Shelby GT350R Mustang

Rennstreckenhengst

Auf der NAIAS 2015 sorgte Ford bereits mit der Neuauflage des legendären GT für Furore. Nun kommt die nächste Überraschung, ein Shelby Mustang für die Rennstrecke.

Text: Karl Jereb

Der im November 2014 vorgestellte Shelby GT350 wird, nur zwei Monate nach offizieller Ankündigung, ein wenig verschärft und somit konkurrenzfähiger auf der Rennstrecke. Der Namenszusatz „R“ soll eine Reihe von Erweiterungen und Leistungssteigerungen kennzeichnen. Aber auch den „Rauswurf“ sämtlicher bequemlichkeitsfördernder Mittelchen, wie Radio, Teppiche, Klimaanlage, Verkleidung des Kofferraums und Rücksitze. „Der beste Mustang, den wir jemals gebaut haben“, verkündete Raj Nair, Vizepräsident der Ford Group und Technik-Chef, voller Freude.

Der stärkste Mustang ever

Der stärkste V8-Saugmotor, den Ford je gebaut hat, wird auch in der R-Version des GT350 eingesetzt. Somit kommt er auf über 500 PS und ein maximales Drehmoment von 540 Nm. Weiter geht es mit einer „Flatplane“-Kurbelwelle, deren normales Einsatzgebiet reinrassige Sportwägen auszeichnet und deren Ansprechverhalten erhöht. Öl- sowie Differenzialkühler, veränderte Federraten, spezielle Stabilisatoren und der Einsatz der „fordischen“ MagneRide-Stoßdämpfer, zeichnen das Rennstreckengefährt aus. Auch das manuelle Sechsgang-Getriebe bekommt eine eigene Kühlung damit rennstreckenübliche hochfrequente Schaltvorgänge nicht zum Getriebeschaden führen. Durch das Rennstrecken-Setup wurde der Schwerpunkt verringert und der Einsatz des weiterentwickelten Torsen-Differenzials soll den Grip in Kurven deutlich erhöhen.

Country und Co.

Um eine Leistungssteigerung zu generieren, ohne die Motorleistung zu verändern, muss, nebst erwähntem Teiletausch, das Gewicht reduziert werden. Dies stand beim Projekt „R“ im Vordergrund. Darum müssen die verwöhnten Amis nun ohne Klimaanlage und Countrymusik auskommen, dürfen sich aber, dank 65 Kilogramm Gewichtsersparnis, auf eine ungeheure Performance freuen. Nun ja, ganz verzichten müssen sie dann doch nicht, denn Ford bietet optional ein Packet mit Zweizonen-Klimaautomatik, Navigationssystem, Toter-Winkel-Assistent und Soundsystem an. Also eigentlich eh alles, was man braucht. Lieferbar ist er bereits Ende 2015. Der gute Shelby GT350R kommt übrigens nicht nach Europa, selbst dank TTIP nicht.