Mit Sportwagen ist es ungefähr so, wie mit einem Frack. Man führt ihn nur gerne aus, wenn die Gelegenheit passt, der Anlass da ist. Ein Meister zum schaffen dieser Gelegenheiten ist Hannes Hofer mit seinem ISCC, dem „International Sports Car Club“. Wir waren mit dem KTM X-BOW GT dabei.

Text: Philipp Stalzer

Ein Hobby, beziehungsweise eine Faszination in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu erleben ist für viele Menschen noch eine Steigerung des Genusses. Das ist der Grund, warum Rund um den Globus Autoveranstaltungen stark im Kommen sind. Sei es eine Oldtimerrallye, eine Motorsportveranstaltung, das Treffen eines Markenclubs, freitagabendliches Herumlungern auf einem Einkaufscenter-Parkplatz oder (das andere Ende der Fahnenstange) eine mehrtägige Sportwagenausfahrt mit unterhaltsamem Rahmenprogramm – das Interesse am Erleben der Faszination Auto in der Gruppe ist riesengroß. Am steilen Erfolg des „International Sports Car Club Meeting“, 2015 das zweite Mal veranstaltet, ist das eindrucksvoll zu messen.

Sportwagentreffen rund um den Neusiedlersee

Das viertägige Fest für Sportwagenfans und PS-Liebhaber findet, wie auch schon bei der Erstauflage letztes Jahr, rund um den Neusiedlersee mit der „Homebase“ in Rust statt. Von Donnerstag bis Sonntag dröhnen die Motoren in der Gegend, es wird an schönen Locations gut gegessen, die Fachsimpelei und der Austausch zwischen den Ausfahrten ist ergiebig und jeder freut sich über all die schönen Fahrzeuge, die man jedes für sich schon nur sehr selten, im Pulk und der Vielfalt auf einmal aber sonst gar nie bewundern kann. Unsere Wahl für das Event: der KTM X-BOW GT.

Denn wenn es einen „Sportwagen“ (eigentlich eine zu milde Bezeichnung für den Carbon-Monocoque-Renner aus Österreich) gibt, der aus einem Tross von Ferraris, Lamborghinis, Porsches und sonstigen hochkarätigen Mobilen herauszustechen vermag, dann der raue, pure und technoide X-BOW. Sein radikales Design und seine schnörkellose Form-Follows-Function-Attitüde sorgen nicht nur bei den anderen Teilnehmern für wohlwollendes Zunicken – auch beim Publikum einer solchen Veranstaltung ist er der Star. Viele Fragen werden gestellt, die meisten kann man mit „300 PS aus einem Audi-Motor“, „850 Kilogramm“ und „rund 112.000 Euro“ beantworten. Als „GT“ mit Windschutzscheibe, die mehr wie ein überdimensionales Helmvisier wirkt, ist er der optisch extremste, aber genauso problemlos wie alle anderen Teilnehmerfahrzeuge nutzbare Teilnehmer am ISCC Meeting.

Geschätzt 50 Boliden waren für die PS-starke Verschönerung des Hauptplatzes verantwortlich, ein großartiger Erfolg für die erst zweite Ausgabe der Veranstaltung.

Viertägige PS-Dröhnung

Das abwechslungsreiche Programm startete am Donnerstag mit zwangloser Anreise und dem ersten gemeinsamen Steckerlfisch-Abendessen. Erstes Programm-Highlight dann gleich Freitags mit einer sportiven Anreise in der PS-starken Gruppe zum gemeinschaftlichen Kartfahren in die Speedarena Rechnitz. Nach harten Kämpfen um die Platzierungen folgte, am Neusiedlersee in Rust zurück, eine Bootsfahrt die zum Abendessen mit Zauberer-Unterhaltung führte.
Das Fahrprogramm war am Samstag mit einer kompletten Neusiedlerseerunde gegen den Uhrzeigersinn mit einem Mittagsstop in Illmitz inklusive Pferdekutschenfahrt durch die Landschaft mit „Reiseleitung“ sowie der abendlichen Fahrt Richtung Eisenstadt zum Schloss Esterhazy mit einem Abendessen in feierlichem Rahmen recht ausgedehnt. Das „Grande Finale“ am Sonntag, die Parade durch Rust, war der krönende Abschluss des feinen Events mit nochmal rund 10 Teilnehmern mehr.

Geschätzt 50 Boliden waren für die PS-starke Verschönerung des Hauptplatzes verantwortlich, ein großartiger Erfolg für die erst zweite Ausgabe der Veranstaltung. Die vielen sehenswerten Exoten mit den freundlichen und offenen Teilnehmern ließen die teils extra angereisten Besucher und Schaulustigen hautnah an der Freude rund um das Thema Sportwagen teilhaben. Wir freuen uns auf eine Neuauflage des ISCC Meetings in Rust 2016, die hoffentlich noch erfolgreicher und größer, sowohl bei der Teilnehmerzahl als auch bei den Besuchern, werden wird.

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