Die Evolution des Driftwinkels

Monte Video

Walter Röhrl Querdrift

Die zur Zeit gerade stattfindende Traditionsrallye in den französischen Seealpen ist nach wie vor Publikumsmagnet und hat an Faszination nichts verloren. Umso feiner, wenn einem hochambitioniertes Filmmaterial den Rallyesport eindrucksvoll näherbringt.

Was ein Heckflossen-Benz, ein Mini Cooper, ein Hundsknochen-Escort und ein Polo R WRC gemeinsam haben? Sie alle wurden schon über französische Berge gescheucht. Berge, die man als „Wiege des Rallyesports“ bezeichnen kann. Es geht natürlich um die Rallye Monte Carlo, also die „Monte“. Als nach wie vor prestigeträchtigster Lauf im Rallyezirkus und auch immer Saisonauftakt bedeutet sie für den Sport und für die Fahrer besonders viel. Sogar so viel, dass sich „Der Lange“ Walter Röhrl als Beginner im Rallyesport erstmal das ehrgeiziges Ziel gesetzt hat, die Trophäe von Fürstin Grazia Patrizia in Monaco überreicht zu bekommen, was ihm 1980 auf Fiat 131 auch erstmals gelungen ist.

Helmut Deimel – Qualität aus Österreich

Helmut Deimel ist der Mann, an den man sich wenden wird, wenn man eine Aufnahme aus dieser Zeit sehen möchte. Anfangs Als Hobby-Filmer und auch Beifahrer von unserer heimischen Rallyelegende Franz Wittmann kam er in Erstkontakt mit dem Motorsport für echte Männer, bis er sich dann auf die Dokumentation – auch im offiziellen Auftrag von Herstellern – spezialisiert hat. Sein 16mm-Filmrollenmagazin ist sowas wie die Papyrusrollensammlung des Rallyesports und dieses Lebenswerk wird nicht nur gehortet sondern auch nach wie vor verwendet und daraus veröffentlicht. Helmut Deimel schneidet regelmäßig neue Filme aus seinem unersättlichen Videomaterial-Schatz.

Ein kleiner Deimel-Appetizer

Natürlich auch – aber nicht nur – über die Monte geht es in Deimels neuer DVD „Die Evolution des Driftwinkels Vol. 2“. Der Film hat Reportagencharakter bekommen und in 86 Minuten bietet er einen „lockeren, amüsanten und vor allem emotionalen Blick auf die großartige Geschichte dieses Sports“, so Deimel. Dabei werden unter anderem die ausgefallenen technischen Lösungen an den Autos, die unglaublichen Leistungen der Mechaniker die sich bei Temperaturen von -20 bis +40 Grad unter die Autos legen und die Lieblingsplätze der Zuschauer, ohne denen ein „Mythos Monte“ nicht möglich wäre, beleuchtet und dokumentiert.