Fahrer-Training vom Porsche Werksfahrer Patrick Long persönlich

Fahrstunde im neuen Porsche 911 R gefällig?

Für Porsche zählt nicht nur Performance, sondern auch Sicherheit. Ein Auto, vor allem ein High-Performance Sportwagen wie die Neuauflage des Porsche 911 R, ist aber immer nur so gut wie der Fahrer hinterm Steuer und deswegen gibt es vom Werksfahrer eine Lektion in Sachen “Porsche Fahren”.

Aber bevor es hinters Steuer geht, stellt sich der 911 R erstmal gebührend vor:

Porsche 911 R

Ich bin nicht einfach nur ein Sportwagen. Ich bin viel mehr als das. Ich bin das R, das den Unterschied macht. Ich bin der 911, der dich um den Schlaf bringen wird. Ich bin der Grund, nach einer harten Woche Sonntags um 6 Uhr aufzustehen. Ich bin die Erinnerung an die verlorene Kindheit. Ich rieche nach Benzin, nach Asphalt, nach Rundstrecke. Ein unverfälschter Sportwagen. Ein Elfer in Reinkultur. Ich bin wieder da – in einer Auflage von nur 991 Stück.

Ich ticke analog. Ich bin ehrlich, geradeaus, direkt. Ein unverbesserlicher Purist. Mit dem Fahrer im Zentrum. So kämpfe ich mit offenem Visier. Für die hohe Sportwagenkultur.

Ich bin der neue 911 R.

Schon 1967 wurde der Porsche 911 R für den Einsatz im Rennsport gebaut, nun gibt es ihn wieder – jedoch auf nur ist er 991 Stück limitiert.

Das Herz des legendären R ist ein großvolumiger 4 Liter 6-Zylinder-Boxer-Saugmotor mit 368 kW (500 PS), der eine beeindruckende Maximaldrehzahl von 8.500 1/min liefert. Das maximale Drehmoment: 460 Nm bei 6.250 1/min.
Weniger ist mehr – weniger Gewicht, mehr Fahrspaß! Auch der 911 ist in der traditionellen Porsche Leichtbau-Art erschaffen worden und bringt gerade mal 1.370 kg auf die Waage. Motorhaube und Kotflügel sind aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, das Dach aus Magnesium, Heckscheibe und Seitenscheiben aus Polycarbonat. Außerdem gibt es zur Gewichtsreduktion statt einem Automatik- ein manuelles Schaltgetriebe und noch dazu Leichtbau-Türtafeln mit Türöffnerschlaufen und reduzierte Dämm-Elemente. Nach einer Klimaautomatik oder dem Infotainment System kann man lange suchen, wenn man es nicht als Wunsch (Aufpreisfrei!) dazu bestellt.

Mit dem manuellen 6-Gang-GT-Sportschaltgetriebe kann man in sagenhaften 3,8 Sekunden von Null auf die 100 beschleunigen und im sechsten Gang sogar einen Spitzenwert von 323km/h erreichen. Der 911 R gehört also ohne Zweifel auch in neuen Auflage auf die Rennstrecke, wobei ihn das vom 911 GT3 abgeleitete Fahrwerk auch für den Alltag extrem sportlich und direkt machen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenkt das System die Hinterräder entgegen den eingeschlagenen Vorderrädern um vor allem die Agilität in den engen Kurven zu steigern. Wenn es jedoch schneller zur Sache geht, dann werden Hinterräder in die gleiche Richtung wie die eingeschlagenen Vorderräder gelenkt um die Stabilität zu steigern.

Aber jetzt genug von der Theorie, der 911 R ist zwar auch wunderschön anzusehen, aber im Endeffekt möchte man den Sportler ja in Aktion erleben.
Die ersten zwei “Driving Lessons” sind bereits online, wobei in der ersten vor allem die Basics erklärt werden und in der darauffolgenden Lektion der Schwerpunkt auf dem Thema Über- bzw. Untersteuern liegt. Der R ist gerade dazu prädestiniert in alle richtigen Auszubrechen, aber auch dafür hat Porsche eine Lösung, das Porsche Stability Management System. Es verbessert die Bodenhaftung indem das Automatic Brace Differential (ABD) und eine Anti-Slip Regulation (ASR) genutzt wird. Mit diesen Fahrhilfen benimmt sich der R sogar in ungeübten Händen richtig artig und bleibt auf Spur.

Wer jetzt richtig Lunte gerochen hat und gern noch weitere Fahrstunden vom Porsche Werksfahrer Patrick Long zum Nulltarif bekommen möchte, der checkt am besten jeden Freitag den Porsche Youtube Channel für die Lektion der Woche.

Und so sieht es dann aus, wenn man dieses Wunderwerk der Technik wirklich beherrscht…

Photo & Video Credit: Porsche
Text: Patrizia Zernatto

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