Neuer Nordschleifen-Rekord

Italien vs. Deutschland

Text: Maximilian Barcelli

Der Nürnburgring. Legendär, wie kaum eine andere Rennstrecke hat sich dieser durch diverse spektakuläre Crashvideos in der digitalen Welt zum Youtube-Hit gemausert. Videos, welche die verrücktesten Fahrzeuge auf der Nordschleife zeigen (vom Autobus bis zum DHL-Lieferwagen – hier ist alles vertreten) leisten ebenfalls ihren Beitrag.

Der König der Nordschleife

Einen ganz besonderen Stellenwert auf der 20 Kilometer langen Strecke hat Porsche. Seit 1983 halten die Zuffenhausener mit einer Zeit von 6:11,13 den Streckenrekord, 2013 legten sie noch einen drauf und holten sich mit dem 918 Spyder die schnellste, mit einem straßenzugelassenen Auto, gefahrene Zeit. Eine Machtdemonstration sondergleichen, welche Porsche am nur wenige hundert Kilometer vom Heimatstall entfernten Nürnburgring an den Tag legt.

Aventador für Arme? Von wegen!

Ruhm währt allerdings nicht ewig und es kam, wie es kommen musste. Wie schon bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 machten 10 Jahre später wiedermal die Italiener den Deutschen einen Strich durch die Rechnung. 6:52,01 lautet der neue Streckenrekord. Aufgestellt wurde dieser vom neusten Supersportwagen aus Sant’ Agata Bolognese, dem Lamborghini Huracán Performante. Mit nur einem einzigen Versuch und einem Zeitfenster von lediglich 15 Minuten (sprich Reifenaufwärmen und eine Runde fahren) pulverisierte Marco Mapelli die Bestzeit der Deutschen und zeigt der Welt, was der Huracán so in petto hat und dass dieser alles andere als ein billiger Abklatsch des Aventador ist.

Vorfreude

Aufgestellt wurde der Rekord schon im Oktober letzten Jahres, dass das Video allerdings erst jetzt publiziert wurde hat vermutlich marketingtechnische Gründe, denn der neue Stier wird diesen Monat am Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert. Nur logisch also, dass Mapelli den Performante während seiner Rekordfahrt noch im Tarnanzug über die Nordschleife jagte. Wir dürfen angesichts des neuen Rekordes gespannt sein und freuen uns schon auf die Präsentation des neuen Königs der Nordschleife.