Und es kommt doch auf die Länge an

Held der Chauffierten

von Thomas Geiger

Wer lang hat, lässt lang hängen. So sagt man nördlich des Weißwurstäquators, wenn man „Mit voller Hose ist leicht stinken“ meint. Die Bedeutung des Spruchs kennen sie auch bei Porsche und bieten den neuen Panamera auch wieder als „Executive“ an. Nicht einmal drei Monate nach dem Start der zweiten Generation gibt es das Flaggschiff der Schwaben für einen Aufpreis von rund 9.000 Euro zum Jahreswechsel deshalb auch mit 15 Zentimetern mehr Radstand und entsprechend mehr Beinfreiheit im Fond.

Während die Schwaben sonst keinen Zweifel daran lassen, dass der beste Platz in einem Porsche vorne links ist, auch in einem Porsche Panamera, buhlen sie mit dem „Executive“ um verwöhnte Hinterbänkler und statten ihren Luxusliner entsprechend fondorientiert aus. Luftfederung, Panoramadach, Sitzheizung für die zweite Reihe und Sonnenrollo sind bei allen Modellvarianten Standard und in den gehobenen Versionen oder gegen Aufpreis gibt es auch eine größere Mittelkonsole samt Klapptischen, eine elektrische Zuziehhilfe für die Türen und ein üppiges Rear-Seat-Entertainment.

Angeboten wird der Porsche Panamera Executive ausschließlich mit Allradantrieb, aber dafür mit allen Motorvarianten bis hinauf zum Plug-In-Hybriden für verwöhnte Sparer in Kalifornien oder China. Auch zum 550 PS starken Turbo können Poser oder Genießer greifen, die bisweilen doch mal hinter das Lenkrad wollen.

Ganz neu in der Motorpalette ist ein drei Liter großer V6-Benziner, der mit 330 PS die künftige Basis-Motorisierung bildet und natürlich auch im kurzen Panamera angeboten wird. Dort sogar als bislang einziges Modell mit Heckantrieb. Obwohl er gegenüber dem Vorgänger um 20 PS zugelegt hat, wird er bis zu einem Liter sparsamer und kommt im besten Fall auf einen Normverbrauch von 7,5 Litern.