Luxus aus Japan

Das S-Klasse Coupé von Mazda: Der Eunos Cosmo

Von diesem 90er Coupé habt ihr noch nie was gehört. Denn während RX-7 und co in Spielen wie Need for Speed vorkamen oder in Fast and Furious gefeautert wurden, ging dieser seltene Zweitürer völlig unter. Vielleicht weil er nicht die Art von JDM-Coupé ist, die man in solchen Spielen oder Filmen sehen möchte.

Text: Tizian Ballweber

Das S-Klasse Coupé hatte seiner Zeit einiges an Konkurrenz. Den 8er von BMW, von dem ja jetzt eine Neuauflage auf die Straßen kommt, oder den Lexus SC. In den Staaten gab’s noch Cadillac Eldorado und Lincoln Mark VII. All diese Luxuscoupés sind bekannt auch recht „häufig“ anzutreffen. „Häufig“ in Anführungszeichen weil auch der eher seltene Lexus nicht so rar war und ist wie der Eunos Cosmo.

Der war seiner Konkurrenz aber unwahrscheinlich überlegen. Das weltweit erste feste eingebaute GPS-System war im Eunos zu finden. Optional gab es einen Touchscreen, aber weil es die 90er waren, natürlich einen Röhren-Touchscreen.

Die Besonderheiten gehen aber noch weiter. Neben einem Zweischeiben-Wankelmotor mit 230 PS, gab es auch noch einen Dreischeiben-Wankelmotor mit 280 PS und 402 Nm Drehmoment. Beide hatten ein Kammervolumen von 3 × 654 cm³, also fast 2 Litern.  Den Sprint von 0 auf 100 schaffte der Eunos Cosmo in etwa 6 Sekunden. Abgeriegelt wurde bei 180 km/h. Einige Besitzer hoben die elektronische Sperre auf und erreichten über 250 km/h.

In den 5 Jahren liefen nur 8.875 Stück vom Band. Allesamt rechtsgesteuert. Produziert wurde der Eunos Cosmo ausschließlich für den japanischen Markt. Ein paar Exemplare der seltenen Schönheit haben es aber auch nach Europa, den USA und auch Australien geschafft. In Deutschland werden etwa 10 Eunos vermutet.