeuge eine breite Palette an Um- und Aufbaulösungen im Programm, soferne man nicht selbst Hand anlegen will – oder kann – um seine persönliche Interpretation eines mobilen Reisehauses für Urlaub und Freizeit zu realisieren. Schließlich will nicht jeder im hart verdienten Urlaub von Papptellern essen, mit Löskaffee durchkommen und sich den Rücken auf schlechten Matratzen krummliegen. Die Mehrzahl der Aufbau-Spezialisten hat sich auf den Transporter spezialisiert. Die Bandbreite reicht von der einfachen und simplen, im Spirit des Ur-Bulli gehaltenen, bis zur hochkarätigen Luxus-Ausstattung mit dezidierter Wintertauglichkeit. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der Amarok. Steigend ist die Nachfrage nach Camping-Caddys.





Nachfolgend eine Auswahl an spezialisierten Unternehmen, die VW Reisemobile veredeln, unter Bedachtnahme darauf, dass die Umbauten auch im schnöden Alltag verwendbar bleiben. Behl Mobile: T6, bimobil: Amarok, T6, Campmobil Schwerin: Caddy, Campocito: T6, DiPa: T6, Fischer: T5, T6, Flowcamper: T6, Geho-Cab: Amarok, Multicamper: T6, Polyroof: T6, Reimo: Caddy, T6, Spacecamper: T6, Terracamper: T6, Tischer: Amarok, Werz: T6, Woelcke: Amarok.



Bildschirmfoto 2017-06-01 um 11.28.12

Audi TT RS vs. BMW M2 vs. Porsche 718 Cayman S

Germany’s Next Top Sportscar

Audi TT RS vs. BMW M2 vs. Porsche 718 Cayman S



Ob man sie jetzt sowieso vergöttert oder doch eher ein Anhänger des italienischen Charmes ist, deutsche Sportwagen haben einen exzellenten Ruf. Die Kollegen bei Drivetribe haben sich drei Modelle zur Brust genommen und sich auf die Suche nach Germany’s Next Top Sportscar gemacht. Die Teilnehmer der Konkurrenz hören auf die Namen Audi TT RS, BMW M2 und Porsche 718 Cayman S. Die vier Wettbewerbskategorien heißen Rollenprüfstand, Drag Race, Rundenzeit und…Spaß.

Text: Jakob Stantejsky



Die erste Konkurrenz ist zugleich jene, die unser Herz am wenigsten hüpfen lässt. Auf dem Rollenprüfstand werden Gewicht, Gewichtsverteilung, Pferdestärken und Drehmoment der Kandidaten mit den Werksangaben verglichen, wobei doch quasi alle Zahlen mehr oder weniger leicht abweichen. Mit dem Ziffernsalat wollen wir uns aber gar nicht abgeben, beschränken wir uns doch auf das Wesentliche: Der Porsche ist am leichtesten, der BMW am schwersten. Dafür hat letzterer die 50:50-Traumgewichtsverteilung, der Audi entwischt den Konkurrenten in Punkto PS deutlich und der Cayman hat am wenigsten Newtonmeter drauf. Die vielleicht wichtigste Info zu guter Letzt: Der TT verteilt als einziges Auto seine Kraft auf alle vier Räder. Ob das in den kommenden Tests ein Vor- oder Nachteil ist, wird sich zeigen.



Aha, gleich in der nächsten Kategorie stellt sich der Allradantrieb des TT RS (erwartbarer Weise) als massiver Vorteil heraus. Gemeinsam mit dem Plus an Pferden unter der Haube sorgt der dafür, dass der Münchner und der Zuffenhausener sich eine Tätschen aus Ingolstadt abholen dürfen. Sogar eine relativ massive, denn der Audi bringt viel Luft zwischen sich und die Verfolger. Bei 30 mp/h (ca. 48 km/h) steht es noch 1,5 Sekunden zu 1,9 zu 1,9 (TT – M2 – Cayman), bei 60 mp/h (ca. 97 km/h) schon 3,5 zu 4,6 zu 4,6. Bei 100 Meilen pro Stunde (ca. 161 km/h) fällt der BMW dann nochmal deutlich weiter ab und die Zeittafel zeigt 8,6 zu 10,7 zu 9,8 an. Noch ärger wird es für den Münchner bei 130 mp/h (ca. 209 km/h), wo er mit seinen 18,5 Sekunden endgültig den Anschluss an die 16,3 des Cayman verliert, der wiederum den Abstand zu den 14,9 Sekunden des Allradler relativ konstant halten kann.

Klarer Sieger ist also der Audi, wobei er bei höheren Geschwindigkeiten zumindest auf den Porsche nur mehr einzelne Zehntel herausholen kann.



Auch in der nächsten Runde kann der M2 nicht mit der Konkurrenz mithalten. Runde ist dabei der perfekte Begriff, denn es geht darum, eine selbige möglichst schnell auf dem Anglesey Circuit zu absolvieren. Hier setzt sich die Leichtigkeit des Seins im Porsche 718 Cayman S durch, der die Umrundung der Strecke über eineinhalb Sekunden schneller als seine Landsleute auf den Asphalt knallt. 1:39,03 benötigt der Zuffenhausener, während seine bayrischen Kollegen mit 1:40,57 und 1:40,68 – Audi und BMW respektive – da doch ganz schön alt ausschauen.

Der Fahrer sieht das Problem des eigentlich stärkeren TT RS sogar genau in dessen Allradantrieb, da der nicht so tut, wie er das gerne hätte und somit Auto und Pilot ein wenig auszubremsen scheint. In diesem Fall erweist sich die Vierbeinigkeit also durchaus als Nachteil und kostet den Ingolstädter einen eventuellen zweiten Punkt. Beim M2 werden die Bremsen heftig bemängelt, was uns bei einer Performancemarke wie der M GmbH doch sehr überrascht.



Dass der arme TT RS zusätzlich zu seinem Allradantrieb auch noch trockenen Boden mit auf den Weg bekommt, ist ein unglücklicher Zufall, denn so wird es natürlich zur massiven Herausforderung, dem Auto tatsächlich ordentlich Rutscherei zu entlocken. Ganz offenbar wäre die Möglichkeit vorhanden, aber im Vergleich zum M2 ist dazu so viel Konzentration und fast schon Rangelei mit dem Fahrzeug nötig, dass der Audi sich in dieser Disziplin nicht durchsetzen kann. Der BMW hingegen mutiert im Spaßmodus – noch dazu auf nasser Strecke – zur wahren Erleuchtung und wirkt fast wie der sichere Sieger. Bis der Porsche auf trockenem Untergrund daherkommt und dennoch mindestens genausoviel Spaß verströmt. Hinzu kommt, dass das Chassis des reinen Sportwagens Cayman S einfach besser dazu geeignet ist, den Flausen im Kopf ein wenig Auslauf zu geben. Auch wenn der Vierzylinder reichlich fad daherkommt, ist dem Schwaben sein zweiter Punkt nicht mehr zu nehmen.

Da es sich bei allen Autos um erstklassige Erzeugnisse handelt und wir den M2 nicht so blöd als Einzigen punktelos dastehen lassen wollen, vergeben wir jetzt auch noch einen Zähler: Der Münchner belegt locker den ersten Platz, wenn es darum geht, welcher der drei Kandidaten die höchste Alltagstauglichkeit mit Sportlichkeit verbindet. Denn sowohl der Cayman als auch der TT bieten in allen Belangen deutlich weniger Platz und tun sich damit natürlich leichter, in den vernunftsbefreiten Bereichen davonzubrausen.

Bildschirmfoto 2017-05-31 um 15.45.44

Handbremse bei voller Fahrt?

Lasst die Finger davon!

Handbremse bei voller Fahrt?



Jeder von uns hat sich schon einmal gefragt (und wenn es nur als Fahranfänger war): „Was passiert eigentlich, wenn ich bei voller Fahrt die Handbremse anziehe?“ Natürlich macht es dann keiner, man will ja – völlig zurecht – nichts riskieren. Wie es ausgeht, falls es doch jemand durchzieht, seht ihr hier. Scharfer Tipp: Lasst es einfach bleiben!

Text: Jakob Stantejsky



Wie ihr wisst, halten wir nichts davon, Crashes und ähnliches zu posten oder gar zu glorifizieren, denn mit Spaß hat das Ganze unserer Ansicht nichts zu tun. In diesem Fall machen wir eine Ausnahme, da es um einen weiterbildenden Effekt geht. Genau kann natürlich keiner sagen, was in dem betroffenen Auto vor sich gegangen ist (auch wenn derjenige, der das Video auf YouTube geladen hat, behauptet, es sei die beifahrende Freundin gewesen). Aber dass es sich tatsächlich um die Handbremse handelt, die da plötzlich bei voller Fahrt angezogen wird, lässt sich anhand der Reaktion des Fahrzeugs eindeutig ablesen. Die Räder blockieren erst vollständig und machen den Wagen somit völlig unkontrollierbar. Danach reicht der winzigste Impuls nach rechts oder links, um das Auto endgültig zum gemeingefährlichen Geschoss zu machen. Wir hoffen einfach, dass niemandem etwas passiert ist und dass alle was gelernt haben: Das fahrende Auto ist nicht unbedingt der Platz für Experimentierfreude.

Hier unten könnt ihr euch hingegen anschauen, was mit genug Können und Platz mit der Handbremse sehr wohl möglich ist. Vom Driften fangen wir gar nicht erst an.


Bildschirmfoto 2017-05-31 um 14.29.33

Wohnwagenrace mit Verstappen und Ricciardo

Freude am (Kaputt-)fahren

Wohnwagenrace mit Verstappen und Ricciardo



Im Unterschied zu vielen anderen Formel 1-Teams scheint bei Red Bull Racing ausgezeichnete Stimmung zwischen den Piloten zu herrschen. Wann immer Max Verstappen und Daniel Ricciardo zusammen zu sehen sind, geht es freundschaftlich und voller Gaudium zu. Klar könnte das alles gestellt sein, aber im Endeffekt sind die Beiden doch Rennfahrer und keine Schauspieltalente (oder vielleicht doch?). Daher nehmen wir ihnen die helle Begeisterung absolut ab, die sie beim Zerstören von zwei Wohnwagen am Red Bull Ring in Spielberg haben. Immerhin sitzen sie dabei auch noch Aston Martins.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Red Bull Racing



Eins ist natürlich klar; wir wollen auch!! Mutwillige Zerstörung ist schließlich immer noch eines der kindlichsten und daher schönsten Vergnügen (in gewissen Umständen und Maßen bitte, danke!) und sie mit einem Haberer in zwei Supersportwagen auf einer gesperrten Rennstrecke zu betreiben, muss erst Recht die vollkommene Erfüllung verheißen. Die Frage nach dem Warum lassen wir ausnahmsweise dieses Mal unter den Tisch fallen, denn manchmal muss Spaß einfach um des Spaßes Willen sein. Und das Red Bull Racing-Team hat offenbar ziemlich oft ziemlich viel davon.

Bildschirmfoto 2017-05-30 um 13.15.55

Kartfahren auf der Isle of Man

Nur was für gestandene Racer

Kartfahren auf der Isle of Man



Euch allen ist die Isle of Man Tourist Trophy wahrscheinlich ein Begriff. Kurz und bündig erklärt handelt es sich dabei um ein Straßenmotorradrennen auf einer kleinen Insel zwischen England und Irland, bei dem die Teilnehmer über ganz normale Land- und Dorfstraßen rasen – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 200 km/h. Was ihr vielleicht nicht wusstet: Es haben sich auch ein paar Wahnsinnige gefunden, die das Ganze nachstellen – in Karts.

Text: Jakob Stantejsky



Die kleinen Geschosse bringen dabei ungefähr 55 PS aus einem 250 ccm großen Motörchen auf die Waage, die mittels eines Sechsganggetriebes organisiert werden. Um die 130 km/h kommen dabei dann zustande. Klingt nicht nach so wahnsinnig viel? Wenn dein Hintern knappe zwei Zentimeter über den Boden dahinraucht, reicht das mit Sicherheit. Außerdem wissen wir alle, wie sich so ein Kart fährt – Spaß und Nervenkitzel sind also garantiert. Für den durchschnittlichen Sonntagskartfahrer ist dieses Kartrace aber sicher nichts, hier sind eher abgebrühte Racer gefragt. Wir sind ganz ehrlich: Uns reicht das Zuschauen auch schon, danke!


50 Years of Driving Performance / Nürburgring 2017

Mercedes-AMG Project One: F1 für die Straße

Who the f*ck is Bugatti?

Das AMG Project One ist ein F1-Wagen für die Straße



Dagegen sieht selbst der neue Bugatti Chiron fast schon wieder ein bisschen alt aus. Denn wenn sich der schnelle Mercedes-Ableger AMG auf der IAA zum 50. Geburtstag einen neuen Sportwagen schenkt und dafür gleich die Kategorie des „Hypercars“ in Anspruch nimmt, dann steckt unter der strömungsgünstigen Karbon-Karosserie nichts Anderes als reine Formel 1-Technik, die auf Biegen und Brechen in das Korsett der Straßenverkehrsordnung gebracht wurde.

Von Thomas Geiger



„Das hat vor uns noch keiner gemacht“, sagt AMG-Chef Tobias Moers. Und selbst bei Ford oder McLaren werden sie dem kaum widersprechen. Denn so nah Autos wie der legendäre GT oder der fast noch berühmtere F1 am Rennwagen geblieben sind, war die Ausgangsbasis da immer ein Tourenwagen und kein Formel-Fahrzeug. Und auch die Leistung von mehr als 1.000 PS ist nahezu unerreicht – selbst wenn der Bugatti da mit 1.500 PS einen soliden Vorsprung hat.



Wie ernst es Moers und seiner Mannschaft mit der Nähe zwischen Rennsport und der Raserei für Ultrareiche ist, belegt nicht nur der Schattenriss, den die schnellen Schwaben zuletzt immer wieder gezeigt haben und der genau über die Silhouette von Lewis Hamiltons Silberpfeil passt. Sondern am Rande des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hat sich AMG zum ersten Mal etwas tiefer in die Karten schauen lassen und den Antrieb vorgestellt, der das „Project One“ zum ultimativen Überflieger machen soll. Und sieht tatsächlich verdammt nach Formel 1 aus. In seinem Zentrum steht ein gerade mal 1,6 Liter großer V6-Motor, der direkt hinter der Kabine montiert wird. Nach den gleichen Skizzen wie für die Formel 1 ebenfalls im englischen Brixworth gebaut, bringt ihn ein elektrischer Turbo auf bis zu 11.000 Touren. So schnell dreht sonst kein anderes Straßenauto. Er wird kombiniert mit vier weiteren E-Maschinen, von denen zwei auf die Vorderräder wirken. Gespeist werden sie mit denselben Akkus, die Mercedes auch in der Formel 1 einsetzt. „Nur dass wir die Kapazität etwa vervierfachen und so im Alltag bis zu 25 Kilometer elektrischer Reichweite bieten“, sagt Moers. Wobei kaum anzunehmen ist, dass irgendjemand dieses Auto im Flüstermodus fahren wird oder durch den Hybridantrieb tatsächlich Sprit sparen will.



Viel eher lässt sich mit diesem Paket eine Fahrdynamik erreichen, die ihresgleichen sucht. Nachdem AMG schon beim SLS e-cell mit Torque Vectoring an vier einzelnen Rädern experimentiert hat, sollte das Project One um die Ecken gehen wie kein anderer Sportwagen und so dem Bugatti lässig davonfahren können. Selbst wenn der auf der Gerade mehr als 400 km/h schafft.

Und auch auf der Gerade ist das Rennen längst noch nicht gelaufen. Zwar gibt es noch nicht mal ansatzweise offizielle Daten. Doch als definitiv schnellster Silberpfeil aller Zeiten sollte der Überflieger in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100 sprinten und bei 350 km/h noch reichlich Luft nach oben haben.



Aber nicht nur bei Antrieb, Fahrleistungen und Fahrverhalten dringt Mercedes in neue Sphären vor. Sondern auch beim Preis sprengen die Schwaben den Rahmen und eifern den knapp drei Millionen Euro des Bugatti Chiron nach. Denn wer ab 2019 einen der gerade mal 275 Project One fahren oder in seine klimatisierte Sammler-Garage stellen möchte, der sollte sich – so hört man aus Kreisen der potentiellen Kunden – auf rund 2,8 Millionen Euro einstellen. So kommen manche Schnellfahrer schon zum Hyperventilieren, noch bevor sie das erste Mal Gas gegeben haben.

p1

McLaren P1 LM: Nordschleifenking!

Eine ganz eigene Welt

Der McLaren P1 LM krönt sich zum Nordschleifenking



Vor ein paar Wochen konntet ihr an dieser Stelle lesen, dass Lanzante Motorsport mit ihrem aufgebohrten McLaren P1 GTR am Nürburgring herumtschundern und wohl demnächst eine Attacke auf den Nordschleifenrekord wagen wollen. Wenig später ist es soweit und der McLaren P1 LM hat eine neue Zeitrechnung eingeläutet.

Text: Jakob Stantejsky



Muss der Lamborghini Huracán Performante jetzt weinen, weil er seinen 6:52,01 Minuten-Rekord nach nur wenigen Wochen wieder los ist? Nein, muss er nicht. Denn im Unterschied zum flotten Italiener ist der P1 LM kein Serienfahrzeug, sondern ein Rennstreckenauto mit Straßenzulassung. Das bedeutet, dass sich lediglich der Radical SR8 von seinem 2009 (!) aufgestellten Rekord für Fahrzeuge mit Straßenzulassung verabschieden muss, der bei 6:48,28 Minuten liegt. Übrigens: Auch die 6:45,90 Minuten des Nio EP9, der allerdings weder straßenzugelassen noch Serie ist, wurden vom P1 LM übertrumpft und damit ist wieder ein Benziner die schnellste Macht auf der Nordschleife. Und was für eine. Denn mit einer Fabelzeit von 6:43,22 Minuten distanziert der Engländer jegliche Konkurrenz deutlich. Wir sind gespannt, wann und ob einmal eine Zeit unter 6:30 fällt.

Was ihr vielleicht noch nicht wusstet: Bei seinem ersten öffentlich Auftritt im vergangenen Sommer hat der McLaren P1 LM auch gleich die Rekordzeit für den berühmt-berüchtigten Goodwood Hillcimb an sich gerissen. Diese Meisterleistung könnt ihr im Video unten begutachten.