In der 50er-Zone!

Opel Astra-Fahrer kriegt Strafzettel für 696 km/h-Fahrt

Man stelle sich vor, man bekommt Post von der Polizei. Schon schwanen einem üble Vorstellungen von 50 oder gar 100 Euronen, die bald den Weg aufs Konto der Exekutive finden müssen. Doch nein, im Brief ist von 696 km/h die Rede, die man in seinem Opel Astra in einer 50er-Zone hingelegt haben soll. Der Schein wäre da tendenziell wohl eher weg – aber irgendwie klingt das doch komisch…

Text: Jakob Stantejsky / Foto: The Telegraph

So erging es einem Belgier vor kurzem, der in Quiévrain diesen dezenten Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung begangen haben soll. Natürlich schickte der Mann die Strafe zurück an die Polizei und verlangte eine Erklärung. Augenscheinlich hielt er es nicht für möglich, dass sein Astra solch eine flotte Sohle auf den Asphalt legen kann. Überraschenderweise wurde die Beschwerde akzeptiert und die Strafe korrigiert. Denn zu schnell war er tatsächlich unterwegs, allerdings sind 60 km/h dann doch eine Nummer kleiner. Der Computer hatte sich offenbar vertan und die falsche Zahl in den automatisch generierten Brief geschrieben. Schade eigentlich, da der Weltrekord für das schnellste Auto mit Zylindermotor nur bei 706,5 km/h liegt. So eine Bestmarke mal eben mitten in der Stadt in einem Kompaktwagen zu zerlegen, hätte durchaus was für sich.

Schön zu sehen finde ich jedenfalls, dass die Toleranzfrist auch bei eher haarsträubenden Vergehen greift, schließlich wurde die Geschwindigkeit noch auf 654,24 km/h korrigiert. Ich bin sicher, das hätte einen massiven Unterschied bei der Strafe gemacht.