Ein Fiat 500 auf allen Drogen

Der Giannini 350 GP

Ach, ist er nicht herzig? So ein knuffiges Auto hat man selten gesehen! So und ähnlich reden die Leute zumeist über den Fiat 500, besonders seitdem er im Jahr 2007 neu aufgelegt auf den Markt gerollt ist. Dank Giannini wird aus dem wuseligen Stadtflitzer jetzt aber ein röhrender Reifenfresser mit martialischem Auftritt. Vorhang auf für den wahrscheinlich brutalsten Fiat 500 aller Zeiten: Den Giannini 350 GP.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: 19Bozzy92

Seinen großen Auftritt hatte der italienische Megamacho Mitte September beim Best of Italy 2017. Der Knalleffekt am Aggro-Cinquecento sind mit Sicherheit die gigantischen Radkästen, die dem 350 GP ein wahres Widebody-Auftreten verleihen. Auch die Lufteinlässe, die an einen Porsche GT3 RS erinnern, passen sich dem Irrsinn hervorragend an. Natürlich darf da auch das Monsterherz nicht enttäuschen und daher treibt ein Alfa Romeo 4C-Aggregat mit 355 Pferdestärken den kleinen Muskelprotz an. Die Brembo-Bremsen an den fetten 19-Zöllern sorgen dafür, dass der kleine Raser genauso bissig stehenbleibt, wie er angast. Jetzt hätte ich das ja fast noch vergessen: Die gesamte Power geht selbstverständlich an die Hinterreifen, für Spaß (und Angst) ohne Ende ist also bestens vorgesorgt.

Falls sich ein paar hartgesottene Fiat 500-Fans gefunden haben, die jetzt sabbernd und lechzend vor diesem Artikel sitzen – es sei euch gesagt, dass Giannini seinen 350 GP tatsächlich auch verkaufen wird. Und das nicht nur einmal, sondern ganze 100 Stück wollen die Italiener unter die Leute bringen. Der Preis ist allerdings ebenso gesalzen, wie der GP 350 gepfeffert: 150.000 Euro kostet einen das Vergnügen, solch ein Monstrum zu besitzen. Aber das ist es wert – oder?