50 Jahre nach dem Triumph über Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans, erscheint der Ford GT wieder auf der Bildfläche. Auf der Detroit Motor Show 2015 ließ er sich zum ersten Mal blicken.

Text: Karl Jereb

Legenden wiederauferstehen zu lassen, ist so eine Sache. Da gibt es Liebhaber, die einer Neuinterpretation ihres Lieblings gar nicht wohl gesonnen gegenüberstehen. Und dann gibt es die jüngere Generation, die sich keineswegs mit einem 50 Jahre alten Auto und dessen Erfolge identifizieren kann und schon deshalb skeptisch die Stirn runzelt. Beim Ford GT sollte das eigentlich gut funktionieren.

Denn dieser ist bereits einmal wiederauferstanden und wurde begeistert angenommen. Das war 2004, als Downsizing noch nicht erfunden war und die Fordisten, hemmungslos wie sie waren, einen V8-Mittelmotor mit dickem Kompressor in die flache Flunder quetschten. Auf satte 550 PS kam der GT damals. Die neue Version überbietet ihn, doch nicht ohne Hacken.

Das Herzstück: Ein Ecoboost-Sechszylinder mit 3,5 Liter Hubraum und Biturboaufladung. Tja, auch die Fordisten müssen „downsizen“, offensichtlich sogar beim kommenden Topmodell.

  • Viel neues Design …

  • … nicht ganz so stringent …

  • … am Urahn GT40 orientiert …

  • … wie die erste Neuauflage von 2004.

  • Das war der Großvater Ford GT40 (1966)

  • Und das der (Stief-)Vater, Ford GT (2004)

  • Da gibt sich der neue Ford GT moderner.

  • Innen wie aussen.

  • Obwohl uns der Playmobil-Schick beim Mittelstück auch irgendwie gefiel.

Ab 2016 ist der Enkel des legendären Ford GT40 wieder erhältlich. Kaum in besonders hoher Stückzahl, laut Auskunft von Ford Austria allerdings auch diesseits des großen Teiches zu haben! Der Preis und die Fahrwerte wurden nicht verraten, dafür aber, dass der Supersportler auf Leichtbau setzt. Aluminium und kohlefaserverstärkter Kunststoff sind Hauptbestandteile des neuen GT. Das Chassis bemüht sich guter Fahrdynamikwerte und wurde auf Basis von Rennwagentechnik entwickelt.

Keiner mag kleine Motoren

Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, natürlich in Transaxle-Bauweise, sorgt für nahtlose Gangwechsel. Und nun das Herzstück: Ein Ecoboost-Sechszylinder mit 3,5 Liter Hubraum und Biturboaufladung. Tja, auch die Fordisten müssen „downsizen“ und offensichtlich sogar beim kommenden Topmodell. Schade, dass kein V8-typisches bollern zu hören sein wird, wenn die 600 Pferdchen loslegen. Gebaut wird ab Ende 2015 und trotz des kleineren Motors, freuen wir uns auf den dicken Ami.

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