Porsche im Pech

Der Launch Control-Fail des Jahres

Car Meets sind ein Ort des Austausches – man glotzt fremde Autos an und fremde Leute glotzen das eigene Fahrzeug an. Dass sich bei so einem Eitelkeitsevent zahlreiche Angeber finden, ist logisch. Dementsprechend legt der Sportwagenhalter von Welt bei der Abfahrt auch oft einen netten Drift oder ein Burnout hin. Dieser Porsche 911-Besitzer war mit der Power seiner Launch Control allerdings hoffnungslos überfordert.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Tywreckasaurus

Auf dem Garden State Plaza Boulevard in Paramus, New Jersey, wollte der Herr im pechschwarzen Porsche all den eifrig filmenden Enthusiasten zum Abschied noch ein Schmankerl gönnen und sich standesgemäß mit Highspeed aus dem Staub machen. Doch irgendwo in der Birne des Gentlemans scheint es am Verständnis zu hapern. Denn Heckantrieb, volle Kraft voraus und eine Kurve sind wirklich ausgesprochen heikle Zutaten im automobilen Alltag.

Ich geb’s ja zu, ich find’s zum Niederknien, dass der Typ auch noch siegessicher grinsend alle Assistenzsysteme ausschaltet, die manuelle Schaltung aktiviert, den Sportmodus einstellt und sogar den Spoiler das letzte Bisschen ausfährt. Dann quasi mitten in der Kurve stehend volle Kanüle aufs Gas latschen und nach dem ersten heftigen Schub auch noch brutal einlenken. Was da passieren muss, ist so sonnenklar, dass man eigentlich nicht sicher ist, ob man Mr Cool auslachen oder bemitleiden muss. Ich persönlich entscheide mich für beides, schließlich ist ja auch niemandem was zugestoßen. Nur sein Stolz, der klebt irgendwo in dieser Leitplanke.