Von Azteken und Hurricanes

Diese Autos stecken im neuen Lamborghini Urus

Passt das denn zusammen? Ein Sportwagenhersteller baut ein SUV, oder besser ein SSUV, ein Super-Sport-Utility-Vehicel. Ob das Ding jetzt eine Schönheit ist, oder das genaue Gegenteil, lassen wir mal außen vor.  Deshalb checken wir mal die Fakten und schauen uns an, aus welchen Teilen dieses Ding denn besteht.

Text: Tizian Ballweber

650 PS und 305 km/h Spitze und eine Sprintzeit von 3,6 Sekunden. Das klingt schon mal nach der italienischen Rassemarke. Aber dass das alles in einem SUV steckt, irgendwie schon ein komischer Gedanke. Natürlich ist dem Urus seine Identität nicht abzuleugnen. Front- und Heckpartie erinnern deutlich an den Huracán. Doch die Form, die ist eine Mischung.

Coupéhaft geht das Dach ins Heck über. Klar, das macht ein sportliches Fahrzeug aus. Aber es sieht halt leider oft nach Quasimodo aus. Das ist beim BMW X6 oder dem Mercedes GLE Coupé nicht anders. Auch das Tesla Model X hat so einen Buckel, kommt damit aber noch recht gut weg. Diese Form des Automobilbaus hat seinen Ursprung im Pontiac Aztek.

Der führt seit seiner Einführung 2001 die Listen der hässlichsten Autos an. Das seine Silhouette aber seit Jahren in SUV-Coupés eine Wiedergeburt lebt, fällt vielen kaum auf. Auch der neue Lamborghini Urus findet im Aztek seinen Urahnen. Nicht nur, weil er gelb ist, sondern auch, weil das Heck so unschön abgeschrägt ist. Um fair zu bleiben: beim Pontiac sieht es ein bisschen unschöner aus.

Kann man also zusammengefasst sagen, dass der Urus aus einem Pontiac Aztek mit Huracán Teilen besteht. Nein. Darunter steckt die Cayenne-Q7-Bentayga Basis und an die wurden dann Stoßstangen von Lambo geklebt.