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Stil ist eine Frage des Charakters

Fiat 500s

Stil ist eine Frage des Charakters


Zwei Blogger, ein Auto, ein Insider-Trip in die City. Hank, Jean-Claude und der Fiat 500S werden fündig auf der Suche nach Inspiration, Stil und Style.

TEXT: FRANZ J. SAUER / FOTOS: CONSTANT EVOLUTION



Es ist eine Frage, deren Antwort viele ein Leben lang suchen. Dabei ist Stil aber doch nichts, was man verlieren kann, wie ein Geldbörsel oder einen lockeren Ring. Stil ist eine Frage des Charakters – und den hat man oder eben nicht. Ist diese Frage hinlänglich geklärt, kann man über Statements nachdenken. Über äußere Anzeichen. Und passende Accessoires.



Hank und Jean-Claude – zwei Styler aus Passion, stets am Aufspüren von Trends und Abtesten der eigenen Inspiration. Understatement ist die wichtigste Eigenschaft der beiden leidenschaftlichen Fashion-Blogger, die nicht nur privat, sondern auch beruflich stets darauf fokussiert sind, ihren unverwechselbaren Charakter durch Stil auszudrücken. Von Haar bis Schuh, von Uhr bis Jacke passt bei beiden alles, nach Gefühl kombiniert, ohne Vorgabe von Besserwissen oder Orientierung am Massengeschmack. Sich selbst treu bleiben, lautet die Devise. Und zur richtigen Zeit das passende Accessoire griffbereit haben.



Im Spannungsfeld zwischen unverwechselbarer Individualität und zeitgeistigem Lifestyle materialisiert sich der Fiat 500S als ideales Transportmittel für unseren Insider-Trip in die City. Mehr noch – der 500S scheint für die Rolle des trendigen Lifestyle-Accessoires für Männer mit Charakter als Idealbesetzung. Warum? Weil er selbst einen unverwechselbaren Charakter hat. Er paart eines der klassischsten Designs der Automobilgeschichte mit markanten Stilelementen von heute, die sich nicht ganz zufällig immer wieder mit Design-Details in den ausgewählten Hotspots spiegeln.




So korreliert das heimelige Wohnzimmer-Feeling im „SNEAK IN“, jenem genialen Concept-Store, der Café, Bar und Sneaker-Store geschickt miteinander verschmilzt und vor allem Jean-Claude als zweites Wohnzimmer dient, in Anmutung und Ausstattung dem Inneren des 500S. Und das Beats Audio HiFi-System mit 8-Kanal-Verstärker, sechs Lautsprechern und 440 Watt Maximalleistung liefert den Soundtrack. Der gelungene Mix aus Kunst und Lifestyle im „Strictly Hermann“ passt perfekt zur Design-Kunst des Fiat, ausgedrückt in Stilelementen wie dem dominanten Heckspoiler oder der verchromten Auspuffblende. Das schicke Understatement der edlen Zeitmesser aus dem Bell & Ross Store findet seine Entsprechung im verchromten Schaltknauf oder den mattsilbernen Armaturenbretteinlagen im 500S. Und für ungewöhnliche wie wertige Farbakzente in geschmackvoller Akzentuierung finden sich sowohl im „Comerc Store“ als auch im Inneren des Fiat 500S genug Beispiele.



Fest steht: In Sachen Lifestyle kommt es auf Details an, und auf die Verliebtheit in dieselben. Protzen oder Klotzen mit Auffälligem oder Schreiendem ist verpönt, will man Stil beweisen. Ein Fiat 500S ist sowohl für Jean-Claude als auch für Hank das ideale Stadtauto. Ein dramatisch-stimmiges Accessoire, das nicht nur zu gefallen weiß (speziell in den Farben Italia Blau und Alpi Grün Matt), sondern auch technisch wie inhaltlich überzeugt. Die Verbindung stimmt, wie unser City-Trip beweist. Und das nicht nur per Bluetooth und UConnect mit Sprachsteuerung.


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Halbmeilenrekord für den Huracán!

Der zweite Streich

Halbmeilenrekord für den Huracán!



Dass der Lamborghini Huracán als Performante-Version zurzeit den Nordschleifenrekord für Serienfahrzeuge hält, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, denn nun hat sich der feurige Italiener auch noch den Halbmeilengeschwindigkeitsrekord gesichert.

Text: Jakob Stantejsky



Und wer ist der Leidtragende? Ein von Alpha Logic getunter Nissan GT-R muss den Titel abgeben, sein Rekord von 399,63 km/h auf der Halbmeilenmarke hat nicht lange gehalten, schließlich wurde er erst im März dieses Jahres aufgestellt. Sagenhafte 402,77 km/h knallt der Huracán auf den Asphalt und holt sich somit den nächsten heißbegehrten Weltrekord in der Motorsportwelt. Nach der Viertelmeile hat der Lambo übrigens 302,56 Sachen draufgehabt. Selbstverständlich ist dieser Huracán auch aufgemotzt: Dank zweier Turbolader kommt die Underground Racing-Veredelung auf ca. 2.500 bis 3000 PS. Von außen merkt man ihm das kaum an, der Serienlook wurde nicht angetastet.

Hier unten gibt’s übrigens noch den alten Rekord zu sehen, falls jemand Interesse hat!


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Der Lego-911 im Crashtest

Kleinteil-Chaos

Der Lego-911 im Crashtest



Im Herzen sind wir doch alle Kinder geblieben und deshalb stehen wir weiterhin auf Lego und natürlich darauf, Legogebilde zu zerstören. Für Autoenthusiasten ist es also ein besonderes Schmankerl, wenn der ADAC den originalgetreuen Lego-Porsche 911 GT3 RS zum Crashtest schickt. Fest steht: Lego wird sich auch in Zukunft auf Spielzeug beschränken, denn bestehen würden die Dänen nicht.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Lego



Lego Technic haut immer wieder unglaubliche Machwerke raus, die in ihrer Detailverliebtheit jedes Mal aufs Neue überraschen. Da stellt auch eine Sportwagenikone kein Problem für die bastelfreudigen Dänen dar. Aus 2.704 Einzelteilchen entsteht bei korrekter Zusammenbauerei ein Modell des Porsche 911 GT3 RS, das sich im Maßstab von 1:10 immerhin 57 Zentimeter lang präsentiert. Wer sich selbst einen Lego-911 ins Haus stellen will, muss knapp 300 Euro blechen.

Mit 46 km/h haben die Herren bei ADAC das kleine Kunstwerk dann gegen eine Barriere geschickt. Zu eleganten Donauwalzerklängen zerschellt der arme Mini-Supersportler jämmerlich, in dem Auto würde nicht mal ein Floh überleben. Irgendwie hat das ganze sogar was hypnotisches…okay, aber nach dem 20. Betrachtungswinkel reicht es dann auch!


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Nissan GT-R vs. Tesla Model S P90D

Godzilla als Stromfresser?

Nissan GT-R vs. Tesla Model S P90D



Ja wir wissen’s! Das aktuelle Model S P100D wäre wahrscheinlich sowieso schneller als der GT-R, hier tritt ein Supersportwagen gegen eine Limousine an und so weiter und so fort. Aber es ist nicht unsere Schuld, dass Godzilla weiterhin eines der beliebtesten Autos bleibt, wenn es um Dragrennen geht. Trotz seines hohen Alter nimmt er den jungen Wilden immer noch persönlich die Platzreife ab. Kann der Tesla sie sich holen?

Text: Jakob Stantejsky



Der GT-R hat also mal wieder einen Viertelmeilenvergleich gewonnen, nachdem er die letzten Male den Kürzeren gezogen hat. Das Argument mit der Limousine widerrufen wir übrigens gleich wieder, schließlich hat der Audi RS6 Godzilla auch gepackt, und das mit deutlich weniger als den 762 PS des Model S P90D. Dass der Japaner mit 200 Pferden und über 200 Newtonmeter Drehmoment weniger als der Amerikaner daherkommt, sollte vielleicht auch Erwähnung finden, selbst wenn der Tesla mehr wiegt. Schlussendlich finden wir es da doch recht lässig, wie der GT-R den Stromer in die Schranken verweist. Und das ganz ohne sich eine Dreiviertelstunde lang in Aufwärmgymnastik zu ergehen.

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Die Evolution des Porsche 911

Eine Ikone im Wandel der Zeit

Die Evolution des Porsche 911



Ihr alle kennt den 911er. Wir brauchen euch also keine Geschichtsstunde runterzuleiern. Wollen wir auch gar nicht. Aber schaut euch doch mal 53 Jahre, sieben Generationen und eine Million verkaufter Exemplare an Automobilhistorie in einer Minute an! Einfach so, weil’s schön ist.

Text: Jakob Stantejsky



Bei den fließenden Übergängen fällt mal wieder auf, wie wenig Porsche eigentlich am Design des 911 gedreht hat. Klar, er wird länger und flacher, breiter und mächtiger. Doch die Proportionen laufen gar nicht so sehr aus dem Ruder. Vor allem wenn man bedenkt, wie sich andere Ikonen im Laufe der Zeit verändert haben. Wie alle Legenden erntet auch der 911er sowohl Liebe als auch Hass. Denn Neider finden sich immer und die finden immer irgendwelche Argumente. Doch ganz egal, wie man zum Sportwagen-Urgestein steht – diese Erfolgsstory sollte man respektieren.

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Der Anti-Zombie-Lambo

Apokalypse mit Stil

Der Anti-Zombie-Lambo



Zombiefilme und- games gibt es mittlerweile wirklich zuhauf. In jedem davon gibt es mindestens eine Szene, in der die Helden mit einem Gefährt durch die Untotenmassen rauschen. Meist handelt es sich dabei um fette Geländewagen oder gar Panzer. Wir freunden uns jedoch gerade mit dem Anti-Zombie-Lamborghini Reventon an.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Vishal Patil



Wir geben es unumwunden zu: Es wäre praktischer, in einem Auto durch die Zombieapokalypse zu donnern, das reichlich Platz, hohe Terrainflexibilität und möglichst große Reichweite mitbringt. All das kann man Vishal Patils Spezial-Reventon leider nicht andichten. Aber immerhin wurde die Außenhaut des Konzepts zur Burgmauer umgebaut und bietet ordentlich Schutz. Auch das Maschinengewehr am Dach kann man sicherlich mal brauchen in der Rushhour auf der Tangente – äh, ich meine natürlich in einer Umzingelung durch Untote.



Der Künstler hat sich übrigens ein besonders exklusives Fahrzeug zur Veredelung ausgesucht, schließlich gibt es den Reventon nur 21 Mal auf dieser Welt und er kostet um die eineinhalb Millionen Euro. Mit zwölf Zylindern, 650 PS und einer Sprintzeit von 3,4 Sekunden von null auf hundert fährt man zweifellos jedem noch so ausgefallenen Monster davon. Und mit 340 km/h Höchstgeschwindigkeit ist man auch zügig von A nach B unterwegs. Jetzt brauchen wir nur noch einen Reventon, den wir umbauen können.

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Ist das der neue 8er BMW?

Photoshop klärt?

Sehen wir hier bereits den neuen 8er?



Kommendes Wochenende wird der brandneue 8er BMW am Comer See auf dem Concorso d’Eleganza enthüllt. Dementsprechend gibt es bisher auch nicht mehr als ein Teaserbild und ein paar Erlkönigfotos. Jan Peisert hat sich das vorhandene Material nun zur Brust genommen und mit Photoshop den 8er bereits Realität werden lassen.

Text: Jakob Stantejsky



Klar, es gibt bei der Geschichte keinerlei Garantie, dass der echte 8er Peiserts Enthüllung tatsächlich entspricht. Aber allzu sehr tappt der Gute wohl nicht im Dunkeln, da er ja durchaus schon einiges an Material zur Verfügung stehen hatte, mit dem er arbeiten konnte. Das Photoshop-Ergebnis schaut auf jeden Fall einerseits sehr dynamisch und schnittig aus, wird aber mit seiner enormen Länge und dem gigantischen Radstand sicher kein agiler Flitzer. Großes Auto heißt aber auch viel Raum für mächtige Motoren…bis zum Wochenende können wir also von richtig vielen Zylindern träumen. Und am Ende wird es, dem momentanen Trend entsprechend, doch ein vierfach turbogeladener Dreizylinder mit 500 PS und einer Soundkulisse wie eine sterbende Krähe.

Na, keine Sorge – die Herren bei BMW werden uns schon was bieten!

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Volvo XC60: Das beste kompakte SUV?

Die Nummer eins?

Der neue Volvo XC60 rollt an



Normalerweise gibt es im Automobilgeschäft ein klares Süd-Nord-Gefälle: Je teurer die Autos sind, desto weiter im Süden sind die Hersteller zu Hause. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Im Boomsegment der kompakten Geländewagen hat der Norden die Nase vorn. Denn kein deutsches Erzeugnis führt die Statistik an, sondern der Volvo XC60. Kein Wunder also, dass die Schweden in die Vollen gehen, wenn sie den Bestseller jetzt erneuern und am 22. Juli zu Preisen ab 48.050 Euro die zweite Generation in den Handel bringen.

Von Thomas Geiger



Weil das Beste für den Bestseller gerade gut genug ist, bedienen sie sich für die Neuauflage bei niemand geringerem als ihrem Flaggschiff XC90. Auch der XC60 steht deshalb auf der so genannten SPA-Plattform, die außen knackige Proportionen und innen so viel Platz bietet, dass es bei 4,69 Metern Länge auch in der zweiten Reihe für reichlich Beinfreiheit und dahinter für stolze 505 Liter Kofferraum reicht, die sich auf 1 432 Liter erweitern lassen. Er übernimmt die nur dezent mit ein paar Sicken verfeinerte Designlinie und Details wie das von Thors Hammer inspirierte Tagfahrlicht. Und er bietet ein genauso cooles, cleanes und ungeheuer gemütliches Interieur wie sein großer Bruder.



Das von einer hellen, großen Schwinge aus Holz und Aluminium getragene Cockpit wird deshalb auch im XC60 dominiert von animierten Instrumenten und einem großen, senkrecht stehenden Touchscreen. Die wenigen Schalter, die diesen Bildschirm überdauern, werden dafür umso liebevoller inszeniert – wie zum Beispiel die metallene Walze für die Wahl der Fahrmodi oder der wie ein Ring gefasste Würfel, mit dem man den Motor anlässt. Selbst der Schlüssel ist ein kleines Kunstwerk für sich.



Die Motoren kennt man ebenfalls aus den 90er-Modellen – zumal Volvo erst einmal weit oben einsteigt und nur die starken Triebwerke samt Allrad und Automatik anbietet. Firmenchef Hakan Samuelsson malt die Zukunft des Diesels schwärzer als die meisten Konkurrenten oder spricht seine Skepsis zumindest deutlicher aus. Und nicht umsonst gibt es den XC60 vom Start weg auch als T8 mit Plug-In-Hybrid, einer Systemleistung von 407 PS, einer elektrischen Reichweite von 45 Kilometern und einem theoretischen Normverbrauch von 2,1 Litern.



Doch ist Volvo nach wie vor der Premium-Hersteller mit dem höchsten Diesel-Anteil, braucht die Selbstzünder zwingend zum Erreichen der CO2-Vorgaben und wird deshalb auch den XC60 vor allem wieder als Ölbrenner verkaufen. Und das ist auch gut so. Zumindest wenn man den D4 links liegen lässt und gleich in den D5 einsteigt. Der holt aus den 2,0 Litern Hubraum nämlich nicht nur 235 statt 190 PS und hat mit 480 das um 80 Nm höhere Drehmoment. Sondern er nutzt obendrein eine Art Druckluftspeicher in den niederen Gängen als Schrittmacher für den Turbo und kommt so spürbar schneller aus dem Quark: Für den Sprint von 0 auf 100 km/h braucht er deshalb 7,2 Sekunden und wenn man sich am kernigen Klang nicht stört, kann man mit immerhin 220 Sachen über die linke Spur brennen.



Wer die Lust am Diesel aus gegebenem Anlass verloren hat, der kann zwischen zwei Benzinern mit ebenfalls 2,0 Litern Hubraum wählen: Dem 254 PS starken T5 oder dem T6, der es auf 320 PS bringt. Damit schafft man den Spurt von 0 auf 100 dann zwar im besten Fall in 5,9 Sekunden und kommt bei Vollgas auf bis zu 230 km/h. Aber dafür gönnen sich die Triebwerke mit 7,2 oder 7,7 Litern schon auf dem Prüfstand ein Drittel mehr als die Diesel, die mit 5,1 oder 5,5 Litern in der Liste stehen.



Zwar sieht der XC60 bei aller Ähnlichkeit ein bisschen schnittiger aus als sein großer Bruder, man wähnt sich im statt auf dem Sitz, greift etwas engagierter zum Lenkrad und statt von „relaxed confidence“ als Leitline für das Fahrgefühl sprechen die Schweden jetzt von „inspired confidence“ . Doch so richtig dynamisch fühlt sich der XC60 selbst im schärfsten Fahrmodus nicht an. Zu weich ist die Luftfeder, zu stark wankt und rollt der Aufbau beim Lastwechsel, und zu soft ist die Lenkung, als dass man damit durch die Kurven räubern möchte. Zart statt hart, so mag es das Nordlicht und überlässt die Adrenalindusche lieber den deutschen Südländern. Genau wie den Vortritt bei Vollgas, wo selbst der schnellste Volvo nicht die bei BMW & Co., zumindest für die stärkeren Modelle, gesetzten 250 km/h erreicht.



Statt sich ins Lenkrad zu verbeißen, die Kurven zu kratzen und mit der Lichthupe zum Terroristen zu werden, lässt man es deshalb viel lieber ganz locker und entspannt angehen, kuschelt sich in die vielleicht bequemsten Sitze im Segment, lässt sich in ein, dank des aktiven Lenkeingriffs bei drohenden Kollisionen, noch enger geknüpftes Sicherheitsnetz fallen und kommt in dieser Wohlfühloase auf Rädern irgendwann zu einer erhellenden Erkenntnis: Wer länger fährt, kann auch länger genießen.



Schöner und schlauer, cooler und besser connected, geräumiger und gemütlicher – natürlich macht der Volvo XC60 beim Generationswechsel einen gewaltigen Sprung. Doch leider gilt das zumindest bis zur Verfügbarkeit der Basismotorisierungen auch für den Preis. Deshalb ist es ein schöner Trost, dass alte XC60 noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Nachdem der Wagen im letzten Jahr sein bestes Jahr hatte und noch einmal auf knapp 15.000 Zulassungen kam, hat Volvo die Produktion über den Anlauf des Nachfolgers hinaus bis in den August verlängert.

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VW Up GTI: Kleiner Kraftprotz

Kleiner Kraftprotz

Der VW Up wird zum GTI



Der Zwerg aus Wolfsburg dreht auf: Weil auch das jüngste Facelift den Up in der Zulassungsstatistik nicht so richtig nach vorne gebracht und VW offenbar einfach kein Händchen für billige Kleinstwagen hat, schicken die Niedersachsen den Winzling zum Bodybuilding.

Von Thomas Geiger



Ab Anfang 2018 bieten die Wolfsburger den Up auch als GTI mit dicken Backen, ein bisschen aufgemöbeltem Interieur und vor allem mit einem mächtig aufgeblasenen Dreizylinder an. Denn wo für das 1,0-Liter-Motörchen aktuell bei 75 PS Schluss ist, quetscht der Turbo dann stolze 115 PS aus den drei Töpfen.



Zwar hat VW den Up GTI stilecht mit doppelten Seitenstreifen an der Flanke, dem roten GTI-Strich im Grill und den grauen Karos auf den Sitzen eingekleidet. Aber dass in diesem Auto tatsächlich Erinnerungen an die Zeiten des zivilen Ungehorsams im originalen GTI aufkommen, liegt nicht an der Maskerade des Marketings. Sondern das kommt vor allem von einem beinahe traditionellen Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung. Denn mit nicht einmal 1 000 Kilo und 115 PS kommt der Up der ersten GTI-Generation näher als jedes andere Auto im VW-Programm. Und wenn man in einem Up mit mehr als 190 km/h über einsame Landstraßen ohne Limit fliegt, wird einem selbst dann heiß ums Herz, wenn die Klimaanlage die Sommerhitze auf Wohlfühlniveau herunter gekühlt hat. Mit 200 Nm in 8,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und bei Vollgas 197 Sachen – da geht’s aber ab mit dem Up.



Dabei ist die als Drei- oder Fünftürer lieferbare Rennsemmel ist nicht nur gute 20 km/h flotter als das bislang schnellste Serienmodell, sondern auch sehr viel verbindlicher und lässt deshalb tatsächlich so etwas wie Fahrspaß aufkommen. Selbst über das nervige Knattern des Dreizylinders hört man dann tolerant hinweg. Und wer über Sinn und Vernunft dieser Knallbüchse streiten möchte, dem hält man den serienmäßigen Otto-Partikelfilter entgegen, den es sonst (noch) in keinem Sportwagen gibt.



Mit dem Up GTI kämpfen die Niedersachsen allerdings nicht nur gegen falsche Größenvorstellungen, sondern auch gegen den schleppenden Absatz ihres kleinsten Modells. Denn nur mit ein paar frischen Farben, pfiffigen Sondermodellen und ein wenig Connectivity wie beim letzten Facelift ist in diesem Segment gegen die Preisbrecher aus Korea offenbar kein Staat zu machen. Auch damit wiederholt sich bei VW eine alte, nicht ganz so rühmliche Geschichte. Denn schon beim glücklosen Kleinstwagen Lupo musste Anfang des Jahrtausends irgendwann ein GTI her, um den Winzling gar über die Laufzeit zu retten.

911

Der 2019er 911 ist schon am Ring!

Erster Sichtkontakt

Der 2019er 911 ist schon am Ring!



Der aktuelle Porsche 911 ist jetzt schon fast sieben Jahre auf unseren Straßen unterwegs und trotz gelegentlicher Updates wird auch er irgendwann durch die nächste Generation ersetzt werden. Wie die ausschaut und klingt, wissen wir dank Carspotter Jeroen bereits jetzt, denn er hat den 911er am Nürburgring erwischt. Nackt, natürlich!

Text: Jakob Stantejsky



Jetzt sagt ihr vielleicht „Aber woher sollen wir wissen, dass das wirklich der neue Elfer und nicht einfach ein nahendes Update ist?“ Einerseits habt ihr natürlich Recht, ohne offizielle Bestätigung können wir viel behaupten, aber nichts beweisen. Dennoch weist das im Video zu sehende Auto doch zu viele Veränderungen im Vergleich zum momentanen 911er auf, um kein eigenständiges Modell zu sein. Sowohl das Heck mit dem LED-Rückleuchtenstreifen als auch die Front mit modifizierter Haube tauchen so beim aktuellen Elfer nicht auf.

Wie auch immer – gut zu Fuß scheint das gute Stück ja auf jeden Fall bereits zu sein und bei so ausgiebigen Tests (es sind ja noch ungefähr zwei Jahre) können wir sicher sein, dass der 2019er Porsche 911 uns nicht enttäuschen wird. In dieser Hinsicht bleibt also alles beim Alten, sozusagen.