Chinesen steigen beim Reifenhersteller Pirelli ein

Was wird aus dem Pirelli-Kalender?

Gerüchte gibt es schon länger, nun ist es amtlich: Das chinesische Unternehmen China National Chemical Corporation (ChemCorp) steigt mit 7,1 Milliarden Euro beim italienischen Reifenhersteller Pirelli ein. Zunächst war nur von der Veräußerung des Lkw-Reifen-Geschäfts die Rede, jetzt übernehmen die Chinesen 26,2 Prozent am Traditionsunternehmen mit Sitz in Mailand. Der Rest soll später folgen. Laut beiden Unternehmen handelt es sich bei dem Schritt um eine Win-Win-Situation: ChemCorp schnuppert in die Herstellung von Premium-Reifen hinein und Pirelli erhält Zugang zum lukrativen, chinesischen Markt.

Die 26,2 Prozent gehört der Investorengruppe Camfin, die mehrheitlich in den Händen des russischen Ölkonzerns Rosneft und einer Holding des Pirelli-Chefs Marco Tronchetti Provera liegt. Weitere Aktionäre sind die Banken Intesa Sanpaolo und Unicredit.

Viel wichtiger jedoch ist die Frage, wie es jetzt mit dem Pirelli-Kalender weitergeht. Ist der in den 26,2 Prozent enthalten? Wird er jetzt eine Chemie-Produkte-Fotostrecke? Fragen über Fragen.