AM-RB 001

Operation Aston Martin Valkyrie

Das revolutionäre Hypercar von Aston Martin und Red Bull Advanced Technologies hört nicht mehr auf den Codenamen AM-RB 001, sondern wurde nun endlich offiziell getauft: Welcome to the Aston Martin Valkyrie.

by Patrizia Zernatto

by Patrizia Zernatto

Ride of the Valkyries

Götterbotin des Nordens, geleite uns vom Schlachtfeld nach Walhall: Die Walküre hat viele Gesichter – von der nordischen Sagenwelt über Richard Wagners „Ritt der Walküre“ und bis hin zum „Unternehmen Walküre“ des Zweiten Weltkrieges, das es sogar in die Kinosäle schaffte. Die jüngste Göttin ist wahrscheinlich auch die Schönste. Dürfen wir vorstellen, die Aston Martin Valkyrie. Gelauncht als AM-RB 001 im Juli 2016 (hier geht’s zum Video). Ein Sportwagen für die Straße, der von Formel-1 Konstrukteur Adrian Newey gemeinsam mit Red Bull und Aston Martin kreiert wurde und wahrlich einer Göttin gleicht.

Der 6,5 Liter V12 Mittelmotor stammt aus dem Aston Martin Vulkan, die Entwürfe kommen, wie bereits erwähnt, von niemand Geringerem als Adrian Newey, umgesetzt wurde die Valkyrie dann von Aston Martin Chefdesigner Marek Reichmann und seinem Team. Von den ersten Skizzen bis hin zum fertigen Straßenauto wurde wenig geändert. Was hätte man am atemberaubenden Design auch viel ändern wollen? Obwohl für Newey in der Formel-1 vor allem die Aerodynamik im Vordergrund steht, war für ihn bei der Valkyrie das Gesamtpaket wichtig. Optik und Mechanik halten sich auf unheimlich hohem Niveau die Waage. Ein wenig ähnelt die Valkyrie in ihrem aerodynamischen Look zwar dem McLaren P1, allerdings kann man an diesen Formen nicht wirklich herummeckern.

Was sich genau im Innenleben der Valkyrie abspielt, ist noch relativ ungewiss. Im Vulkan leistet der V12 Cosworth-Saugmotor 831 PS, allerdings liegt die Valkyrie gewichtstechnisch in der Le Mans-Klasse und bringt lediglich etwa 900 Kilo auf die Waage. Zusammen mit der sehr wahrscheinlichen Hybridunterstützung (ERS-System) könnte es der Hypersportler auf bis zu 1.300 PS schaffen und damit Querkräfte von bis zu 4,5 G ermöglichen. Man spricht jedoch bereits von einem Siebengang-Getriebe von Ricardo, einem Bremsen-Mix aus Zange und Carbon-Keramik und der Fahrdynamik-Regelung von Bosch.

Auch zum Preis gibt es noch keine genauen Angaben, allerdings gab ein Sprecher des britischen Traditionsunternehmens bekannt, dass er sich zwischen zwei und drei Millionen Pfund einpendeln wird. Was sind schon bis zu 3,5 Millionen Euro für so ein Meisterwerk und noch dazu den wahrscheinlich schnellsten Straßensportwagen der Welt? Geplant sind 150 Stück und 25 Rennstrecken-Exemplare, aber verkauft waren die Göttinnen ohnehin schon lange vor der Auslieferung 2019.

Photo & Video Credit: Aston Martin