• Per Zweirad zu Berge

    Top Mountain Crosspoint, Hochgurgl: Motorradmuseum

Am Einstieg zur Timmelsjoch-Hochalpenstraße in Obergurgl wird nicht mehr bloß Maut kassiert. Neu ist neben Restaurant und Seilbahnstation das höchst gelegene Motorradmuseum Europas.

Das Timmelsjoch, oder vielmehr die dazugehörige Hochalpenstraße, zu erklimmen gehört zu den Must-Dos jedes wackeren Einspur-Touristen. Hat man sich durchs verkehrsreiche Ötztal gezwängt und Obergurgl passiert, muss man an der Mautstelle halten, wo für die Passage in Südtirolerische – bis es 2.509 Meter hoch ist und auf italienischer Seite Passo del Rombo heißt – kassiert wird (Motorräder: 14 Euro für die einfache, 19 Euro für die Hin- & Rückfahrt).

Jetzt zahlt sich’s aber aus, dort länger als nur zum Zahlen zu verweilen: seit Mitte April, seit es nicht mehr nur schnöde Mautstelle, sondern Top Mountain Crosspoint heißt. Das ist ein aus ganz aus Holz gemachter Gebäude-Komplex, architektonisch inspiriert von einer Steilkurve, auf knapp 2.200 Metern Höhe und 6.060 Quadratmetern Fläche. Der ist nicht mehr nur Zahlstelle, sondern auch Station für die neue Zehnerkabinen-Seilbahn namens Kirchenkar, Dazu gibt’s ein Restaurant samt Panoramaterrasse und: ein Motorradmuseum.

Die Brüder Attila und Alban Scheiber haben sich damit einen Traum erfüllt und Europas höchst gelegene Zweirad-Schau mit ausgesuchten, perfekt restaurierten und durchwegs fahrbereiten Klassikern befüllt. Es sind auf 2.600 Quadratmetern rund 200 an der Zahl, und sie stammen von rund 70 Herstellern, darunter KTM,  Moto Guzzi, MV Augusta, Ducati, BMW, Laurin & Klement, NSU, DKW, Zündapp, Triumph, Sunbeam, Norton, Matchless, A.J.S., Brough Superior, Vincent, Honda, Henderson, Indian, Harley-Davidson und so weiter.

Zur Eröffnung kam niemand Geringerer als Giacomo Agostini. Auch kam Quasi-Nachbar Heinz Kinigadner aus dem Zillertal ins hohe Gurgl. Allen haben die zwischen den Zweirädern effektvoll platzierten vierrädrigen Exponate mit Renngeschichte ebenso gut gefallen wie die zweirädrigen. Als da beispielsweise stehen: ein klassischer Ferrari 250 GT Spyder California, ein Porsche 959 und ein Lotus 23B.

Die zur Schau gestellte Sammlung setzt sich aus eigenen Fahrzeugen und Leihgaben zusammen. Sie wird gepflegt, gehegt und laufend adaptiert. Geplant sind Sonderausstellungen, auch zu anderen mobilen Themen wie – historischen – Traktoren, Pistengeräten, Geländewagen und so weiter. Zum Auftakt der ersten Museums-Saison ist Scootern und Beiwagen-Maschinen breiter Raum eingeräumt. Aktuell platziert sich BMW anlässlich des 90-Jahr-Jubiläums mit der Zurschaustellung einiger Klassiker.

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