Updates aus Tschechien: Octavia-Facelift, Superb SportLine

Skoda macht neu: Applaus?

Der Skoda Octavia bekommt ein Update, das ab März in Österreich ausgeliefert werden wird. Die Überraschung: Der beliebte geräumige Kompakte bekommt ein neues Gesicht, welches die Frage aufwirft, ob man in Jungbunzlau bewusst die letzte E-Klasse zitieren wollte.

Und wenn ja: Ist das als bewusste Äußerung eines noch weiter gesteigerten Selbstwertgefühls zu verstehen?

Und wenn ja: Zurecht?

Erste Reaktionen auf das neue Front-Design reichen vom erstaunten Augenbrauchenhochziehen bis zum ausgewachsenen WTF?!?. Was die Designer möglicherweise freuen wird. Alles auf den ersten Blick Gefällige hat, wie Zeichenkundige wissen, ein allzu rasches Ablaufdatum.

Ansonsten verbessert sich durch das Facelift vor allem die Komfort- und Infotainmentausstattung des Octavia. Letztere bietet bis zu 9,2 Zoll große Bildschirme im Zentrum und integriertes WLAN, die Armaturen sind neu und noch feiner gezeichnet.

Skoda-Käufer schätzen seit ca. jeher die praktischen Simply Clever-Details. Folglich macht der tschechische Hersteller mit Sicherheit nichts falsch, wenn er mehr davon in den neuen Skoda Octavia packt: zum Beispiel eine LED-Taschenlampe, die magnetisch an der Karosserie haftet. Fazit: An einer Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Octavia zweifeln wohl nur wenige.

SportLine: Superb angeschärft

Die neu eingeführte SportLine macht aus dem Superb einen etwas sportlich wirkenden Wagen, der beeindruckend locker den Spagat zwischen Größe und Eleganz schafft. Ob die Sport-Akzente gerade am Superb übertrieben oder zu dezent ausgefallen sind, muss jeder im Schauraum für sich selbst entscheiden, wir raten jedenfalls zur Vorsicht bei der Farbwahl.

So richtig weit aus dem Fenster gelehnt hat man sich ohnehin nicht – der Superb SportLine wird im Rückspiegel keinesfalls Angst und Schrecken verbreiten, und auch das Spoilerlippchen am Kofferraumdeckel der Limo verlangt nicht lauthals nach Rennstreckeneinsatz.

Mit Preisen von 37.370 (Limousine mit 150 PS-Benziner und 6 Gang-Schalter) bis 47.780 für den Allradler-Diesel mit 190 PS und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe bleibt der Superb auch im Sportdress im Kreis der Erschwinglichen. Dazu werden zwei Vorteilspakete als besonderes Zuckerl angeboten: ein sportliches mit 19-Zöllern und Fahrwerksverstellung um 1.162 Euro, sowie ein Sicherheitspaket mit diversen Assistenten um 1.031 Euro.