• Platz da!

    Motorblock fährt Opel Astra Sports Tourer

Es geht um grundlegende Fragen. Was muss ein Kombi unbedingt können? Und wie kann sich der Hersteller im an sich gesättigten Segment profilieren? Opel gibt mit dem neuen Opel Astra Sports Tourer die richtigen Antworten.

Text: Rainer Behounek

Opel weiß, wie man Kombis baut. Die Rüsselsheimer haben 1953 mit dem Kadett Caravan den ersten Laderaum auf vier Rädern vorgestellt, so etwas gab es in Deutschland vorher nicht. Heute sind die Kombis im europäischen Raum kaum wegzudenken, damals muss der große Hintern sicher gewöhnungsbedürftig gewesen sein. Die Vorteile sprechen damals wie heute für sich: Platz für jede Lebenssituation.

Zwischenzeitlich ist Opel etwas vom Weg abgekommen. Von einem eigenständig Design war nicht viel zu spüren, dafür vom Eigengewicht.

Die Steine, die im Weg liegen, nicht einfach umfahren, sondern jeden einzelnen aus dem Weg räumen, das hat Opel mit dem neuen Opel Astra Sports Tourer getan. Dem Design wurde mit der neuen Modellgeneration von Corsa, Adam und Astra sehr viel Beachtung geschenkt, gegenüber den jeweiligen Mitbewerbern zählen sie zu den schneidigsten. Wo andere den sicheren Weg gehen und die Autos eher dezent schleifen, hat Opel scharfe, dynamische Linien im Programm.

Der Astra Sports Tourer wirkt im Heck recht dynamisch, was die Designer unter anderem durch seitlich verlaufende, abfallende Chrom-Spangen geschafft haben. Der üppig dimensionierte Hintern spielt dem Kofferraumvolumen in die Hände, das mit 1.630 Litern um 80 Liter mehr fasst, als der Vorgänger.

Der Opel Astra Sports Tourer fährt ausgesprochen gut, lenkt direkt, ist mit der neuen 163 PS-Motorisierung äußerst antrittsstark (richtige Wahl!) und bietet Platz in Hülle und Fülle… und wo hakt es?

Vorne, zwischen Fahrer und Beifahrer. Was nach einem großen Staufach aussieht, das hinter dem Schalthebel auf Geldbörse, Handy, Schlüssel und Co. wartet, ist keines. Dahinter verbirgt sich der Sicherungskasten und auf die Metallleiste, die davor thront kann wahlweise eine Smartphonehalterung oder ein Duftspender montiert werden. Damit geht variabler Stauraum verloren. So gibt es nur zwei Möglichkeiten, den Platz zu nutzen, wäre dort ein Fach, gäbe es 1.000 Dinge, die dort gut aufgehoben wären. Stifte, Parkscheine, Münzen, Garagentoröffner, Taschenlampe, Taschentücher, Sie und ich könnten den ganzen Tag Sachen aufzählen! So praktisch der Sports Tourer im restlichen Fahrzeug ist, so unverständlich ist diese Lösung.

Mehr leistet sich Opel nicht, das Fahrzeug präsentiert sich von Grund auf solide! Gegenüber dem Vorgänger speckte der neue Sports Tourer gleich 190 Kilogramm ab, während das Raumgefühl anstieg, mit 28 Millimeter mehr Beinfreiheit im Fond, 26 Millimeter mehr Kopffreiheit für den Fahrer. Alle neun Motoren, die ausschließlich der neuen Motorengeneration angehören, decken ein Leistungsspektrum von 95 bis 200 PS ab.

Ebenfalls neu ist die automatische Heckklappe, die per Fußtritt an die rechte Heckseite berührungslos öffnet und schließt. Dass der Neue mit der neuesten Infotainment-Generation plus On-Star ausgestattet ist, müssen wir wohl nicht erwähnen!

In Österreich startet der Opel Astra Sports Tourer bei soliden 18.090 Euro, im Preis inbegriffen: Ein 1,4-Liter Benziner mit 100 PS. Die Dieselfraktion beginnt bei 18.990 Euro mit dem 95 PS starken 1,6-Liter CDTI.

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