Der neunfach-Überschlag

Pedro Piquet Porsche-Purzelbaum

Das Wichtigste ist natürlich, dass Pedro Piquet – Nelsons jüngster Sohn – nach diesen Horrorbildern mehr oder weniger unverletzt aus dem Auto geborgen werden konnte. Und weil das so ist, können wir diesen Crash als lehrreich sehen. Denn kaum je gab es sonst eine derartig atemberaubende Demonstration der Kräfte, die im heutigen Rennsport wirken.

Text: Jakob Stantejsky

Zarte 17 war Piquet, als sich dieser Crash im September 2015 in Goiânia, Brasilien, im Rahmen des Porsche GT3 Cups abspielte. Wunderbarerweise kam der Jungspund mit Blutergüssen und ähnlich harmlosen Verletzungen davon und blieb nur im Spital, weil die Ärzte ihn zur Sicherheit ein Bisschen im Auge behalten wollten. Wenig später stand er sogar als Sieger des GT3 Cups fest, ein großes Zeichen für seine mentale Standfestigkeit.

Während uns der Ausgang des Crashs glücklich stimmt, führt er uns doch auch vor Augen, an welchen Grenzen Rennfahrer sich heutzutage bewegen. Das schaut oft so trügerisch sicher aus, wenn ein Pulk Rasender über den Ring fetzt. Doch nur eine Winzigkeit trennt ein Überholmanöver vom Horrorcrash à la Hollywood. Nein, eigentlich ist das noch gewaltiger als jeder Actionstreifen. Daran sollten wir vielleicht hin und wieder mal denken, wenn alle nach mehr Action bei Rennen schreien.