ALPINE

ENDLICH ist die Alpine da!

Sie ist ENDLICH da!

Die ersten Bilder der neuen Alpine



Lange haben wir gewartet und wurden fast Schraube für Schraube mit Details zur neuen Alpine gefüttert. Jetzt, kurz vor der Enthüllung am Genfer Autosalon, kriegen wir endlich die ersten Bilder vom fertigen Sportwagen namens A110. Schaut ja sehr ordentlich aus, aber jetzt wollen wir auch den Rest sehen! Noch zehn Tage!

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Porsche Panamera 4 E-Hybrid Executive

Sanftes Ruhekissen

Porsche Panamera E-Hybrid Executive


Ein gutes Gewissen, sagt man, sei ein sanftes Ruhekissen. Aber auch bei Ruhekissen gilt: Es gibt sanft, und es gibt sanfter, und dann gibt es noch die Executive-Version des Porsche Panamera E-Hybrid.

Text: Bernhard Katzinger | Fotos: Porsche



An luxuriöser Ausstattung herrscht kein Mangel in der Executive-Variante des neuen Porsche Panamera. Und theoretisch ist sie ohne Verbrennung jeglicher Fossilien bewegbar, weil: Plug-in Hybrid mit bis zu 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite.

Executive? Exekutive?

Kurz zur Bedeutung des Wortes „Executive“: Fälschlicherweise könnte man meinen, der Wagen sei so benannt, um die Polizei in die Irre zu leiten, so wie in: „Schurl, lass eahm aus, der gheat zu uns, da steht Exekutive drauf.“

Weit gefehlt. Gemeint ist das mit „Executive“ bezeichnete Mitglied des Top-Managements eines Unternehmens, es handelt sich bei der Fahrzeug- also um eine Zielgruppenbezeichnung. Dies begriffen habend, wundert man sich auch nicht weiter über die üppige Ausstattung im Fonds des luxuriösen Viersitzers.



Das Mikroklima kann sich der Passagier ebenso vielseitig anpassen wie die Intensität und Art der Massage, welche die Ledersitze gekonnt angedeihen lassen. (Im Test empfahl sich „Shiatsu medium“.) Selbst der Dachhimmel ist mit wertig anmutendem Alcantara ausgeschlagen, Wünsche nach audiovisuellem Entertainment bleiben nicht unerfüllt.



Dank 15 Zentimeter längeren Radstands reist es sich trotz der tatsächlich sehr sportwagenartigen Seitenlinie – Quasimodo hat sich den Buckel abtrainiert – auch hinten kommod. Klar, auf die Luxusabteile in den ganz dicken Schiffen fehlen da und dort schon ein paar Zentimeter, aber das Opfer bringt man doch gern, wenn man sich dafür in einem Porsche fortbewegen lassen darf.

Grüner Kraftnachschlag

Im Dynamischen hingegen gibt sich der Direktions-Panamera keine Blöße, auch als Hybrider nicht. Im Gegenteil, hat man in Zuffenhausen laut Selbstauskunft doch besonderen Wert darauf gelegt, das Elektrische nicht so sehr als Öko-Zugeständnis, sondern hauptsächlich als Energie-Aufschlag auszulegen.



Folglich stehen von der Kreuzung weg 700 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, und so lautlos der Herr Direktor sich morgens von der Schwelle seiner prunkvollen Fontana-Villa wegpropellern lässt, genauso kraftvoll geschieht dies: Nach 4,6 Sekunden ist Landstraßentempo erreicht, schneller als sich der Wirtschaftskapitän im hinteren Fauteuil seinen Führungsaufgaben widmen kann.

Sauberer als Amselfürze

Oder seiner Steuererklärung. Erfreuliches Thema im E-Hybrid, bei einem gesetzlich verbrieften Normverbrauch von lediglich 2,5 Liter auf 100 Kilometer. Das sind umgerechnet 56 Gramm CO2 pro Kilometer, womit der stattliche Wagen über den ökologischen Fußabdruck eines von Flatulenzen unbehelligten Amselbabys verfügt. Was der Gesetzgeber mit einem großzügigen Dispens von der Normverbrauchsabgabe belohnt – wieder 20.000 Euro gespart.



Gut, mit einem Basispreis von 117 Kilo Eiern qualifiziert sich der Panamera nicht mehr für die 1.500 Euro schwere Leichtfried-Prämie, die ab 2017 für Plug-in-Hybridautos ausgeschüttet wird. Wenigstens wird die 50.000 Euro-Grenze für diese Förderung nicht knapp, sondern deutlich überschritten, da braucht man sich nicht gar so zu ärgern.

Insgesamt liefert der ökologisch wertvolle Sport-Luxusliner 462 PS an das Ökosystem Straße ab, womit er beim Quartett nur hinter dem Panamera Turbo zurücksteht, Panamera 4 und 4S ziehen den kürzeren. Das reicht immerhin für 278 Stundenkilometer – in einem multimedialen Luxuskabinett auf vier Rädern, und das mit einem Öko-Gewissen, das sich jedenfalls als sanftes Ruhekissen auf langen Autobahnetappen eignet.


Lamborghini-Aventador-S-19

Balsam für das Ego: Lamborghini Aventador S?

Balsam für das Ego

Lamborghini Aventador S

Wer 330.000 Euro für einen neuen Lamborghini Aventador S übrig hat, für den sollten Ego-Probleme wohl ein Fremdwort sein. Aber was macht dann der Ego-Mode im neuen Supersportler?

by Patrizia Zernatto



Es geht immer noch ein bisschen besser – das dachte sich auch Lamborghini und verpasste dem Aventador mit einem “S” noch ein wenig mehr von allem. Vor allem der manchmal beklagten Trägheit – allerdings könnte man hier von “Jammern auf hohem Niveau” sprechen – wollte man mit mehr Agilität und verbesserter Aerodynamik den Garaus machen.

Am Papier bringt es der 6,5 Liter Zwölfzylinder Mittelmotor in der S-Variante nun auf 740 PS (544 kW) und 690 Newtonmeter bei 5.500 U/min. Die unbändige Kraft des Supersportlers kommt man bereits nach dem Drücken des unter der Schutzklappe versteckten Startknopfes zu spüren, und das leiseste Antippen des Gaspedals reicht aus, um den Orkan vollends zum Wüten zu bringen. Dazu kürzere Schaltpausen, harmonischere Übergänge und bestialischer Schub. Innerhalb von 2,9 Sekunden sprintet der Aventador S auf Tempo 100, Marke 200 ist bereits nach 8,8 Sekunden Geschichte, und wer den Italiener wirklich auf die Probe stellen möchte, der findet sich atemlos in 24,2 Sekunden bei 300 km/h wieder. Atemlos ist allerdings nur der Fahrer, denn sein Fahrzeug macht erst bei 350 Sachen schlapp, doch nicht mal das freiwillig, „Der Aventador S könnte schneller sein, aber das würde die Reifen zu sehr beanspruchen”, so Chefentwickler Dennis Schmitz.

Im zweiten Video erklärt Lamborghini genau, was den Aventador S vom Aventador ohne S unterscheidet: 4-Radantrieb, 4 aktive Radaufhängungen mit Pushrod-Fahrwerk, 4-Radlenkung mit dem Lamborghini Dynamic Steering sowie 4 Fahrmodi.





In schnellen Wechselkurven hat man mit dem Aventador S durchaus mehr Freude als mit der im Vergleich relativ trägen und ungelenkigen Ausgangsversion. Zwar hat sich an den Ausmaßen des 1.575 Kilogramm schweren Renners nichts verändert, doch tänzelt er samt Allrad jetzt weitaus spielerischer um die Kurve. Wie das geht? Per Simulation, sagt Lamborghini. Die neue Hinterachslenkung „simuliert“ einen kürzeren Radstand und unterstützt so den Lenkeinschlag bzw. hilft ab 120 km/h den Vorderrädern. „Damit verkürzen wir den Radstand virtuell um 50 Zentimeter beziehungsweise verlängern ihn um 70 Zentimeter”, meint Schmitz. Die überarbeitete Frontschürze sorgt für mehr Anpressdruck an der Vorderachse und der ausfahrbare Heckspoiler passt sich gegebenen Fahrsituation blitzschnell an.





Ego-Pflege

Doch was hat es jetzt eigentlich mit dem Ego-Modus auf sich? Neben den Fahrmodi Strada (für den relaxten Sonntagsausflug), Sport (für den sportlichen Sonntagsausflug) und Corsa (für den Sprint auf der Rennstrecke), gibt es im Aventador S auch einen individuell konfigurierbaren Fahrmodus, welcher den schönen Namen „Ego“ trägt. Im Ego-Modus kann man die unterschiedlichen adaptiven Funktionen – Lenkung, Dämpfung und Antrieb – ganz nach Lust und Laune selbst zusammenstellen, auch das digitale Instrumenten-Panel ändert sich je nach Fahrmodus. Soweit so bekannt. Im Grunde ist ja das ganze Auto eine einzige Ego-Pflege, da passt es gut, dass es einen Knopf gibt, auf dem „Ego“ steht.

Also – Ego, was willst du mehr?



Photo & Video Credit: Lamborghini

BugattiVeyron-RimacConceptOne-2

Rimac Concept_One gegen Bugatti Veyron

Wer ist der wahre Gewinner?

Rimac gegen Bugatti



Das passiert, wenn der Earl of Pembroke mit dem kroatischen Supersportwagenhersteller Rimac schnell mal Autos wechselt. Doch wer begeistert mehr entlang der adriatischen Küste, der Bugatti Veyron oder doch das Rimac Concept_One?

by Patrizia Zernatto

William Herbert, der 18. Earl of Pembroke, besitzt nicht nur eine große Auswahl an seltenen Sportwägen, sondern ist auch der Gründer des Wilton Classic & Supercar Events. Weil seine Lordschaft aber auch immer für eine kleine Testfahrt zu haben ist, machte er sich gemeinsam mit seinem Bugatti Veyron auf nach Kroatien zu Rimac, um dort auch ein wenig mit dem Concept_One zu spielen. Niemand geringerer als Mate Rimac, der Gründer des Elektro-Supercar-Herstellers selbst, begrüßte ihn dort. Dann ging es auch schon an die zwei Maschinen.

Ein Lord kommt selten allein

“Well, despite making electric cars I am really a petrolhead,” sagte Rimac im Video und daher ließ er es sich natürlich auch nicht nehmen, sich kurz hinters Steuer des 1.200 PS starken Veyron zu setzen, dessen Quad-Turbo 8.0 Liter W-16 Motor den Sportler in rasanten 2,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Im Gegensatz dazu bringt das Concept_One zwar lediglich 1.088 Elektro-Pferde mit ins Rennen und eine Millisekunde langsamer ist er auch, allerdings scheint er auf der Strecke und in Querlage trotzdem mehr Spaß zu machen als der luxuriöse französische Supersportwagen.

Aber die wirklich wichtige Frage lautet: Wenn wir uns zwischen einem Rimac Concept_One und einem Bugatti Veyron entscheiden müssten, wie glücklich wären wir dann?


Photo & Video Credit: Wilton Classic & Supercar