Dodge SRT Viper ACR

Das Flügelmonster

Dodge SRT Viper ACR. Eine Ikone der amerikanischen Ingenieurskunst findet den Weg von der Rennstrecke auf die öffentliche Straße. Die Viper ist an sich schon ein giftiges Vehikel mit viel Power und wenig Platz für Fehler. Doch die Rennversion setzt noch eins drauf und konkurriert somit mit der Corvette Z06.

Von Karl Jereb

Die Dodge Viper steht seit jeher für Kraft, scharfes Design und jede Menge Fahrspaß. Letzteres setzt allerdings eine gewisse Begabung des Fahrers voraus, sollte diese vorhanden sein, macht die Giftschlange aber umso mehr Freude am Fahren. Doch die Verkaufszahlen des Ami-V10-Sportwagens schwinden und der amerikanische Markt ist ohnehin überschwemmt mit kraftvollen Sportwagen. Der härteste Konkurrent heißt Corvette und kommt aus dem Hause Chevrolet. Die Corvette ist billiger, ein wenig kraftvoller und ebenfalls zur Ikone emporgestiegen. Um aus der Misere wieder herauszukommen, haben die Dodge-Brüder nun eine schärfere Variante der Viper auf den Markt gebracht, die Dodge SRT Viper ACR.

Renngene

Die Dodge- und SRT-Ingenieure haben bei der Viper ACR eng mit dem Rennteam, die den GTS-R-Rennwagen der United SportsCar Championship unterhalten, zusammengearbeitet. Das Ergebnis lässt sich mehr als sehen. Derart scharf wie die American-Club-Racer-Version sah die Viper noch nie aus. Der überdimensionale Spoiler, der beinahe 2 Meter breit ist, schafft in Kombination mit den anderen Flügeln einen Abtrieb von sage und schreibe einer Tonne. Allerdings erst bei Höchstgeschwindigkeit, also bei rund 285 km/h. Zum Vergleich: der McLaren P1 schafft „nur“ rund 600 Kilogramm bei 256 km/h. Wem das als Kaufargument noch nicht reicht, dem sei noch die Motorleistung genannt: ein 8,4 Liter großer V10-Saugmotor mit 654 PS und 814 Newton´schen Metern verrichtet in der Giftschlange sein Werk. Natürlich wird die Kraft auf die hinteren Räder übertragen. Die Dodge SRT Viper ACR gibt es nur mit manuellem 6-Gang-Getriebe, was unerfahrene Käufer eher abschrecken wird. Doch diejenigen, die sich die Bändigung dieser Kraft per Hand zutrauen, werden mit Freuden zuschlagen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Technik und das geborgte Knowhow der Rennabteilung den Preis nicht zu empfindlich erhöhen, denn die schärfste Corvette wartet mit einem Kampfpreis von rund 80.000 Dollar auf. Das ist bereits 5.000 Dollar weniger als die Basis-Viper.