Der Nissan GT-R muss einstecken

Ist Godzilla nur noch ein Fossil?

Der Nissan GT-R hat sich in seiner Jugend einen Namen gemacht, als König der Viertelmeile. Mittlerweile herrschen andere Zeiten und Godzilla bekommt das auch zu spüren. Doch gehört er deshalb gleich zum alten Eisen? Gegen den Audi R8 V10 Plus will er sich beweisen – als Underdog.

Text: Jakob Stantejsky

Die nackten Zahlen nehmen viel vorweg: Der Aggro-Audi kommt mit 610 PS, 200 Kilo weniger auf den Hüften und einer 0 auf hundert-Zeit von 2,96 Sekunden daher. Dagegen kann der GT-R „nur“ 570 PS und eine Sprintzeit von 3,43 Sekunden vorweisen und muss sich deshalb in der Rolle des Herausforderers zurechtfinden. Sein einziger Verbündeter: Das Drehmoment, von dem er 637 Nm mitbringt, während der Flitzer aus Ingolstadt lediglich 560 Nm aufbauen kann. Schlussendlich reicht das aber eindeutig nicht, denn trotz eines Blitzstarts kann Godzilla dem R8 in der Folge nur traurig hinterherschauen und muss sich wieder einmal geschlagen geben.

Und? Schicken wir den Japaner deshalb gedanklich zum Alteisen? Ganz sicher nicht! Denn einerseits wird der Nissan GT-R immer ein ganz spezielles Auto bleiben und andererseits gäbe es da ja noch die stärkere Nismo-Variante, die den R8 eventuell sogar in den Griff bekäme. Es ist also nichts verloren. Außerdem kann man aus Godzilla mit dem richtigem Händchen immer noch Weltrekorde zu Genüge rausholen.