Ferrari auf Steroiden

Brutal, brutaler, FXX K Evo

Schon der Ferrari LaFerrari ist ein waschechtes Hypercar und gehört zum Schnellsten, was die Straße befahren darf. Damit sind wir auch schon beim großen Unterschied zu seinen Brüdern: Denn sowohl der FXX K als auch der FXX K Evo kriegen wohl so schnell keine Straßenzulassung auf diesem Planeten. Letzterer setzt ab sofort dem Wahnsinn die Krone auf.

Text: Jakob Stantejsky

Die Herren aus Maranello schicken ihre Boliden in zahlreichen Rennserien an den Start und sammeln dabei Woche für Woche Unmengen an Daten, die sie dazu benutzen, ihr Racing Know-How zu vertiefen und ihre Fahrzeuge immer weiter zu verbessern. All diese Erkenntnisse fließen mit in den Ferraro FXX K Evo ein, der so etwas wie die fleischgewordene Essenz des Rennsports ist. Mehr Racingherzblut kann man sich als Ferrarifan gar nicht zulegen. Dabei verzichten die Italiener auf zusätzliches Aufbohren des 1050 PS-Hybridantriebs, der 860 Pferde aus seinem 6,3 Liter-V12-Benziner holt und die restlich 190 Huftiere per Elektromotor zur Arbeit bittet. Bei einem Drehmoment von 900 Newtonmetern geht es da recht munter zur Sache, wenn man sich in schamloser Untertreibung üben möchte. Ganz ehrlich, wer muss so ein Monster auch noch aufmotzen? Doch jetzt kommen wir zu den Neuerungen, die den FXX K Evo zum König der Rennstrecke machen sollen.

Da wären einerseits einmal allerhand aerodynamische Feinheiten wie der fette Heckspoiler, – der zugegebenermaßen gar nicht sooo fein, sondern ziemlich brachial ist – Vortexgeneratoren und diverse Lufteinlässe, die den Abtrieb nocheinmal deutlich erhöhen und somit für einen Anpressdruck von 640 Kilogramm bei 200 km/h sorgen, während bei Höchstgeschwindigkeit satte 830 Kilo aufs Auto drücken. Natürlich wurde auch das Fahrwerk angepasst, um mit den neuen Anforderungen zurechtzukommen. Bei allem Fokus auf die Rennstrecke darf jedoch auch im FXX K Evo das Infotainment nicht zu kurz kommen, auch wenn es sich in diesem Fall hauptsächlich mit Strecken- und Fahrzeugdaten beschäftigt. Für bessere Lesbarkeit haben die Italiener den Bildschirm also auf 6,5 Zoll vergrößert. Hightech pur gibt es auch beim Lenkrad, das nun in Richtung Formel 1-Steuer marschiert und auch die Bedienung für das KERS enthält.

Falls ihr euch gerade grün und blau ärgert, weil euer Ferrari FXX K jetzt nicht mehr top of the food chain ist, kann ich euch beruhigen. Denn in Maranello kann man nicht nur einen der knapp 40 Boliden erstehen, sondern auch seinen FXX K zum Evo aufrüsten lassen. Ich hoffe damit könnt ihr jetzt alle wieder ruhig schlummern, denn im FXX K Evo fährt euch garantiert keiner davon. Oder habt ihr etwa noch keinen?! Unverständlich, wo doch der “normale” FXX K schon nur lachhafte 2,5 Millionen Euro kostet…