Hybrid-Rallying

Paris-Dakar … im Toyota Prius!

Paris-Dakar. Diese zwei Wörter sind gleichbedeutend mit Testosteron, Schweiß, Motoröl, Stahl, Benzin und Gefahr. Genau die richtige Strecke also für ein aufgemotztes Offroadmonster wie den – Moment mal, steht da wirklich Toyota Prius? Ähm … ja, also … Mad Max kann sich schleichen, denn hier kommt Team ACP!

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Toyota/Team ACP

Das japanische Rennteam mit einem reichen Erfahrungsschatz hat sich in letzter Zeit offenbar unterfordert gefühlt. Denn anders lässt sich die Wahnsinnsidee (in welchem Sinne auch immer), einen Toyota Prius quer durch die Sahara zu jagen, nicht erklären. Schon 1981 stellte man mit Kiichiro Yokota in einem Serien-Land Cruiser FJ60 den ersten Japaner, der die Ziellinie der geschichtsträchtigen Rallye überquerte. 1987 gewann ACP gar die Klasse der modifizierten Dieselfahrzeuge und seit 1997 testen die Heißsporne immer wieder diverse Prius-Generationen unter widrigsten Bedingungen.

Bei solchen Errungenschaften kommt es natürlich gar nicht in Frage, die aktuelle Streckenführung der Rallye Dakar zu befahren – nein, es muss die Originalstrecke durch die Sahara sein! Gescoutet wurde mit Sicherheit sorgfältigst, um allzu unüberwindliche Hindernisse zu vermeiden, doch der Hybrid musste sehr wohl mit Sandboden und ähnlichem zurechtkommen. 4.350 Rallye-Meilen sind in keinem Fahrzeug ein Witz, doch diese spezielle Auto/Strecke-Kombination verlangt Mensch und Maschine sicher noch eine nette Portion mehr ab. Gut gegangen ist es jedenfalls, denn das Team ACP kam unbeschadet in Dakar an. Und das ist schon mehr, als manch Teilnehmer an der Rallye mit einem passenderen Untersatz geschafft hat. In diesem Sinne: Bravo! Außerdem ist es schön, dass auch heute noch ein Bisschen Platz für Unfug ist. Auch wenn – nein, besonders, wenn es um einen Toyota Prius geht!