Video: Die mobile Rückfahrkamera

Parken für Amateure

Text: Maximilian Barcelli

Beim Einparken, so meinen viele, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die wahren Qualitäten eines Autofahrers kommen ans Licht. Selbst wenn dies einmal wahr gewesen wäre, in Zeiten des autonomen Einparkens verliert diese Ansicht an Glaubwürdigkeit. Jeder Zehnjährige ist heutzutage in der Lage ein Smartphone zu bedienen, da wird der Schlüssel des 7er BMW also keine große Herausforderung sein.

Und wenn der zehn Jahre alte Lenny die Bedienung des 7er Schlüssels im Griff hat, kann er das Fahrzeug ebenso einparken. Die Voraussetzungen für sauberes Parken sind schon lange nicht mehr Können und Kennen des eigenen Fahrzeuges.

Auch wenn die meisten Autos sich nicht von außerhalb ein- und ausparken lassen, Kameras und Sensoren stehen vielen Fahrern stets zur Seite. Sie nehmen ihnen zwar die Möglichkeit ihr eigenes Auto kennen zu lernen (inklusive Parkschaden), vereinfachen jedoch vieles. Alles piepst und alles blinkt. Auf der Mittelkonsole sieht man – vom Lenkeinschlag abhängig – in welche Richtung sich das Auto bewegen würde, sollte man auf das Gaspedal steigen. All das ist an und für sich ja nicht sinnlos. Hilfssysteme sind nie (oder sagen wir selten) sinnlos, aber leistbar sind Fahrzeuge mit diesen Extras nicht für jeden.

Wer auf solche Assistenzsysteme dennoch nicht verzichten will (oder kann, weil er ein schlechter Fahrer ist), der muss nicht mehr das Neuwagensparschwein schlachten, in dem sich sowieso nur ein Betrag befindet mit dem sich das nächste Pickerl gerade so bezahlen lässt. Für gut 499 Dollar darf man sich stolzer Besitzer eines „Pearl RearVision Wireless Car Backup Camera and Obstacle Alert System“ nennen – wenn man Amerikaner ist.

Ein Grund zum Auswandern? Seht selbst und entscheidet dann: