Hoffnungsträger auf Abwegen

Der Insignia wagt sich ins Gelände

Obwohl die Auslieferung der Limousine noch gar nicht richtig begonnen hat und der Kombi erst zu den Sommerferien loslegt, trommelt Opel schon jetzt auch noch für den Insignia Country Tourer. Denn erst wenn zur IAA im September in Frankfurt auch der Geländekombi seinen Einstand gibt, ist die Modellpalette für das Flaggschiff der Hessen komplett.

Von Thomas Geiger

Zu Preisen, die wohl knapp 2.000 Euro über der Grand Sport genannten Limousine und knapp 1.000 Euro über dem als Sports Tourer bekannten Kombi liegen dürften, bockt Opel den Lademeister dann noch einmal um zwei Zentimeter auf und macht ihn mit ein paar SUV-Planken gar vollends zum Lifestyle-Laster: Die Stoßfänger sehen ein bisschen wuchtiger aus und um die Radläufe ziehen sich robuste Kunststoffleisten.

Sonst ändert sich allerdings nichts und der Kombi für Landeier nutzt alle Vorzüge des Generationswechsels. Das gilt für das schicke Design und das stolze Format mit den besseren Platzverhältnissen für Kind und Kegel genauso wie für die Ausstattung, die man jetzt unter anderem um eine 360 Grad-Kamera, ein Head-Up-Display oder die jüngste Generation der LED-Matrix-Scheinwerfer erweitern kann.

Außen auf fast fünf Meter gewachsen und innen groß genug für bis zu 1 665 Liter Gepäck, wird es den Country Tourer wohl mit den gleichen Motoren geben wie alle anderen Insignia-Varianten – zunächst als Benziner mit 1,5 Litern Hubraum und 140 oder 165 PS, mit 2 Litern und 260 PS sowie Dieselmotoren mit 110 bis 170 PS-. Allerdings wären die Hessen gut beraten, wenn sie den Allradantrieb bis zur Markteinführung im Herbst auch für andere Motorvarianten als nur den stärksten Benziner freigeben würden. Schließlich ist das System mit adaptiver Kraftverteilung und Torque-Vectoring zu gut und wichtig, um es nur einer derart kleinen Käuferschicht verfügbar zu machen.