Freiluft-Perversion

Der McLaren 570S Spider von Novitec

Cabrios sind zum Cruisen und Gleiten da? Nicht der McLaren 570S Spider! Im Freiluft-Briten wird gefetzt und gehetzt. Und das geht am besten mit der von Novitec veredelten Version – die ist nämlich, ähnlich wie der Tesla Roadster, den Elon Musk aus welchen Gründen auch immer ins All schoss, über alle Sterne.

Text: Maximilian Barcelli

Während sich viele Tuningunternehmen eher mit dem Aufmotzen von kleineren Fahrzeugen beschäftigen, will Novitec von solchem Kinderkram nichts wissen. Nur das Beste vom Besten kommt den Veredlern aus Deutschland unters Skalpell. So war ihnen beispielsweise der Lamborghini Huracán als Oben-ohne Version und mit amtlichen 610 PS zu zahm. Viel zu zahm offensichtlich, denn das Tuningunternehmen hauchte dem V10-Motor des Stieres unfassbare 250 Pferdchen mehr ein. Mit dem Ferrari F12 N-Largo hatten wir sogar schon mal ein Date, siehe hier.

Und nun also der McLaren 570S Spider. Nicht, dass die namensgebenden 570 PS Kinder von Traurigkeit wären, doch im Sortiment des britischen Herstellers ist der 570S durchaus unten angesiedelt. Aber gut, bei Perversionen wie dem McLaren Senna oder aber dem Hybrid-Monster P1 soll dies keine Schmach sein. Dennoch will Novitec am Image des braven McLaren rütteln und nähert sich per Leistungssteigerung dem großen Bruder des 570S, dem 720S, an. Und zwar in großen Schritten: Der veredelte 570S Spider wird via Steuergerät auf 638 PS hochgezüchtet – Edelstahlauspuffanlage und Sportmetallkatalisatoren inklusive.

Auch das Fahrwerk bleibt nicht unberührt, der Über-570S Spider kann tiefergelegt werden und die Option einer Verbreiterung der Spurweite besteht ebenfalls. Damit der Freiluft-Brite auch aerodynamisch (und optisch!) in einer noch höheren Liga mitspielen kann, gönnt Novitec dem McLaren eine Spoilerlippe, Seitenschweller, einen Heckflügel und noch allerlei. Alles aus Carbon, versteht sich.

In Zahlen, Schwarz auf Weiß, bedeutet das: In drei Sekunden von 0 auf Führerscheinentzug im städtischen Bereich. Und: Mit 335 km/h Spitze geht’s auch im großen deutschen Eck recht flott dahin.

Bilder: © NOVITEC