Budgetkraxler 2.0

Mehr von allem im Dacia Duster

Es gibt nicht viel, was Dacia und Rolls-Royce gemein haben. Doch genau wie die Superluxusmarke leistet sich der Preisbrecher schier endlose Laufzeiten für seien Modelle. Und so, wie die Engländer zur IAA in Frankfurt den Phantom in den wohlverdienten Ruhestand schicken, bereiten die Rumänen nun den überfälligen Generationswechsel für den Duster vor: Nach bald acht Jahren und weltweit über zwei Millionen Zulassungen als Dacia oder Renault zieht die Renault-Tochter das Tuch von der Neuauflage des Geländewagens, die Anfang nächsten Jahres in den Handel gehen soll.

Von Thomas Geiger

War der erste Duster nicht viel mehr als ein aufgebockter Kombi mit der Option auf Allradantrieb, hat Designchef Laurens van den Acker beim neuen Modell den Abenteuercharakter stärker herausgearbeitet und den Duster deutlich rustikaler gezeichnet: Der angedeutete Unterfahrschutz ist prominenter, die Brüstung ist noch höher und aus jeder Perspektive sieht der Duster bulliger und widerstandsfähiger aus.

Im Kontrast zur kernigeren Karosserie gibt es innen einen Hauch mehr Moderne im Cockpit. Zwar ist die Materialauswahl noch immer schlicht und simpel, weil auch der neue Duster wieder der mit großem Abstand billigste SUV in seinem Segment werden soll. Doch zumindest gibt es jetzt zum ersten Mal einen Bordcomputer und in den gehobenen Varianten sogar einen Touchscreen für Navi & Co. Und mehr Platz will Dacia auch bieten – und rückt dafür zum Beispiel die Frontscheibe um zehn Zentimeter nach vorn.

Während Dacia mit den ersten Bildern vor der Messpremiere schon viel zum Design verrät, schweigen sich die Rumänen zur Technik noch aus und bestätigen lediglich die neuerliche Option auf Allradantrieb. Und auch zum Preis machen sie noch nicht viele Worte. Allerdings ist der bei Dacia traditionell auch nicht der Rede Wert. Denn nach wie vor gilt für alle Modelle der Marke, dass sie in ihrem Segment die Preisführerschaft übernehmen sollen. Große Sprünge auf dem Kassenzettel sind für den Kraxler aus dem wilden Osten deshalb ohnehin nicht drin.