Video: Mark Webber bewirbt sich bei The Grand Tour

Porsche vs. Mercedes

Mark Webber bewirbt sich bei The Grand Tour



Wer ist dieser Mark Webber bloß, fragen sich James May und Richard Hammond zähneknirschend zu Beginn des Videos – der zweitbeste Rennfahrer Australiens, klärt Jeremy Clarkson auf. Wie immer ist also eine ordentliche Portion Klamauk dabei, wenn die The Grand Tour-isten am Bildschirm erscheinen. Webbers Bewerbung verläuft dennoch gut…zumindest anfangs.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: The Grand Tour



Denn unerklärlicherweise kann der australische ehemalige Formel 1-Fahrer zwar aus dem Porsche GT2 RS eine Rundenzeit zaubern, die selbst den verdrießten Herren May und Hammond ein Lachen ins Gesicht zaubert. Im Mercedes-AMG GT R hingegen geht nicht so recht viel weiter. Und das, obwohl Webber doch beteuert, alles Menschen- und Maschinenmögliche aus dem giftgrünen Boliden geholt zu haben. Hmmmmmmmmmmmmmmmmm. Könnte es sein, dass das Urteil des Vollblutracers von seiner Anstellung bei einer gewissen Zuffenhausener Sportwagenfirma getrübt wird? Nein, so etwas würden nur die bösesten aller Zungen munkeln. Nichtsdestotrotz wäre der Australier eine exzellente Wahl für den freien Posten als Fahrer bei The Grand Tour. Clarkson, May und Hammond biegen seine Wahrnehmung schon noch hin – hoffentlich, jedenfalls!

Der Mercedes-AMG GT Black Series am Nürburgring

Attacke auf den Porsche GT2 RS?

Der Mercedes-AMG GT Black Series am Nürburgring



Den Mercedes-AMG GT gibt es mittlerweile in gefühlt tausend unterschiedlichen Varianten. Doch demnächst wächst die Familie um ein weiteres Mitglied an, den GT Black Series. Der soll dann die allerschärfste Straßenversion des Boliden sein, die überhaupt möglich ist, und die Brücke zu den Rennstreckenracern GT3 und GT4 endgültig schließen. Eben dieses Monstrum testet nun am Nürburgring.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Automotive Mike



Doch was will er denn in der Grünen Hölle, der Mercedes-AMG GT Black Series? Einerseits geht es sicherlich um den letzten Feinschliff, bevor der Supersportler dann präsentiert und schlussendlich an die glücklichen Kunden ausgeliefert wird. Andererseits kann man ja, wenn man schon mal da ist, auch ein Bisschen in Richtung Porsche GT2 RS linsen, der ja vor kurzem die Zuffenhausener wieder zum King of the Ring gemacht hat. Dessen atemberaubender Nordschleifenrekord von Ende September liegt bei 6:47,3 und dürfte dem GT Black Series ganz gut ins potentielle Beuteschema passen. Schließlich wird der 4,0 Liter-V8 aus dem GT R nocheinmal hübsch frisiert und soll, Gerüchten zufolge, über 600 Pferde auf die Rennbahn schicken. Ob die Affalterbacher damit den Porsche GT2 RS tatsächlich gefährden können, wird sich erst zeigen müssen – wir hoffen jedenfalls stark, dass das schwäbische Duell über die Bühne geht.

McLaren 720S gegen zwei 900 PS-Huracán

Zwei neue Herausforderer

McLaren 720S gegen zwei 900 PS-Huracán



Normalerweise schaut man bei einem Dragrace vor allem mal auf Leistung, Gewicht und Antriebsart und schon ist in der Regel eine recht fundierte Prognose zu wagen. Doch der McLaren 720S, der wehrt sich irgendwie und übertrumpft regelmäßig Autos, für die er nach diesen Kriterien kein Gegner sein sollte. Aber jetzt, gegen zwei 900 PS-Lamborghini Huracán, muss Schluss mit lustig sein. Oder?

Text: Jakob Stantejsky / Foto: DragTimes



900 Pferdestärken? Was sind das denn für Huracán?! Wie ihr richtig bemerkt habt, leisten die beiden Lamborghinis weit mehr, als jeder Serien-Huracán zustandebringt. Denn an den beiden Biestern wurde fies herumgeschraubt und so hat der 5,2 Liter-V10 jetzt beim weißen Modell eine Kompressoraufladung und beim giftgrünen Boliden einen Biturbo spendiert bekommen. Letzterer wird auch noch von allen vier Rädern angetrieben, ein weiterer Vorteil. Genaue Leistungsdaten haben wir zu den wilden Stieren leider nicht, aber beide sollen tatsächlich über 900 PS ausspucken. Gegen diese Wucht an Zahlen wirkt der McLaren 720S mit seinem 4,0 Liter-V8 und den 720 PS ja fast kläglich. Immerhin jedoch hat der Brite von Haus aus zwei Turbos mit an Bord und schon mehrfach ergaben private Dynotests, dass er weit mehr als seine offiziellen 720 Pferde leisten dürfte, nämlich ungefähr 50 mehr als im Datenblatt stehen.

Das verändert die Perspektive natürlich ein Stück weit, da die Italiener jedoch nur geringfügig mehr wiegen als der Engländer und zudem immer noch einen deutlich härteren Punch haben, sollte es dennoch eine gmahde Wiesn für die beiden Huracán sein, nicht wahr? Es wäre nicht der McLaren 720S, wenn alles so einfach wäre – auch diesmal spuckt er seinen überzüchteten Konkurrenten in die Suppe und wischt mit ihnen den Boden auf. Sogar beim Stehendstart hat der AWD-Lambo keine Chance. Bei McLaren muss ein Haufen Vollblutgenies zugange sein!

Zu sechst im Multipla über die Nordschleife

6 guys, 1 car

Zu sechst im Multipla über den Nürburgring



Supersportler wie der Porsche GT2 RS, der McLaren P1 LM, der Nio EP9 und viele andere knallen auf dem Nürburgring regelmäßig fette Rekorde auf den Asphalt. Allerdings sind all diese Boliden für uns Otto Normalverbraucher in etwa so erreichbar wie ein fünf-Uhr-Tee mit der Queen. Die Burschen von OneLapHeroes gehen die grüne Hölle daher anders an: Im Fiat Multipla soll die berüchtigte Nordschleife bezwungen werden.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: OneLapHeroes



Im ersten Video mag ja alles noch eitel Wonne und feuchtfröhliche Gaudi sein, doch spätestens im zweiten Filmchen, das ihr euch ein Stück weiter unten geben könnt, geht es ans Eingemachte. Denn die OneLapHeroes wollen nicht einfach nur mal zu sechst in einem Auto den Nürburgring erleben, sondern aus ihrem Fiat Multipla den schnellsten Sechssitzer machen, der je auf der Nordschleife unterwegs war. Die ganze Geschichte nennen sie dann Project Multilap (wie gewitzt!) und ihr findet auf dem oben verlinkten YouTube-Kanal auch noch mehrere Videos zum Thema.

Wenn ich mir vorstelle, wie ich mit sechs meiner Freunde im Fahrzeug einen Nürburgringrekord aufzustellen versuche, befällt mich eine Mischung aus breitem Grinsen und angstgeweiteten Augen. Einerseits kann man es wohl nicht lustiger haben, andererseits…na ja, ihr wisst doch, wie Freunde so sind – beim Ritt durchs Karussell etwa brauche ich keine grölenden Affen im Nacken. Das sehen offenbar auch die OneLapHeroes so und daher nimmt bei der Rekordfahrt nur der Fahrer im Multipla Platz. Mit Semislicks schafft er es dann auch, eine respektable Zeit von 10.21,60 in die Grüne Hölle zu brennen. Der Fiat Multipla kann eben alles. Und zwar am besten!


Maserati Ghibli 2018


1966 wurde der Maserati Ghibli erstmals auf der Turiner-Autoschau vorgestellt. Seither haben die Italiener den Sportwagen stetig weiter entwickelt. Nicht nur zu einer mit jeder Menge zeitgemäßen Features ausgestatteten Limousine, sondern auch zu einem alltagstauglichen Begleiter für stilvolle Individualisten.

Advertorial

Oft werden sie als „Die Schönsten unter den Schnellen“ bezeichnet – die Autos mit dem Dreizack aus Modena, in Italien. Schlichte Eleganz gepaart mit starken inneren Werten – das war immer schon ein Erkennungsmerkmal von Maseratis. Die kultiviert laufenden, starken Motoren, sind Markenzeichen des Hauses. Der Klang, der von ihnen ausgeht ebenso. Einen Maserati „erfährt“ man stets mit allen Sinnen. Seit jeher.





„Das Auto war so gut, ich brauchte nur zu lenken“



Anno 2018 gibt der Ghibli die sportliche Limousine für Maserati-Einsteiger mit Rennsport-Genen. Neben allen Tugenden, die ein komfortables Reiseauto der feinsten Klasse heutzutage mitbringen muss, trifft hier absolut alltagstauglicher Chic auf ernsthafte Motorsport-Tugenden, die sich bis in die Formel 1 der 1950er Jahre zurückverfolgen lässt, als niemand Geringerer denn Juan Manuel Fangio für die Marke mit dem Dreizack die Weltmeisterschaft gewann. Legendär sein von damals überliefertes Kompliment an das Fahrzeug: „Das Auto war so gut, ich brauchte nur zu lenken“.

Protzen  dürfen andere

Der “Ghibli” punktet trotz sportlicher Eleganz und aggressivem Kühlergrill mit noblem Understatement – protzen dürfen und sollen andere. Er möchte nicht Neid, sondern Bewunderung ernten. Und schafft dies auch mühelos, natürlich am besten und effektivsten bei Kennern, aber auch bei Menschen, die bislang nicht auf Sportwagen reflektierten.





Mehrere Motoren

Interessenten stehen mehrere Motoren-Optionen zur Wahl: Zwei V6-Benzinmotoren (350 PS, 430 PS und 430 PS AWD) und ein sparsamer V6-Diesel (275 PS – mit durchschnittlich nur 5,9 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer). Den Ghibli gibt es übrigens, wie man vielleicht nicht vermuten würde, auch mit Q4-Allradantrieb. Er ist das Spitzenmodell der Baureihe und 316 kW (430 PS) stark. Das macht ihn 286 km/h schnell und lässt ihn bei Bedarf in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurten.

Beim Thema Sicherheit wurde ebenfalls stark investiert. Das Highway Assist System (HAS) fasst zeitgemäße Features wie Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent (LKA), Adaptive Cruise Control mit Stop & Go Funktion und aktiven Totwinkel-Assistent zusammen. LED-Tagfahrleuchten mit intelligenter Steuerung verstehen sich dabei fast schon von selbst.

Der Ghibli bedient alle Sinne, ohne Interessenten derselben zu berauben. Ein Maßanzug hat natürlich seinen Wert – ab 77.375 Euro darf man sich Besitzer eines Ghiblis nennen – dolce vita serienmäßig!

Attraktive Leasing-Finanzierungen ab € 399,- pro Monat erleichtern die Entscheidung. Details sind bei den beiden offiziellen Maserati-Händlern PAPPAS und KEUSCH | Premium, in Wien und Salzburg, zu erhalten – ebenso wie eine Probefahrt! Interessiert?


Cool Bus: Der schnellste Schulbus der Welt

Der schnellste Schulbus der Welt

Gestatten: Cool Bus



Was tun, wenn Drag Racing deine Leidenschaft ist, du schon mehrere Boliden für diesen Sport selbst gebaut hast und auf der Suche nach einer neuen, echten Herausforderung bist? Ganz klar, du bastelst einen monströsen Drag-Schulbus. Damit die Geschichte dann noch locker von der Zunge geht, nennst du ihn Cool Bus. Dein Name? Ken Nelson.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: John Schaser



Der Amerikaner (was auch sonst?) hat in mühevoller Handarbeit den schärfsten Schulbus der Welt erschaffen, wobei er den Maßstab natürlich etwas nach unten geschoben hat. Die Proportionen des sechs Meter langen und 1,80 breiten wie hohen Busimitats schauen auf jeden Fall recht ordentlich aus. Beim ersten Hinschauen könnte man fast glauben, es handelt sich um einen aufgemotzten echten Schulbus. Dem ist jedoch nicht so, die Außenhülle hat Nelson ganz aus Aluminium und Fieberglas gebastelt. Sogar sämtliche Lichter und Blinker hat der Dragfan authentisch und voll funktionsfähig nachgebildet. Der gigantische Funkengeysir dürfte jedoch eine Neuentwicklung sein, zumindest wäre mir das bisher noch an keinem anderen Schulbus aufgefallen. Aber ich kann mich ja täuschen. Auch der Wheelie, den der Cool Bus auf den Asphalt legt, gehört wohl eher in die Kategorie der Zusatzfunktionen und ist der unfassbaren Kraft von 1000 PS aus dem Big-Block-Chevy-Motor geschuldet, der an der Hinterachse werkelt.

Allen Sicherheitsfanatikern (ist ja schließlich ein Schulbus) sei gesagt: Der Cool Bus erfüllt sämtliche Auflagen der NHRA und ist mit allen nötigen Systemen ausgestattet. Nur der City-Notbremsassistent dürfte fehlen. Doch auch die gewissenhafte Vorbereitung kann Unfälle manchmal nicht verhindern, wie man im Video unten sehen kann. Da hebt der Cool Bus nämlich ganz ordentlich ab – Ken Nelson blieb dabei jedoch unverletzt.


Stop-Motion-Video: So zerlegt man einen Motor

Stop-Motion-Magie

So zerlegt man einen Motor



Nicht jeder Autofan ist automatisch auch ein leidenschaftlicher Bastler, aber so ein Motorblock übt doch eine gewisse Faszination auf uns alle aus. Der YouTube-Channel How a Car Works demonstriert nun auf hypnotisierende Art und Weise, wie so ein Motor eigentlich aufgebaut ist und abgebaut wird.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: How a Car Works



Für manche von euch ist das jetzt vielleicht ein alter Hut, da ihr selbst schon bis zum Hals in den verschiedensten Motorblöcken gesteckt seid. Doch die Stop-Motion-Technik, mit der die Jungs – und eventuell Mädels, wer weiß das schon? – die Zerlegung des 1,6 Liter-Mazda Mx-5-Motors aufbereitet haben, gewährt schon ganz besondere Einblicke in die Welt der Automechanik. Denn so einen ungehinderten Blick auf die Abläufe kriegt man anderweitig kaum hin, schließlich ist sonst dauernd eine störende Hand oder ein verschwitzter Rücken im Bild.

Die spezielle Magie des Filmchens musste jedoch teuer erkauft werden, schließlich stecken darin vier Tage Dreharbeiten und weitere acht lange Tage Schnitt. Das Ergebnis kann sich jedoch mehr als nur sehen lassen und zählt zu den besten Motorschraubervideos, die ich bisher auf YouTube gesehen habe.

Achterschleifen-Rennen: Racing für Wahnsinnige!

Racing für Wahnsinnige

Achterschleifen-Rennen



Amerikanische Rennen sind irgendwie eine Sache ganz für sich. Denn entweder die Action ist, solange alles gut geht, enden wollend – ich denke hier an Dragracing und NASCAR, auch wenn da jetzt Einige aufschreien – oder es geht zu wie im Irrenhaus. Mein neuester Liebling sind Achterschleifen-Rennen, die genauso krank sind, wie es sich anhört.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Adam Radiske/Jukin Media



Stundenlang im Kreis zu fahren, stelle ich mir trotz der Zentimeterabstände und der haarsträubenden Geschwindigkeiten auf gewisse Weise eintönig vor. Doch was, wenn man die Kringelei ein wenig aufpeppt und ihr einen Twist gibt. Sogar wortwörtlich, denn was ist ein Achter anderes als ein verdrehter Kreis? Klingt schon mal nicht schlecht, immerhin fährt man dann nicht nur eine einzige ewige Linkskurve, sondern darf auch mal nach rechts abbiegen. Bei der zwangsläufig entstehenden Kreuzung baut man halt eine Brücke und gut ist es. Sinnvoller Gedanke – aber danke, nein danke. Denn was peppt ein Rennen mehr auf als eine Kreuzung, auf der sich die Boliden im Sekundentakt in die Quere kommen? Ich muss zugeben, mir fällt diesseits von Mario Kart nichts ein.

Wer bremst, verliert. So heißt es im Rennsport oft salopp. Doch beim Achterschleifen-Rennen muss weiter gedacht werden. Schließlich steuere ich eventuell gerade im herrlichen 90 Grad-Winkel mit einer Affengeschwindigkeit auf einen anderen Raser zu. Irgendwer muss jetzt zumindest vom Gas, bloß nicht beide. Kann ich mich auf meinen Gegner verlassen oder lege ich selbt eine Notbremsung ein? Ziehe ich einfach durch, ohne Rücksicht auf Verluste? In dem Video sieht es eher so aus, als würde eine Mischung aus Intellekt und Brutalität den Erfolg bringen. Aber traue ich mich das tatsächlich? Fragen über Fragen, die jeder Fahren pro Rennen hunderte Male in Sekundenschnelle beantworten muss. Denn der Spaß dauert auch noch drei volle Stunden. Na danke – ich bleib bei der Formel 1.

Mazda CX-5: Mit anderen Augen

Mazda CX-5

Mit anderen Augen



Wie beurteilen Menschen, die beruflich viel mit Design zu tun -haben, die Formen eines Autos? Wir baten vier Experten um ihre -Eindrücke. Das Werkstück: ein Mazda CX-5.

Text: Franz J. Sauer



Die Auswahl erfolgte keineswegs zufällig.
Man weiß ja, dass die Marke Mazda ihre USP (nebst gefinkelten technischen Komfortlösungen und fleißigen Helferlein) speziell in der äußeren Form ihrer Autos festlegt. Vom Spaßhobel MX-5 bis hin zu den SUV der CX-Reihe wird dem Design große Bedeutung geschenkt, was den Grundstein für die generelle Unverwechselbarkeit der Mazda-Formensprache im Straßenbild legt. Unterstrichen wird derlei von kreativen Farbtönen – das sogenannte „Crystal Soul Red“ der aktuellen CX-5-Baureihe ist wohl einer der durchdringendsten Farbtöne der Automobillandschaft.
Dennoch: ein SUV, das einerseits allen technischen Herausforderungen an seine Bauart gerecht werden, dabei aber gleichzeitig konkurrenzfähig im Preis bleiben muss, ohne auf Fisimatenten zu verzichten, die anderswo längst Serie sind, verlangt seinen Zeichnern einiges an Grätschen ab. Umso erstaunlicher erscheint, mit wie viel Liebe zum Detail gerade der CX-5 äußerlich auftritt. Und wie weit er sich doch letztlich seit seinem Erstmodell weiterentwickelt hat, obwohl er in den Grundlinien markant unverwechselbar geblieben ist.


  • Simon Hausknost

    Der Schmuckdesigner und Stahlschmied sucht seine Inspiration in natürlichen Formen und findet auch im Mazda CX-5 einen Hai.


Während unsereins solch gottvollen Schnick-Schnack erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt, finden Menschen vom Fach sofort Besonderheiten in der Linienführung, auf die es ankommt. Simon Hausknost etwa – einst in Ferlach zum Büchsenmacher ausgebildet, dabei mit profundem Know-how in der Stahlverarbeitung ausgerüstet worden und später zu einem der gefragtesten Stahlschmuck-Designer Österreichs avanciert – pflegt, perfektes Design daran festzumachen, wie viel Natur in den Linien, Falzen und Verwerfungen zu finden ist. „Sucht man eine perfekte Form, wird man immer in der Natur fündig. Man denke an ein Samenkorn. Oder an einen Fisch, einen Hai. Der ist perfekt geformt, sowohl vom optischen als auch vom funktionellen Aspekt her. Die Stromlinienform, das große Maul, der flache Kopf – besser geht’s nicht, wenn man im Wasser schwimmen und sich als Raubtier verdingen muss.“ Unnatürlich wird’s, wenn sich das Licht in einer Fläche bricht. „Das ist immer die Nagelprobe für meine Schmuckstücke. Wenn nirgendwo was reflektiert wird, ist auch keine Kante drinnen.“
All seine instinktiven Kontrollmechanismen wendet der Stahlschmied, der sich selbst eher als funktionellen Autofreund betrachtet, auch beim Design des Mazda CX-5 an. Er lobt die Linienführung, ihre Schlüssigkeit in einem durch von vorne bis hinten, findet Gefallen an von ihm so genannten „gefälligen Fleißaufgaben“ beim Übergang von einem Karosserieteil zum anderen. Und er entdeckt auch schnell den Haifisch im Auto: „Das Maul stahlt Selbstbewusstsein aus. Frisst die Luft. Und liefert den starken Auftritt, ohne aufgesetzt zu wirken. Es fügt sich schlüssig ins Gesamtkonzept.“


  • Daniel Huber

    Im Bestreben, zu viele „Design-Spielereien“ am Mazda CX-5 zu entlarven, muss der Industrial Designer w.o. geben.


Etwas nüchterner sieht Daniel Huber, Co-Eigentümer der hocherfolgreichen Wiener Industrial Design Agentur Spirit Design die Formensprache des Mazda CX-5, zunächst sogar mit ein paar Vorurteilen ausgestattet. „Auto-Designer toben sich gerne bei Scheinwerfern aus. Früher waren das einfache Lampen, heute mit der LED-Technik kann man da ziemlich was machen.“ Dennoch findet er beim diesbezüglichen Auftritt des Mazda CX-5 keinen Makel. Im Gegenteil, wie die Scheinwerfer der Frontpartie mit den Rücklichtern puncto Formensprache korrelieren, findet seine Anerkennung. „Der Abschluss eines Autos ist fast wichtiger als das Front-Design. Hier kann man leicht Fehler machen.“ Wichtig ist ihm auch die Haptik, „schönes Design muss sich gut anfühlen.“ Man hat den Eindruck, er streichelt den Mazda richtiggehend. „Noch viel wichtiger ist aber das Innere.“
Hier bedienen die Lüftungsdüsen das Klischee des Industrial Designers. „Am besten sind sie rund. Dann kann nix schiefgehen.“ Mit kundigem Blick sucht er nach Stellen, die man nicht gleich sieht, wo man also theoretisch sparen könnte, wird aber kaum fündig. Faszinierend kommt das Lenkrad, dick, fett, mit gut angeordneter Schalterei. Und auch an den Bedienelementen findet sich kein auffälliger Schnitzer. Im Gegenteil: Die Schlüssigkeit der Ergonomie wird ausdrücklich gelobt.

Die Besonderheiten am Profiblick: Hausknost outete einen höchst unauffälligen Schnörksel am linken und rechten Rand des Kühlergrills als „aufwändige Design-Handarbeit“, Huber entdeckte ein kongruentes Zusammenspiel von Kühler-Form und Mazda-Logo, die uns nicht auf den sechzehnten Blick aufgefallen wäre. Als schwierigste Aufgabe wird von beiden die Notwendigkeit, Technik mit Design zu vermengen, ausgelobt. Mit durchaus guten Noten für den Mazda CX-5.


  • Lee Matthews

    Der Tischler und Möbeldesigner mag es gemütlich im Auto, lobt die gefühlte Robustheit des Mazda CX-5.


Lee Matthews hatte stets Probleme damit, wie man hierzulande seinen Familiennamen aussprach. Quasi als Resignation vor der Anglophobie der Österreicher (zunächst lebte der Australier in Innsbruck, dann in Wien) nannte er seine kleine Firma „Mafoo“ und verdingt sich nun schon seit einigen Jahren als Designer und Hersteller exklusiver Retro-Möbel.
„I am a stickler for details“, warnt er. Macht sich sofort auf die Suche. Und wird kaum fündig, was aus seinem Mund als Kompliment zu gelten hat. Bald wendet er sich sozusagen seinem Fachgebiet zu, taxiert den Innenraum. „Der Sitz sieht kuschelig aus. Er sieht aus, als könnte er dich halten. So richtig.“ Ein Autositz, der einen halten kann. Nicht loslassen mag. Sowohl aus sicherheitstechnischer wie aus ergonomischer Sicht eine spannende Sache. Weiters mag Lee die fette Mittelkonsole, obwohl er weder ein Freund der Chromeinfassung ist („aber bei Autos muss das wohl so sein“) noch selbst auf die Idee kommen würde, „shiny materials“ wie das Klavierlack-Dekor zu verbauen, „der Fingerabdrücke wegen“. Ausdrücklich Gefallen findet „Mafoo“ an der Beschaffenheit des Leders, wie es sich um jede Falz biegt und wirklich jede begreifbare Fläche umhüllt. Der Schalthebel liegt ebenso gut in der Hand des gelernten Tischlers wie das Lenkrad, einzig die spannende Außenfarbe geht dem leidenschaftlichen Wohnmobil-Besitzer im Inneren ab. „Everything is black here. Dabei ist die Außenfarbe so schön. It should be seen also in here.“


  • Heinz Lichtenegger

    Der Pro-Ject-Boss hätte dem Mazda CX-5 nicht so viel hochwertige Haptik zugetraut und lobt den Soundeindruck.


Dass man sich am Geräusch der Türen orientiert, ist selbst Normalo-Autofreunden kein Mysterium. Klingt es fett und nach Tresortür, spricht das für Wertigkeit. Klingt es hohl und schwingt lange nach, sieht man dem Seiten-Crash besorgt entgegen. Ein Profi-Akustiker findet allerdings weit mehr Geräuschkulisse an und in einem Auto. Also bitten wir Heinz Lichtenegger, Chef und Eigentümer von Pro-Ject, dem weltgrößten Plattenspieler-Hersteller, zum autophilen Soundcheck.
„Als erstes drück ich alle Knöpfe, dreh an allen Potis (Anmerkung: hiermit sind Drehregler gemeint), horche darauf, wie das klingt, und achte auch haptisch auf meinen Eindruck. Hält der Knopf, steckt der Regler oder fällt er bald heraus? Liefert er Feedback oder fühlt er sich schwammig an?“ Die Mazda-Performance beeindruckt den als pingelig bekannten Qualitäts-Freak, dessen neuer und voll energieautark arbeitenden Firmenzentrale bei Mistelbach man durchaus technisches Interesse über das bloße HiFi-Gebiet hinaus ansieht.
„Im Wesentlichen geht es dem Autofreund natürlich um den Klang des Motors. Der aber auch nicht störend sein darf, auf längere Sicht. Außerdem sollten nicht zu viele Geräusche von außen hereindringen. Aber das alles ist hier ansprechend gut gelöst.“ Es scheint fast, als hätte man sich nicht so viel hohes Niveau vom Mazda CX-5 erwartet.



Kleinstes gemeinsames Vielfaches? Allen taugt das Head-up-Display, das nicht nur Bilder an die Windschutzscheibe strahlt, sondern sein eigenes, kleines Glasdisplay ausklappt. Die einfache Zusammenfassung wesentlicher Informationen im Blickfeld des Fahrers überzeugt alle. Dass man auch an Stellen, die man eher nie begreift, nicht auf ordentliche Verarbeitung vergessen hat, schafft Bonuspunkte, der Materialmix im Inneren polarisiert, was aber letztlich auch wieder für ihn spricht. Auf den Fahrkomfort an sich zu achten, dazu ließen wir den Probanden mit unserer nervigen Fragerei kaum Zeit. Dass hier aber keinerlei Complaints laut wurden, spricht ebenfalls mehr für den Mazda CX-5 als gegen ihn.

Der erste Chiron steht beim Gebrauchtwagenhändler

Schnäppchenjäger aufgehorcht?

Der erste Chiron steht beim Gebrauchtwagenhändler



Ach, da kann ich mich total identifizieren: Übermütig habe ich mir wieder mal irgendein 2,856 Millionen Euro teures Spielzeug gegönnt und jetzt steh ich blöd da, weil es mir doch gar keinen rechten Spaß mehr macht. Verscherbel ich das Ding halt einfach wieder. So easy ist das.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Romans International



Zugegebenernaßen steckt hinter dem Verkauf dieses Bugatti Chiron höchstwahrscheinlich mehr Kalkül als ich das soeben vermittelt habe. Schließlich darf sich der noch-Besitzer nach dem abgewickelten Geschäft über 4,1 Millionen Euro freuen. Richtig gelesen, dieser Gebrauchtwagen hat tatsächlich in etwas mehr als einem Jahr seinen Wert massiv gesteigert. Warum das nie so funktioniert, wenn Otto Normalverbraucher seine klapprige Kutsche loswerden will? Weil es von der meist nicht nur 500 Stück auf dieser Welt gibt. Noch dazu sind 250 Exemplare des Chiron bereits verkauft und die Wartezeit für einen Neuwagen beträgt momentan ungefähr drei Jahre. Da gibt man schon mal lieber eine gute Mille mehr aus und hat das neue Spielzeug dafür sofort.



Eine Wertsteigerung von knapp 44 Prozent innerhalb weniger Monate kann sich durchaus sehen lassen und deshalb steht der Chiron jetzt auch beim Luxusautohändler Romans International in England. Zurückgelegt hat der Supersportwagen bisher lediglich 2.140 Kilometer, die Abnutzungserscheinungen dürften sich also in engen Grenzen halten. Der Besitzer mochte es offenbar gern dunkel, denn außen hat er seinem Gefährt die Lackierung Nocturne Black verpassen lassen, während die Innereien in belugaschwarz daherkommen. Und weil man sich ja sonst nichts gönnt, hat der Gute auch noch ein Interieur aus Leder und Karbon per Aufpreis dazubestellt und standesgemäß auch die Sitze zu Karbonsesseln aufrüsten lassen. Falls ihr jetzt ins Grübeln gekommen seid, gebe ich euch noch einen letzten Anstoß in Richtung Kauf mit: Die Werksgarantie läuft noch bis 2021, Reparaturkosten sollten also euer geringstes Problem sein.