• Die Wüste lebt!

    Motorblock fährt Navara. In der Sahara.

Wenn uns Nissan in die Wüste schickt, dann nur mit ihrem feinsten Pferd im Stall. Nicht mit dem GT-R, obwohl man mit dem auch ziemlich ausreiten kann. Bühne frei für den Nissan Navara!

Text: Rainer Behounek

Wir fangen mit dem Spannungsbogen an! Nissan Navara auf Sahara-Dünen mit einem Schuss glühender Hitze. Beachtet man ein paar Punkte, wird das Sand-Abenteuer zur hellen Freude. Zu den paar Punkten zählt übrigens auch: Finger weg vom marokkanischen Wasser, dazu aber später. Los geht’s!

Luft aus den Reifen lassen

Je weniger Luft, desto mehr Reifenfläche berührt den Untergrund. Verwandeln wir unseren Nissan Navara in eine Art motorisiertes Kamel, bei dem die Zehen auf einem elastischen Polster aus Bindegewebe ruhen, und so eine breite Sohlenfläche bieten. In unserem Fall bleiben 0,8 bis 1,0 bar drin.

Abstand halten

Wenn man im Konvoi über die Dünen segelt, ist es unbedingt wichtig, mindestens 100 Meter Abstand zum Vordermann zu halten. Sollte der sich nämlich im Sand festfahren, hat man genügend Raum zur Verfügung, um den besten Haltepunkt zu finden: Auf einer Düne. Alle anderen Teile einer Düne erschweren das Anfahren und man läuft selbst Gefahr, steckenzubleiben.

Möglichst nicht stehenbleiben.

Sand ist ein biestiger Untergrund. Wenn es nicht gerade geregnet hat und Wasser als Bindemittel wirkt, ist Sand eine Ansammlung loser Steinkörnchen, nanona. Die muss man lesen lernen, denn so böld es klingt: Düne ist nicht gleich Düne. Zögern darf man da nicht, sonst bleibt man stecken, zu schnell darf es aber auch nicht sein, weil man nie weiß, was hinter der nächste Düne auf einen wartet.

Nicht zu langsam und vor allem nicht zu schnell.

Langsam ist blöd, weil man steckenbleibt, zu schnell ist aber noch viel schlimmer, weil es zum ungewollten Sprung und in weiterer Folge zum kaputten Auto kommen kann. So wie unser Gasfuß im unteren Video eindrucksvoll zeigt.

Dünen immer gerade anfahren.

Der Sand ist tückisch zu jedem, der ihn unterschätzt. Man sollte stets versuchen, Dünen gerade anzufahren und unnötige Lastwechsel zu vermeiden. Folgendes Szenario kann passieren: Sie fahren die Düne schräg an, verlieren den Schwung und beginnen, schräg nach unten zu rutschen. Wenn dann das Auto aufgrund einer Verdichtung im Sand wieder Grip bekommt, kann es zum Überschlag kommen, wie das Video links beweist.

Mögen die Spiele beginnen!

Alles was Sie bisher übers Offroaden wussten, packen Sie am besten ins Handschuhfach. Nach Sand wird man süchtig, das sagen alle. Und sie haben Recht! Das hat nichts mit Waldpassagen und Flussdurchfahrten zu tun. Das erste Mal kitzelt extrem, wenn der Navara eine Düne rauf in den Himmel fährt und man oben nach vorne über kippt, hinein in einen weichen Polster.

Dass es in Marokko eigentlich um den komplett neuen Nissan NV300 Transporter ging, der alles bietet, was ein heutiger Klein- und Mittelunternehmer braucht, inklusive fünf Jahre Garantie, kommt im oberen Text hoffentlich raus.

Warum Finger weg vom marokkanischen Wasser fragen Sie sich sicher die ganze Zeit? Da hole ich am besten aus. Ich dachte mir, wenn schon Marokko, dann richtig. Ich tauche also ein in die Kultur, grabe mich durch das köstliche Essen und springe in den Hotelpool, wie ein junger Delphin. Zähne geputzt mit dem Wasser aus dem Wasserhahn habe ich auch. Dort war alles super, zu Hause dann, ein paar Tage später… das genau zu schildern würde jetzt zu weit führen, eines kann ich aber sagen: Eine Darmflora braucht ca. zehn Tage, bis sie wieder halbwegs fit ist.

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