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    Der Seat Leon XPerience schreibt aus Italien.

Die erste nervige Urlaubs-Postkarte des Sommers ereilt uns aus Italien: Das Wetter ist schön, das Essen schmeckt toll, das Zimmer ist leiwand. Schön und gut. Aber wie schlägt sich unser Dauertester?


Fotos: Eryk Kepski


Gen Firenze, gen Mugello gar geht die Reise, schreibt man uns. Im Land der Hügel und der Zypressen lässt sich gut Pizza essen, ja eh. Das Wetter ist toll, gut, sieht man. Und der Seat Leon XPerience, unser waidmannsgrüner, äh pardon: Adventure Braun-metallicfarbener Dauertester mit dem bärenstarken 184 PS-Murl?

Großer Schlucker

Eine entspannte Reise beginnt mit ausreichend Platz fürs Gepäck. Hiebei leistet sich der auf dem Leon-Kombi basierende XPerience keine Mankos: 587 Liter schluckt der Spanier bei fünf verbleibenden Personenplätzen. Werden die Sitze einer nach dem anderen umgelegt, werden bis zu 1470 Liter frei. Dieses Umlegen klappt auch von hinten aus – sehr durchdacht, sehr smooth, sehr benutzerfreundlich.

Fahr’n, fahr’n, fahr’n (lassen) auf der Autobahn

Vom großen Förderband gibt’s jetzt vor den großen Reisewellen noch keine Dramen zu reporten. Unser Seat Leon XPerience lässt sich soweit wie erlaubt auf „automated drive“ programmieren: Tempomat rein, Abstands- und Spurhalteassi aktiviert, und schon wird der Pilot zum aktiven Überwacher. Das schont die Nerven und den Aufmerksamkeitslevel, und unter Umständen auch das Geldbörserl, weil der Tempomat sich nicht so leicht in packende Zweikämpfe um die Pole-Position auf der dritten Spur verstricken lässt.

Der Topdiesel mit dem Doppelkupplungsgetriebe ist auf der großen Fahrt ohnehin eine Bank. Mehr als ausreichend Leistung für den Beschleunigungssprint zum Einordnen, ist das sparsame Aggregat im großen Gang genau richtig zum Kilometerfressen. Weniger langstreckenfreundlich sind die sportlichen Alcantara-Sitze, die zwar guten Seitenhalt bieten, aber mit der Zeit ein wenig unbequem werden und so daran erinnern, dass es sich beim Leon XPerience halt um einen Kompaktkombi handelt, keinen Upper-Middle-Class-Reisedampfer.

Mugello, Firenze – der Spanier passt gut nach Italien

An sportlichen Reisevehikeln ist nicht gerade Mangel am Markt, weil: Wo eine Nachfrage, da auch ein Angebot.

Aber vor ein bisschen Konkurrenz braucht sich der Seat Leon XPerience nicht zu fürchten, wenn’s auf die große Reise geht. Dass bisschen Langstrecke ins Italienische schluckt der Spanier stoisch, und in den Kurvenstrasserln der Toskana fühlt er sich mit seinem starken Motor und dem straffen Fahrwerk sowieso wie zuhause.

Selbst wenn die Straße mal ausgehen sollte und man sich in raueres Terrain verfährt, bringt man den Dauertester nicht in Verlegenheit. Spätestens im engen Winkelwerk der italienischen Ansiedlungen sind endgültig Glückwünsche angebracht, nicht zum Reisekombi größeren Formats gegriffen zu haben. Denn 4,50 mal 1,85 Meter lassen sich auch dort, im Gewurl aus Cinquecentos, Lambrettas und Vespas, friktionsfrei ans Ziel führen.

The weather is here, wish you were beautiful!

Grüße aus bella Italia,

Seat Leon Xperience

1 Antwort
  1. Alexander
    Alexander says:

    Hallo liebes Motorblock-Team,
    eure Berichte sind stets unterhaltsam und im Vergleich zur allgemeinen Autofachpresse erfrischend, da nicht nur das Datenblatt runtergeschrieben wird, sondern tatsächlich Text dahintersteckt. Ich würde mir allerdings wünschen, wieder mal ein neues Zwischenfazit (oder womöglich schon ein Schlussfazit) vom Dauertestwagen Seat Leon X-Perience zu lesen.
    In diesem Sinne, weiterhin frohes Schaffen.
    Liebe Grüße,
    Alexander

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