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Das Wankband – oder die neue Moritat vom Tschurrifetzen

Das Wankband von PornHub hat das Zeug, die Welt zu retten. Und als Motor durchzugehen.
von Manfred Sax

Aber isses ein Motor? Diese Frage geistert dem Vernehmen nach derzeit durch die Hallen der Motorblockredaktion. Die Antwort ist simpel: aber selbstverständlich. Und das mit Bonus. Während gewöhnliche Motoren unter anderem auch Abgase produzieren, wird hier – neben letztlich vergesslichen Momenten – auch noch Energie gewonnen.

Im Prinzip haben wir es mit der organischen Urform eines Verbrennungsmotors zu tun. Dessen Schwachstelle bekanntlich ist, dass bei mangelhafter Schmierung Gleitreibung entsteht. Was mitunter zu Kolbenreibern führt. Bei diesem neuen Motor allerdings – der recht praktisch am Handgelenk fixiert werden kann, fängt der Spaß beim Kolbenreiben erst so richtig an (wichtige Information ad hoc: den Motor unbedingt am aktiven Handgelenk befestigen. Alles andere wär ein wenig dumm).

Zum Kolben. Das ist natürlich ein passend respektables Wort, um den Penis zu bezeichnen. Der Penis wird selten verniedlicht (außer in Deutschland, wo er Pimmel heißt), und das ist gut so. Er braucht Respekt – den er sich schwer verdient. Wussten Sie, dass das Blutvolumen auf das Elffache angekurbelt werden muss, damit dem Penis eine Erektion widerfährt?

Es sei dahingestellt (bzw HIER nachzulesen), wie perfekt das Zusammenspiel von Testosteron, Schwellkörpern, Stickstoffmonoxid und Endothelzellen funktionieren muss, damit der Penis überhaupt mal hochkommt. Tatsache ist: Es ist phänomenal. Der Rest ist eine Verknüpfung von Umständen, an deren Ende dieser neue, fabulöse Motor steht.

Umstand 1: Alle Männer masturbieren. Sie richten den Richard, sie peitschen den Affen, sie entfrosten den Kühlschrank, sie erwürgen den Sheriff und warten dann auf die Hilfssheriffs. Das führt, zweitens, irgendwann auch zu Besuchen von Erregermedien. Zum Beispiel zu Pornhub.com – deren Macher nun das sogenannte Wankband vorstellten. Aus typisch männlichen Gründen: um die Welt zu retten, was sonst?

Umstand 2: Das Bewusstsein des Handjobbers soll nicht mehr länger auf das Niveau eines Spermiums schrumpfen, das sich am Ende seiner Reise verdutzt fragt, warum es, entgegen seiner Programmierung, ausgerechnet in einem Taschentuch landete.

Umstand 3: Ab sofort kann er auch stolz sein, seinen kleinen Teil zur Lösung des globalen Energieproblems geleistet zu haben.

Dank Wankband, das mit einer „Shake To Charge“-Technologie ausgestattet ist, welche die frei werdende Energie speichert. Und eventuell, who knows, zu gerichtlichen Konsequenzen führen könnte. Bekanntlich hat Apple anlässlich der Bemühungen, dem iPhone 5 ein längeres Leben zu verpassen, diese Shake To Charge-Tech vor ein paar Jahren unter der Nummer 20120235510 zum Patent angemeldet.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Motoren fängt bei diesem der Spaß mit dem Kolbenreiberl erst richtig an.





Franz J. Sauer

Liebt Autos, weiß auch ein bissl was, schwurbelt schön drum herum und springt für SUV in die Bresche.

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