Endlich: Das fliegende Auto!

PAL-V Liberty hebt endlich ab

“The sky is no longer the limit”

– PAL-V

PAL-V präsentiert das erste fliegende Auto, das nun wirklich in Serie geht. Schon ab 2018 könnte man mit dem nötigen Budget und einer Fluglizenz neben dem Führerschein mit der PAL-V Liberty in schwindelerregender Höhe unterwegs sein.

by Patrizia Zernatto

Einfach über den Stau drüber fliegen… nun, ganz so einfach ist es zwar nicht, aber zumindest geht jetzt das erste fliegende Autos in die Serienproduktion.

Die Firma PAL-V arbeitete neben vielen anderen Flugautobauern schon seit zahlreichen Jahren an einem fliegenden und fahrenden Hybrid-Fahrzeug. Jetzt dürfen die Holländer feiern, denn ihnen ist es als Ersten gelungen alle international nötigen Zulassungen für das Flugauto zu ergattern. So darf die Liberty nun offiziell am Straßen- und Luftverkehr teilnehmen – wenn vom Fahrer bzw. Pilot alle nötigen Sicherheitschecks erledigt wurden. Außerdem muss man fürs Starten und Landen auf einen Flugplatz oder braucht zumindest ein ausreichend großes Privatgelände.

PAL-V: Der fliegende Holländer

Obwohl die ausklappbaren Rotoren den Eindruck erwecken, kann die nur vier Meter lange Liberty im Gegensatz zu einem Hubschrauber nicht senkrecht starten. Bei dem Halb-Auto-Halb-Flugzeug mit zweisitziger Kabine handelt es sich nämlich um einen Gyrokopter oder auch Tragschrauber genannt. Spontanes Abheben ist also weder gesetzlich noch technisch möglich. Die Rotoren werden bei der Pal-V Liberty nicht durch ein Triebwerk angetrieben, sondern werden durch den Fahrtwind in Drehung versetzt, während ein separates Triebwerk für Vortrieb sorgt. Zum Abheben braucht das 700 kg leichte Gefährt eine 180 Meter lange und 30 Meter breite Startbahn um genügend Schwung zu holen. Man sollte denken, eine freie Autobahn wäre dafür ideal, allerdings machen uns da wie gesagt die Luftfahrtgesetze einen Strich durch die Rechnung.

Wenn man allerdings mal in der Luft ist, dann kann man dort in bis zu 3,5 Kilometern Höhe auch für bis zu 500 Kilometer verbleiben. Die Reisegeschwindigkeit beträgt dabei dank der 200 PS starken Propeller im Heck rund 140 km/h und wer es besonders eilig hat, der kann auch bis 180 km/h beschleunigen. Unter der geschlossenen Fahrgastzelle befinden sich drei Räder, die nach der Punktlandung das Flugzeug wieder zum Auto machen. Auf der Straße geht es dann mit einem 100 PS starken Motor voran, der es auf maximal 160 km/h schafft und bis Marke 100 etwa neun Sekunden braucht. Sportwagen ist das keiner, allerdings wachsen dem auch keine Flügel.

PAL-V steht übrigens für Personal Air and Land Vehicle. Sehr passend, wie wir meinen. Der fliegende Holländer ist ab 299.000 Euro zu haben und die ersten Auslieferungen können sogar noch im heurigen Jahr erfolgen. Für seine ganz exklusiven Kunden bietet PAL-V aber auch eine 600.000 Euro Luxusversion, die Pioneer Edition, an.

Photo & Video Credit: PAL- V