Mehr Licht – und g’scheit ist es auch!

Mercedes-Benz bringt „Digital Light“

Dauernd mit Fernlicht fahren, ohne jemals andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Warnsignale – etwa bei Glatteis – vor dem Fahrzeug auf die Straße projizieren. Nichts weniger verspricht uns Mercedes Benz mit der neuen Digital Light-Technologie.

„Entscheidend ist nicht die Technologie im Scheinwerfer, sondern die digitale Intelligenz dahinter.“ So heißt es im Pressetext. Gut, ein bissl zählt die Hardware schon auch noch, wenn man sich das von Mercedes-Benz unlängst präsentierte Digital Light so anschaut: Die etwa zwei Millionen von Mikrospiegeln zum Beispiel, die pro Fahrzeug den Lichtstrahl steuern.

Oder die Phalanx von Sensoren, Radargeräten, Kameras, mit denen das gescheite Lichtsystem zusammenarbeitet, um blendfreies Dauer-Fernlicht zu ermöglichen.

Aber die Hauptarbeit macht mittlerweile natürlich die Software. Algorithmen (unsere neuen Herrscher) errechnen blitzschnell aus der Datenflut, wohin Licht scheinen muss und was ausgespart bleiben soll.

Gleichzeitig funktioniert Digital Light auch wie ein Hochleistungsbeamer, der nicht nur dem Fahrer Warnsignale in den Sichtbereich auf der Straße projiziert, sondern zum Beispiel Fußgängern, denen der Fahrer Vorrang gewährt, einen virtuellen temporären Zebrastreifen ausrollen kann. So eine Art Verlängerung des Head-Up-Display, und ein beeindruckender Ansatz zur Augmented Reality, wie das Verschmelzen von Realität und virtueller Realität genannt wird.

Wann kommt’s? Die Technologie wurde im Herbst 2016 in Demo-Fahrzeugen der Presse präsentiert und soll „in absehbarer Zukunft“ in die Fahrzeuge kommen.

Fotos/Video: Daimler AG