Die Ablöse für den California

Der brandneue Ferrari Portofino

Der Ferrari California hat jetzt immerhin neun Jahre lang die Flagge als GT aus Maranello hochgehalten, da hat er sich jetzt einen seligen Ruhestand redlich verdient. Die Wachablöse steht schon parat und hört auf den klingenden Namen Ferrari Portofino, benannt nach einem kleinen Hafenstädtchen in der Nähe von Genua. Rein äußerlich finde ich den Neuen jedenfalls sehr fesch, in diesem Sinne erscheint er als würdiger Nachfolger.

Text: Jakob Stantejsky

Da wir als Connaisseurs uns jedoch nicht von all den feinen Linien, starken Zügen und eleganten Formen täuschen lassen, werfen wir einen ersten Blick auf die inneren Werte des Portofino. Der aus dem California bekannte, turbogeladene 3,8 Liter-V8 wurde in Maranello weiterentwickelt und leistet nun kräftige 600 PS. 48 Pferde mehr als im California T zerren also an den zügeln. Das reicht für eine Sprintzeit von 3,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit soll offenbar bei ungefähr 320 km/h liegen. Von A nach B kommt man somit schon mal nicht nur stylish, sondern auch rasant – in dieser Hinsicht sollte der Portofino also auch all unsere Bedürfnisse und Erwartungen befriedigen können.

Wie jedoch schaut es beim Komfort aus? Schließlich ist der Portofino zwar immer noch ein echter Sportwagen, aber als klassicher GT muss er auch alle Ansprüche erfüllen, die die Kunden beim Thema Bequemlichkeit so hegen. So sitzt jetzt ein 10,2 Zoll-Infotainment-Touchscreen auf der Mittelkonsole, der Beifahrer kann auf Wunsch sogar seinen eigenen Bildschirm haben. Für die Rückbank verspricht Ferrari ebenfalls verbesserten Komfort und der neue Windabweiser soll die Lufturbulenzen bei offenem Hardtop um 30 Prozent verringern, so dass auch auf langen Autobahnetappen weder Frisur noch Ohren leiden.

Im September können wir euch dann noch mehr Infos und Bilder bieten, wenn der Ferrari Portofino auf der IAA in Frankfurt seine Weltpremiere hat. Für eine Generalprobe(fahrt) würde ich mich auf jeden Fall bereitwillig opfern!